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Berglimonade „Heugäuer“ – getrocknete Bergwiesen auf Kohlensäure

Heugäuer

Allgäulimonade „Heugäuer“

Die Allgäuer Brauerei Zötler (Rettenberg) hat im letzten Jahr mit dem „Heugäuer“ eine coole Limaden-Idee auf den Markt gebracht:
Geschmacklich setzt die Verwendung von Bergwiesenheu (-Extrakt) einen neuen Akzent.
Qualitativ baut der Hersteller auf regionale Produkte. Die Äpfel, Trauben und Johannisbeeren stammen, wie das Bergwisenheu, aus der Region von Allgäu und Bodensee.

Zwei Geschmacksrichtungen hat Zötler kreiert: Apfel-Johannisbeere liegt mit einem fruchtig-leichten rötlichen Farbton in der Flasche, der schon ein bisschen an Aperol-Spritz erinnert. Apfel-Traube (mit 2% Traubensaftanteil) kommt eher abtörnend blassgelb mit leichtem Schlag ins Grüne daher.

Geschmacks-Check bei 20° Celsius
Wenn man wirklich das volle Bergwiesen-Aroma erleben will, sollteman die Limo ungekühlt bei Zimmertemperatur verkosten. Wer sich gerne mit seinem Pferd das Futter teilt, wird begeistert sein: Heu pur! Dominant schieben sich die 70 verschiedenen Bergkräuter (so viele sollen es laut Hersteller sein) aromatisch präsent in die Nase und betören alle Geschmackknopsen. Ein Erlebnis der besonderen Art. Da ist es dann eher belangos, welche der beiden Geschmackrichtungen dahinter noch verborgen ist. – Allerdings ist diese geschmackliche Offenbarung nicht jedermanns Sache. Die Frauen in unserer Familien-Verkostung waren jedenfalls nicht sonderlich geflashed.

Öffnung der B-Probe bei 9° Celsius
Auf Kühlschrankniveau heruntergekühlt sieht die Sache ganz anders aus. So rinnt aus der Flasche eine spritzige Limonade mit wenig Kohlensäure und ohne zugesetzten Zucker. Hier ist die Johannisbeere-Apfel-Variante zweifelsfrei die kräftigere und mir sympathischere Mischung. Eine angenehme natürliche Limo – das Bergheu-Aroma ist noch da, spielt mit den anderen Früchten schön zusammen. So kann die sogenannte Berglimo auch daheim zum Freund werden. Man kann sie ja im Mund ein wenig moussieren lassen, um die Heublumen auf der Zunge wachzuküssen.

Qué séra? – Brause mit Zukunft?

Aktuell ist der Heugäuer leider nur im Allgäu zu bekommen. Aber aus eigener Anschauung muss ich sagen, dass er auch im fränkischen Garten gut zu genießen ist.  Ob sich daraus ein Trend entwickelt oder gar eine Kult-Limonade heranreift, wage ich zu bezweifeln. Schließlich ist Bergwiesenheu nicht gerade das hippste Szene-Produkt (oder raucht das Zeug schon jemand?). Die Tatsache, dass sich naturgemäß am Flaschenboden ein Satz bildet, der beim Aufschütteln die Berglimonade mächtig eintrübt, ist ein ästhetisches Problem – aber wer gerne Hefeweizen trinkt, kann sich sicher damit anfreunden.

Ob jeder mit dem Geschmack mag? Ich bin mir da nicht so sicher.
Auf der anderen Seite: Wer hätte gedacht, das so etwas exotisches und geschmacklich jenseits des Mainstream liegendes, wie Club-Mate aus unserer fränkischen Heimat einmal weltweit als Hacker-Brause Furore macht?

Beim nächsten Allgäu-Urlaub wird jedenfalls ein kleiner Vorrat mit heim genommen. Zum Genießen an Samstagnachmittag nach dem Rasenmähen auf der Terrasse.

 

 

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Ein Kommentar

  1. Hi, auch ich wurde letztes Jahr zum Heugäuer-Fan, wobei ich die gelbe Variante bevorzuge – kommt mehr Heu-Aroma rüber. Mainstream wird das, wie oben beschrieben, auch nach meinen Erfahrungen im Familienkreis eher nicht werden, aber gut dass es sowas gibt! Wen’s arg reißt und wer unbedingt auch außerhalb des Allgäus nicht auf den Heugäuer verzichten möchte, kann ihn sich in Portionen von mind. 2 Sixpacks auch über’s Netz hier bestellen: http://www.hoimarkt.de/Allgaeuer-Spezialitaeten/Weitere-Allgaeuer-Kostbarkeiten/Zoetler-Berglimo-Heugaeuer-12er-Paket.html

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