Radioandachten im April 2018 auf Charivari 98,6

Blaulicht

Guten Morgen
Alle paar Tage liest man davon, dass es wieder Ärger gab, weil einer auf der Autobahn die Rettungsgasse blockiert hat oder Sanitäter bei ihrer Arbeit behindert wurden. Anscheinend lernen es manche Leute irgendwie nie.
Vielleicht, weil sich manche Zyniker einfach nicht in die Lage des Verunglückten versetzen können.
Über lange Zeit hat Blaulicht und Sirenengeheul bei mir vor allem Neugierde geweckt. Aber ein Bild von dem, was das vielleicht gerade passiert ist, wollte ich – oder konnte ich – mir nicht wirklich machen.
Bis der Tag kam, an dem der Rettungswagen zu uns unterwegs war. Weil unsere Tochter regungslos auf den Armen der Mama lag. Kaum mehr atmete.
Ich vergesse nie, wie das war, als nach endlosen Minuten mit Warten und Beten endlich das Auto mit Tatütata vor unserem Haus ankam – Rettung war da, und alles wurde wieder gut.
Seitdem lässt mich kein Blaulicht kalt. Und ich bin dankbar für die Leute, die da unterwegs sind. Und ich werde ganz schnell Platz machen, damit sie schnell zu denen kommen können, die auf sie warten.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen ich will weiterlesen

Predigt: Das Osterei: Gekocht, roh – oder ganz lebendig (2. Timotheus 1, 7-11) Ostersonntag, 1. April 2018

Eine Symbolpredigt zum Osterei. Dabei hilft 2. Tim 1, 7-11 um den Blick auf das Eigentliche zu fokussieren, was durch die Auferstehung offenbar geworden ist.

Predigttext: 2. Tim 1, 7-11
Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.
8 Darum schäme dich nicht des Zeugnisses von unserm Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit für das Evangelium in der Kraft Gottes.
9 Er hat uns selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Ratschluss und nach der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor der Zeit der Welt,
10 jetzt aber offenbart ist durch die Erscheinung unseres Heilands Christus Jesus, der dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat durch das Evangelium,
11 für das ich eingesetzt bin als Prediger und Apostel und Lehrer.

Verborgenes wird sichtbar

Liebe Gemeinde,
Ostern ist das Fest, an dem lange Verborgenes aufgedeckt wird. Und damit meine ich nicht die sorgfältig versteckten Osternester und Ostergeschenke. Es geht um das, was Jesus Christus, was Gott selbst am Ostermorgen aufdeckt: Nämlich, was es auf sich hat, mit diesem Jesus von Nazareth, der so lange durch Galiläa und Judäa gezogen ist, gepredigt hat, und schließlich hingerichtet wurde. Und auch die Frage, ob das, was er gesagt und verkündet hat, wirklich stimmt – oder ob das nur nette Sprüche sind, die mit Gott eigentlich nichts zu tun haben. ich will weiterlesen

Bemerkenswertes Projekt: Mit #microandachten durch Karwoche und Ostertage

Zwei Dutzend Microandachten haben PfarrrerInnen und VikarInnen aus der Bayerischen Landeskirche und der Rheinischen Landeskirche für die Tage von Palmsonntag bis Ostern entwickelt.
Jede #microandacht hat einen Vers aus der Passion Jesu als Grundlage und entwickelt dann in wenigen Worten ihren eigenen Gedanken und Stimmungen. Durch die unterschiedlichen Autoren und Sprecher hat jede #microandacht ihren eigenen Reiz.
Sie finden diese Microandachten auf Facebook, Twitter, Instagram und Youtube – einfach dem Hashtag #microandacht folgen.

Hier als Beispiel die Ankündigung des Verrats des Judas beim Letzten Abendmahl

Predigt: Wir sind nicht nur Zuschauer (Lukas 23, 33-49) Karfreitag, 30. März 2018

Lukas schreibt davon, das die Menschen, die bei der Kreuzigung Jesu zuschauten, davon berührt in ihre Häuser zurückkehrten. Die Predigt greift das Motiv eines Schauspiels auf, das einen in den Bann zieht und verändert.

