Radionadachten in der Karwoche 2015 auf Charivari 98,6

Montag: gestern waren es noch Palmen

Guten Morgen
gestern war Palmsonntag – sie wissen schon: Das ist die Geschichte, wo Jesus auf einem Esel nach Jerusalem hineinreitet und die Menschen jubeln ihm zu, schwenken Palmwedel: Hosianna, gelobt sei der da kommt! Das war gestern – und dann dauert es grade mal 4 Tage und dann schreien sie wieder. Aber dann heißt es „kreuzige ihn“ – Am Karfreitag.

Die öffentliche Meinung – wie schnell sie kippt, wie schnell Leute hochgejubelt und anschließend verdammt werden – das hat es vor 2000 Jahren genauso gegeben, wie heute. Und die Folgen sind heute nicht weniger furchterregend als damals. Dass es das gibt, werde ich nicht ändern können. Aber ich kann entscheiden, ob ich da mitspiele, bei diesem Theater. ich will weiterlesen

Andachten auf Charivari 98,6 im März 2015

Montag: Immer finde ich die Fehler

Guten Morgen,
immer finde ich die Fehler! Grade erst wieder beim Zeitungslesen: Da sehe ich tausend Wörter … aber wenn ich eines finde, das falsch geschrieben ist, oder sonst was schief formuliert ist: Sofort muss ich es meiner Frau unter die Nase halten: Schau mal, da haben die doch glatt….
Eigentlich bin ich da wirklich blöd! Ich weiß, dass ich täglich Tippfehler (und nicht nur die) produziere, bin froh, dass sich keiner dran stört – aber bei den Anderen, fällt mir das sofort ins Auge! Als wäre ich darauf dressiert, Fehler zu finden, wie ein Fehler-Spürhund. ich will weiterlesen

Predigt: Mit Bruchstücken Liebe leben (1. Korinther 13,1-13) 15. Februar 2015, Estomihi:

Dasbruchstuecke Hohelied der Liebe im Korintherbrief lässt mich erahnen: Ich werde diesen Ansprüchen an das, was Liebe ist, nicht gerecht. Ich schaffe es nur bruchstückhaft – so ähnlich wie ich das mit dem gestrigen Valentinstag auch regelmäßig in den Sand setze. Von den erotischen Ansprüchen aus “50 Shades of Grey” ganz zu schweigen.

1.Korinther 13,1-13
1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. 2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. 3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir´s nichts nütze. ich will weiterlesen

Radioandachten auf Charivari 98,6 im Februar 2015

Montag: Lichtmess: Alles kann weg!

Guten Morgen!
Heute haben wir den 2. Februar – Maria Lichtmess. Das ist das offizielle Ende der Weihnachtszeit.
Spätestens jetzt packen die Letzten ihre Weihnachtsdekorationen ein und räumen sie auf den Dachboden oder sonstwohin. Er kann weg, der ganze Kram: Glaskugeln, Strohsterne, Lichterbögen, Rauschgoldengel, Krippe, Jesuskind …
… halt! Was ist mit dem Jesus? Dann der auch weg? Brauchen wir den nicht auch sonst übers Jahr? ich will weiterlesen

Predigt: Mit Gott durch Licht und Finsternis (Jesaja 45, 1-8) Epiphanias, 6. Januar 2015

Kyros der GroßeDer Feldherr König Kyros als Werkzeug Gottes? Mit allem, was er an Blut an den Fingern hat? Jes 45, 1-8 wirft die Frage auf, inwieweit Gott Mittäter bei all dem Finsteren ist, was auf unserer Welt geschieht: “der ich Frieden gebe und schaffe Unheil”!

Liebe Gemeinde,
unser Predigttext von heute gehört zu denen, die erst einmal eine kleine Zeitreise erfordern, um einordnen und verstehen zu können, worum es in den folgenden Sätzen geht.

Babylon anno 539 vor Christus

Wir müssen uns nach Babylon, in den jetzigen Irak versetzen, 539 Jahre vor Jesu Geburt. Dort lebte –  inzwischen seit einer Generation – eine große Gruppe von Israeliten, die einst nach der Eroberung Jerusalems durch die Babylonier hierher verschleppt worden waren. Ihre Aussicht auf eine Rückkehr in die alte Heimat war bislang denkbar schlecht gewesen. Die Babylonier sahen gar keinen Grund, die ausreisen zu lassen. ich will weiterlesen