Radioandachten im Februar 2018 auf Charivari 98,6 – Andachtenreihe zum Thema Batterie

Der Duracell-Hase

Guten Morgen,
Kennen Sie den Duracell-Hasen? Den aus der Batterie-Werbung, anno dunnemal? So ein rosa Hase, der unermüdlich mit seinen Pfoten auf eine kleine Trommel haut. Ohne Ende – weil ja seine wunderbaren Batterien so viel leistungsfähiger sind, als die der Konkurrenz.
Manchmal erwische ich mich dabei, dass ich mich wie dieser rosa Trommel-Hase fühle. Tapfer und ohne Anzeichen von Ermüdung rackere ich im Beruf, erfülle meine Aufgaben in der Familie, und stehe auch noch ehrenamtlich hie und da fleißig auf der Matte. Und wo andere schon mal langsamer machen oder auch mal Aussetzen, da denke ich: Das kriege ich auch noch hin.
Und so wird fleißig weitergetrommelt. So, als wüsste ich nicht, dass auch der beste Trommelhase irgendwann die Pfoten hängen lässt. Weil keine Batterie endlos hält. – Aber die Werbung hat mir das eben nicht gezeigt!
Die Bibel ist da gar kein schlechtes Handbuch für das Handling unserer inneren Energien. Denn sie erinnert mich immer wieder daran:
Du bist kein ewig trommelnder Duracell-Hase.
Du hast Grenzen – du kannst nicht immer alles schaffen.
Und vielleicht solltest du mal schauen, ob du überhaupt auf der richtigen Party trommelst. Denn wenn du schon weist, dass deine Energie begrenzt ist, solltest du dir gut überlegen, wofür du deine Energie investierst.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen ich will weiterlesen

Symbolpredigt: Meine inneren Akkus – 18. Februar 2018

Nicht nur das Smartphone hat einen Akku. Auch wir Menschen haben innere Energiereserven, die gepflegt und aufgeladen werde wollen. Die Predigt schaut darauf, wie Jesu mit seinen  Akkus umgegangen ist, betrachtet Lade-Stationen und den Memory-Effekt.

 

Liebe Gemeinde,

überall haben wir sie: Akkus! Wiederaufladbare Batterien. Im Smartphone, unter der Motorhaube, im elektrischen Rasierapparat. Viele Menschen bestücken auch ihre Elektrogeräte oder Spielzeuge mit aufladbaren Batterien: Von der Taschenlampe bis zur Fernsteuerung – auch mein Funkmikrofon hier hat zwei Akkus drin. Heute werden die hoffentlich noch durchhalten, dann nehme ich sie mit nach Hause und lege sie ins Ladegerät. Nach ein paar Stunden sind sie dann wieder voll und einsatzbereit. ich will weiterlesen

Predigt: Der Stachel im Fleisch, den ich nicht will, aber manchmal brauche (2. Korinther 12, 5-10) 4. Februar 2018

Der „Stachel im Fleisch“ macht uns oft genug fix und fertig. Er raubt Energie und Lebensfreude. Mit Paulus schauen wir, was da gespielt wird, und wozu der vermaledeite Stachel gut sein soll. Die Predigt zu diesen Motiv konzentriert sich auf die Verse 5-10 (der offizielle Predigttext ist wesentlich umfangreicher) und verwendet den Text der revidierten Fassung der Lutherbibel, die den Satz „denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“ neu fasst: „denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit“. À propos Sprache: Als Franke verwende ich für den Stachel hier häufiger den Beriff Spreißel.

Der Spreißel in der Haut
Schnell ist es passiert: Irgendwo gleitet man mit seiner Hand an einem rauen Stück Holz entlang und schon … Aua … ist ein Spreißel in der Haut gelandet.
Manchmal merkt man das gar nicht gleich, aber irgendwann geht es los: Es piekst, vor allem dann, wenn man die Stelle berührt. Der Schmerz wird eher stärker als schwächer. Man versucht mit allen möglichen Mitteln, dieses blöde Stückchen Holz aus der Haut zu entfernen. Man saugt, lutscht, puhlt daran herum.
Manchmal will das einfach nicht gelingen. Man gibt auf, hofft, dass der Schmerz von alleine nachlässt. Aber nein! Das Gewebe drumherum entzündet sich, wird rot. Nachts pulsiert die Stelle schmerzhaft, man denkt nur noch an diesen vermaledeiten Spreißel – man hat zu nichts mehr Lust. Das innere Zufriedenheitsbarometer rauscht in den Keller. Wenn das bloß irgendwie bald aufhören würde! ich will weiterlesen

Radioandachten auf Charivari 98,5 im Januar 2018

Die Andachten können Sie auch als Podcast abonnieren: www.radioandachtenwelt.de

Schleichende Veränderungen

Guten Morgen,
Angefangen hat es damit, dass ich mir einen neuen Bildschirm für den Computer gekauft habe – weil ich ich fand, dass die Buchstaben immer verwaschener wurden. Aber auch beim neuen habe ich irgendwann die Zeichengröße der Buchstaben nach oben verändert: Von 11 Punkten zu 12, dann 13 …
Irgendwann musste ich eingestehen: Ich brauche eine Brille, weil allmählich meine Augen schwächer wurden. Ich habe es nur lange nicht gemerkt, weil das eben so ein schleichender Prozess war.
Das ist das Gemeine an solchen allmählichen Veränderungen: Man merkt es kaum, und doch wird mit der Zeit alles anders.
Bei den Augen habe ich es immerhin irgendwann bemerkt, und konnte Abhilfe schaffen. Aber ich überlege, ob es nicht auch in anderen Bereichen meinens Lebens solche schleichenden Prozesse gibt.
Werde ich von Jahr zu Jahr abgebrühter, wenn es um die Ungerechtigkeit auf dieser Welt geht? Kann es sein, dass ich immer selbstzufriedener und selbstgerechter werde, ohne dass ich das wirklich spüre?
Bei meiner Brille hat mir meine Frau gesagt: Hey, geh doch mal zum Optiker, das timmt was mit deinen Augen nicht! Ich hoffe, sie, oder ein guter Freund sind es auch, die mich bei den anderen schleichenden Prozessen warnen, bevor ich irgendwann zum kaltblütigen Kerl oder zum selbgerechten Idioten werde.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen ich will weiterlesen