Gottesdienst mit Taufe: Gottes guter Segen ist wie ein großes Zelt (Fleiluftgottesdienst mit Symbolpredigt) 24. Juni 2018

Gottes Segen wird in einem bekannten Lied mit einem großes Zelt verglichen. Mit den Kindergartenkinder probieren wir es aus! Wir erleben zugleich Geborgenheit und Fragilität eines Zeltes. In diesem Gottesdienst wird M. getauft. Der Taufspruch steht auch Pate für einige Predigtgedanken.

 

Liebe Kinder, liebe Erwachsene,
wie ihr seht, steht hier ein Zelt.  Zelten macht vielen Spaß. Viele lieben es, sich im Garten in ein Zelt zu verkriechen … diese schöne kleine kuschelige Höhle … das hat etwas. Man fühlt sich geborgen und sicher, und irgendwie ist es auch ein Abenteuer.
Also ich stelle mir vor, wenn man mit dem Zelt nicht nur im eigenen Garten übernachtet, sonden mal wirklich draußen irgendwo in der fränkischen Wildnis, um mittelfränkischen Urwald!

Aktion mit den Kindern
Damit wir uns das gut vorstellen können brauche ich jetzt ein bisschen Hilfe von euch Kindern
– Zuächst eine Mutige, die in das Zelt reinkrabbeln und dann uns erzählen trauen, wie unheimlich oder schön das jeweils ist.
– Und vier bis sechs, die mir helfen, dass hier auch ein bisschen Urwald-Gefühl entsteht…
(zwei Kinder gehen in das Zelt, nehmen ein Mikrofon mit, damit wir uns über ihre Eindrücke austauschenkönnen ) ich will weiterlesen

Radioandachten im Juni 2018 auf Charivari 98,6

Montag: Die andere Wange hinhalten

Guten Morgen
Louisa schaut mich mit einer seltsamen Mischung von Wut und Unverständnis an: Was? “Wenn dich einer auf die eine Wange schlägt, dann halte ihm auch die andere hin” – Das macht doch kein Mensch! Was soll das denn für ein blöder Tipp sein, den Jesus da den Leuten sagt?
So fassungslos habe ich die 12-jährige Schülerin meiner Reliklasse noch nicht erlebt. Ich frage nach: Und was wäre, wenn du es wirklich machen würdest? Wenn dir jemand weh tut und du würdest ihn sagen: Wenn es dir grade so viel Spaß macht, mich zu verletzen, wie wärs, wenn du gleich nochmal ….”
Es dauert ein paar Sekunden, dann hellen sich Louisas Gesichtszüge auf. Ich habe das Gefühl, dass ihn ihrem Kopf gerade eine Szene entsteht. Eine Szene, die sie schon mal erlebt hat, und die sie jetzt in ihren Gedanken einmal anders weitergehen lässt. “Naja,” sagt sie “vielleicht würde derjenige dann erst merken, was er mir angetan hat – und dann könnte sich was verändern. Vielleicht ist der Tipp von Jesus doch nicht ganz so doof”.
Da hat Louisa doch für heute richtig was gelernt …
Ich wünsche ihnen einen guten Tag ich will weiterlesen

Schwarzweiß-Challenge: Bildergalerie

Wenn die eigene Pfarramtssekretärin einen für diese Challenge  nominiert kommt man schier nicht drum herum. Das Motto der Challenge lautet „Sieben Tage, sieben Bilder in schwarz-weiß. Von meinem täglichen Leben. Keine Leute und keine Erklärungen.“  auf Facebook habe ich sie brav abgearbeitet. Hier nochmal die Werke der Woche:

Themen-Predigt „Vergiss die Gastfreundschaft nicht“ (Hebräer 13,2) zum Monatsspruch Juni 2018, 10. Juni 2018

Die Predigt zum Monatsspruch für Juni 2018 lässt den Blick über das biblische Thema Gastfreundschaft schweifen, mit Begegnungen die manchmal mehr sind als nur mit-menschlich.

 

Liebe Gemeinde,
ein Satz ist es, um den es heute in der Predigt geht: „Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.” (Hebräer 13,2) – Er ist zugleich der Monatsspruch für diesen Juni.
„Gastfrei” schreibt Luther – und meint damit wohl, offen zu sein gegenüber Gästen und Fremden. Das Wort, das in unserer griechisch verfassten Bibel steht, ist „xenophilia”, also die Freundlichkeit und Liebe gegenüber dem Fremden – also dem gegenüber, der eigentlich nicht bei mir daheim ist. Wir übersetzen das heute meist mit Gastfreundschaft.

So ein bisschen irritiert mich dieser Satz in der Bibel. Warum musste man sich damals gegenseitig ermahnen, gastfreundlich zu sein? Denn in meiner Vorstellung war im damaligen Orient die Gastfreundschaft etwas Selbstverständliches. Überall hört man davon; bis heute wissen Leute von der großen Gastfreundschaft im bestimmten Ländern zu berichten. So ein bisschen vermute ich auch, dass die Gastfreundschaft über Jahrhunderte eine notwendige gesellschaftliche Überlebensstrategie war: Was macht ein Wanderer in einem unwirtlichen Gebiet in den Wüstenregionen Israels, wenn ihn keiner aufnimmt, ihm Wasser und etwas zu Essen gibt? Weit und breit kein Imbiss, kein Gasthaus – irgendwo liegen ein paar von der Sonne ausgebleichte Rinder-Skelette. Der hat ja keine Chance.
Also erscheint mir für die damalige Zeit Gastfreundschaft als eine wichtige Tradition, die man gerne anbietet und über die man heilfroh ist, wenn man sie einmal selbst benötigt und angeboten bekommt. ich will weiterlesen

„Poffertjes“ der neue heiße Shyce auf der Neustädter Kirchweih

Endlich etwas Neues auf der Kirchweih in Neustadt: Ein Poffertjes-Stand! Diese Spezialität aus den Niederlanden lässt sich nur schwer erklären – man muss sie einfach ausprobieren. Diese abgeflachten Kugeln aus Pfannkuchenteig werden frisch gebacken und lassen sich fast mit allen möglichen Aromaträgern verfeinern: Verschiedene Schokoladensorten, Fruchtmus (Apfelmus wäre mein Tipp!), Liköre und klassisch Puderzucker und Butter.
Das Team des Poffertjes-Standes tut jedenfalls alles dafür, damit diese Spezialität in aller Munde ist: Wer vorbeischaut, bekommt doch glatt mal ein Versucherle angeboten. So etwas ist mir bisher an keinem Kirchweih-Stand passiert. Dabei ist der Betreiber gar kein Niederländer, aber mit seiner fröhlichen offenen Art könnte direkt als ein solcher durchgehen. Also: Unbedingt mal ausprobieren!