Predigttext (Lukas 23,33-49)
33 Und als sie kamen an die Stätte, die da heißt Schädelstätte, kreuzigten sie ihn dort und die Übeltäter mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken.
34 Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun! Und sie verteilten seine Kleider und warfen das Los darum.
35 Und das Volk stand da und sah zu. Aber die Oberen spotteten und sprachen: Er hat andern geholfen; er helfe sich selber, ist er der Christus, der Auserwählte Gottes.
36 Es verspotteten ihn auch die Soldaten, traten herzu und brachten ihm Essig
37 und sprachen: Bist du der Juden König, so hilf dir selber!
38 Es war aber über ihm auch eine Aufschrift: Dies ist der Juden König. ich will weiterlesen

Symbol-Predigt zur Konfirmation: Wo stehst du, und wo willst du hin? (Kompass als Symbol) 18. März 2018

Das Symbol des Kompasses führt durch diesen Konfirmationsgottesdienst. Es geht um die Frage des eigenen Standpunktes, der eigenen Ziele und um die Frage, wie man seine Ziele verfolgen will. Alle Konfis erhalten zum Beginn einen Kompass. Am Ende dieser Seite gibts Tipps zu einigen praktischen Fragen.

Liebe Konfirmanden,

endlich ist es soweit: Ihr feiert heute eure Konfirmation. Eine wichtige Etappe in eurem Leben habt ihr hinter euch gebracht: Eineinhalb Jahre wart ihr Präparanden und dann Konfirmanden.
In eurem Leben absolviert ihr ja immer wieder nacheinander verschiedene Etappen: Kindergarten, Schule, Konfizeit, später kommt die Berufsausbildung, der erste Job …. so ein Lebensweg führt über viele Stationen. Wenn man so einen langen Weg zurücklegt, da schadet es nicht, wenn man eine Orientierung hat! Und genau dafür habe ich etwas dabei: Einen Kompass für jeden von euch. ich will weiterlesen

Radioandachten auf Charivari 98,6 im März 2018

Die Radioandachten können Sie auch als Podcast abonnieren. www. radioandachtenwelt.de

Chameleon Mask

“Chameleon mask” so heißt eine Technologie, die ein japanisches Unternehmen gerade entwickelt. Das ist so verrückt, dass man es kaum glauben kann. Der Gedanke: Ich lasse mich für Besprechungen, zu denen ich nicht extra anreisen will, von jemanden vertreten, der vor seiner Nase einen Bildschirm hat, auf dem mein Gesicht zu sehen ist. Ich bin daheim am Computer, und erst wenn es ernst wird, und die Verhandlungen beginnen, schalte ich mich dazu, dann hört mein Partner meine Stimme und sieht mein Gesicht. So ähnlich wie eine Video-Konferenz, nur dass da eben jemand echtes sitzt – mit meinem Gesicht vor dem Gesicht. Sozusagen ein Bildschirm mit Beinen.
Verrückt oder? Wie soll ich mit jemandem reden, der sich nicht die Zeit nimmt, persönlich vorbeizuschauen? Der meint mir reicht ein Bildschirm! Er will ernst genommen werden, aber nimmt er mich wirklich ernst.
Und das ist nicht allein eine Frage des Bildschirms – sondern der inneren Haltung: Wenn ich mit jemanden spreche, will ich, dass er ganz da ist, genau hinhört – genauso wie ich das dann auch ganz da bin, nicht nebenher auf dem Handy spiele – oder im Gedanken schon beim nächsten Termin.
So manches Missverständnis gäbe es wohl nicht – wenn wir bei miteinander Reden auch wirklich zuhören würden.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen ich will weiterlesen

Predigt: Weißt du, was das gekostet hat? (1. Petrus 1, 18-21) 4. März 2018

Wenn wir den Preis für Errungenschaften und Dinge nicht selbst gezahlt haben, fehlt uns oft ein Blick für ihren Wert. Die Mahnung des Petrus erinnert an Jesu Sterben für uns. Die Predigt lässt den Blick schweifen – dorthin, wo wir oft nicht fragen, was es wem gekostet hat.

Hast du eine Ahnung, was mir das gekostet hat?

