Radioandachten auf Charivari 98,5 im April/Mai 2015

Kleiner TIPP am Rande: Wenn sie diese Radioandachten als einzelne Podcast-Episoden (die jeweils im Abstand von 3-7 Tagen erscheinen) abonnieren möchten, dann schauen sie hier vorbei. Radioandachtenwelt.

Montag: Welt-Design-Tag

Guten Morgen zum  „Welttag des Designs”! Seit 10 Jahren gibt es den nun schon.
Design … da denk man an Designer-Lampen, Designer-Mode …. oft genug verbinde ich damit: Dinge, die irgendwie beeindruckend aussehen, aber letztlich überflüssig und viel teuer sind. Aber beim Design gehts  eigentlich im Grunde um das Gegenteil: Ein guter Designer gestaltet die Form- und Farbgebung eines Produktes so, dass es seinen Zweck ideal erfüllt, dass man schon vom Ansehen her erkennt, wie es funktioniert und man es gerne nutzt – dass alles eben passt! – Dann hat Design funktioniert. ich will weiterlesen

Predigt: Wir brauchen Hirten! (Hesekiel 32, 1-2. 10-16.32) Miserikordias Domini, 19. April 2015

Mit hirte_schornweisachb“Hirten”, die ihren Job verraten haben, rechnet Hesekiel 32 ab. Ich denke zunächst an gierige Manager und korrupte Politiker. Aber ich komme als Christ nicht darum herum, selbst Hirte zu sein und für Andere Verantwortung zu übernehmen. Wie sieht es da aus, wenn ich an meine Grenzen komme?

1 Des HERRN Wort geschah zu mir:
2 Du Menschenkind, weissage gegen die Hirten Israels, weissage und sprich zu ihnen: So spricht Gott der HERR: Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden? ich will weiterlesen

Wir machen Ostereier glücklich

Ostereier haben es nicht leicht. Als Massenware gelegt, gekocht, gefärbt und versteckt. Gerade bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt kann man nicht mehr von artgerechter Ostereierhaltung sprechen.
Darum hat die beste Pfarrfrau am Ort sich ein Herz, fünf Stricknadeln (aus FSC-zertifiziertem Bambus) und viel viel Wolle genommen und diesem Elend ein Ende bereitet.Hier seht ihr die Ergebnisse: Fröhliche, nicht frierende Ostereier, die sich in ihrer Schale pudel(mützen)wohl fühlen.

Predigt: Manchmal braucht man einfach Abstand (Lukas 22, 39-46) Gründonnerstag, 2. April 2015

kapelleMMJesus in Gethsemane: So viel geschieht an diesem Tag vor Karfreitag. So viel ist gefordert. Da reißt sich Jesus los und  sucht im Garten die Einsamkeit. Was ist zu erwarten in den stillem Minuten unter den Olivenbäumen – wenn gleichzeitig im Kopfkino bereits die eigene Kreuzigung läuft?

 

(Lesung des gesamten Predigttextes bereits als Evangelienlesung)

Eigentlich ist es eine ganz besondere Fähigkeit, mit der wir Menschen beschenkt sind: Wir können Geschehnisse erleben und fühlen, obwohl sie noch gar nicht passiert sind. Wer hat das noch nicht erlebt, dass er an den Tagen vor einem großen Fest bereits von Vorfreude durchströmt ist. Im Kopf entstehen Bilder und Szenen: Wie es sein wird, wenn die Gäste kommen und man sie in den Arm nimmt. Der Kaffeeduft der festlichen Tafel steigt mir schon jetzt in die Nase. Das Stimmengewirr, der dominante Klang von Tante Emma, die unentwegt von ihrem Enkel schwärmt – diese ganze kleine Welt mit all den Bildern, Gerüchen und Gefühlen entsteht in meinem Kopf, ist unglaublich präsent da, förmlich spürbar – schon lange bevor der erste Besucher an meiner Türe klingelt. ich will weiterlesen

Predigt: Viele Körner – ein Brot (Symbolpredigt zur Konfirmation) 28. März 2015

Für Viele Körner - Ein Brotdie Konfirmationen in unseren beiden Dörfern hat Vikar Jonas Moßdorf angeregt, das Motiv “Viele Körner – ein Brot” in verschiedenen  eigenständigen Predigt-Sequenzen zu entfalten. So entstand eine Zwei-Autoren-Predigt mit sehr selbstständigen Bilderwelten.

1. Das Bild von den Körnern und dem Brot

Liebe Konfirmandinnen, (liebe Konfirmanden),
ihr habt es sicher schon längst hier liegen sehen: Wir haben hier ein Brot – und darum soll es in den nächsten Minuten gehen. Ein Brot … in Worten: “Eines” – aber ihr wisst: So ein Brot ist aus vielen vielen einzelnen und unterschiedlichen Körnern gemacht. Weizen, Roggen, Dinkel, eine Handvoll Sonnenblumen und auch etwas Hafer. Ein echtes Körnerbrot! Viele Körner – ein Brot.
Wir haben uns gedacht: Das ist eigentlich auch ein passendes Bild für die christliche Gemeinde. Da wird auch aus vielen unterschiedlichen Menschen eine Gemeinschaft. Ihr sagt heute “ja” zu eurem Christsein, “ja” zu eurer Taufe. Damit ist jede(r) von euch ein Teil, ein Korn dieses Gemeinschafts-Brots.

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