Mutter steht neben dem Küchentisch, die eine Hand hat sie zur Faust geballt in die Hüfte gestemmt, mit der anderen gestikuliert sie wütend:
„Hättest du nicht besser aufpassen können? Gerade mal 2 Wochen hast du das neue Handy, und schon hast du´s ruiniert. Aus der Hosentasche gerutscht … na toll! Ja, mit den Schultern zucken, das kannst du. Hallo, junger Mann, weißt du, was das gekostet hat? Hast du eine Ahnung wie viele Stunden ich im Laden hinter der Theke stehen muss, bis das Geld verdient ist, das du hier schnell mal verschrottest?
Bloß, weil es so cool ist das Ding aus der Hosentasche herausschauen zu lassen? Ich arbeite mich hier krumm und buckelig, und der gnädige Herr schmeißt mit Smartphones um sich. So schnell kriegst du kein neues Handy mehr – das kannste vergessen.”

Liebe Gemeinde,
da liegt schon Sprengstoff drin, wenn so etwas passiert. Es ist ja nicht allein das kaputte Handy. Im Grunde ist die Mutter so sauer, weil ja jemand den Wert der Dinge nicht schätzt, weil er sie ja nicht selber bezahlt hat. Dem Sohn ist dass sündhaft teure Gerät ja sozusagen an Weihnachten ohne Mühe in den Schoß gefallen. Da hat er gar kein Gespür dafür, welcher Wert dahinter steckt; welche Arbeit und welche Entbehrungen seine Mutter auf sich genommen hat, um ihn dieses Handy schenken zu können. ich will weiterlesen

Radioandachten im Februar 2018 auf Charivari 98,6 – Andachtenreihe zum Thema Batterie

Der Duracell-Hase

Guten Morgen,
Kennen Sie den Duracell-Hasen? Den aus der Batterie-Werbung, anno dunnemal? So ein rosa Hase, der unermüdlich mit seinen Pfoten auf eine kleine Trommel haut. Ohne Ende – weil ja seine wunderbaren Batterien so viel leistungsfähiger sind, als die der Konkurrenz.
Manchmal erwische ich mich dabei, dass ich mich wie dieser rosa Trommel-Hase fühle. Tapfer und ohne Anzeichen von Ermüdung rackere ich im Beruf, erfülle meine Aufgaben in der Familie, und stehe auch noch ehrenamtlich hie und da fleißig auf der Matte. Und wo andere schon mal langsamer machen oder auch mal Aussetzen, da denke ich: Das kriege ich auch noch hin.
Und so wird fleißig weitergetrommelt. So, als wüsste ich nicht, dass auch der beste Trommelhase irgendwann die Pfoten hängen lässt. Weil keine Batterie endlos hält. – Aber die Werbung hat mir das eben nicht gezeigt!
Die Bibel ist da gar kein schlechtes Handbuch für das Handling unserer inneren Energien. Denn sie erinnert mich immer wieder daran:
Du bist kein ewig trommelnder Duracell-Hase.
Du hast Grenzen – du kannst nicht immer alles schaffen.
Und vielleicht solltest du mal schauen, ob du überhaupt auf der richtigen Party trommelst. Denn wenn du schon weist, dass deine Energie begrenzt ist, solltest du dir gut überlegen, wofür du deine Energie investierst.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen ich will weiterlesen

Symbolpredigt: Meine inneren Akkus – 18. Februar 2018

Nicht nur das Smartphone hat einen Akku. Auch wir Menschen haben innere Energiereserven, die gepflegt und aufgeladen werde wollen. Die Predigt schaut darauf, wie Jesu mit seinen  Akkus umgegangen ist, betrachtet Lade-Stationen und den Memory-Effekt.

 

Liebe Gemeinde,

überall haben wir sie: Akkus! Wiederaufladbare Batterien. Im Smartphone, unter der Motorhaube, im elektrischen Rasierapparat. Viele Menschen bestücken auch ihre Elektrogeräte oder Spielzeuge mit aufladbaren Batterien: Von der Taschenlampe bis zur Fernsteuerung – auch mein Funkmikrofon hier hat zwei Akkus drin. Heute werden die hoffentlich noch durchhalten, dann nehme ich sie mit nach Hause und lege sie ins Ladegerät. Nach ein paar Stunden sind sie dann wieder voll und einsatzbereit. ich will weiterlesen