Predigt: Ich werde auferstehen (zu einem Bild von Heribert A. Huneke, Ewigkeitssonntag, 23. November 2014

ewigkeitssonntag2014Das Gemälde “´ich werde auferstehen´ oder ´… komm heraus´” von Heribert A. Huneke lenkt den Blick auf das Licht Gottes, das die Trennung von Tod und Leben überwindet.
Das Bild kann als Karte vom Gottesdienstinstitut bezogen werden. Dort finden Sie auch eine Datei mit dem Bild. (Auf eine Veröffentlichung des Bildes in “verwendbarer” Darstellung verzichte ich hier aus Gründen des Urheberrechts).

Liebe Gemeinde,

ein Bild möchte ich heute morgen mit Ihnen betrachten. Das Gemälde ist vom Künstler Herbert A. Huneke. Eigentlich sind es zwei Bilder in einem – ein großes quadratisches oben und ein deutlich kleineres rechteckiges unten. Beide umgeben von tiefem Schwarz.

Im oberen Bild sehe ich eine Sonne – das Licht. Wobei diese Sonne schon recht gedämpft wirkt. Wie durch einen Schleier. Es erinnert mich an einen herbstlichen Morgen: Alles ist noch nebelig, die Sonne ist schon aufgegangen – aber man sieht sie nur als matte Scheibe durch den Dunst hindurch. Man erkennt die Schlieren des Nebels, das Weiß ist eher gelblich. Mir ist klar, es wird noch einige Zeit dauern, bis sich die Sonne durch den Nebel gekämpft hat. Darum herrscht vorerst eher diese halbdüstere Morgenstimmung. ich will weiterlesen

Radioandachten auf Charivari 98,6 im November 2014

Montag: Wieder keinen Hit geschrieben

„Ich hab heut wieder keinen Hit geschrieben” – den Titel von den Sportfreunden Stiller kann man zur Zeit alle paar Stunden im Radio hören.
Ich hab heut wieder keinen Hit geschrieben, doch damit hab ich meinen Frieden. Schön –  heute also mal nicht die Welt gerettet, nicht die Sensation aufs Papier gebracht, nicht die bahnbrechende Erfindung des Jahrhunderts gemacht … naja, dann eben morgen, oder übermorgen. ich will weiterlesen

Radioandachten auf Charivari 98,6 im Oktober 2014

Diesmal gibts eine Andachtenreihe um solche Eigenschaftswörter, die man eigentlich nicht steigern kann – aber eben nur “eigentlich”
Montag: Besonders oder besonderer?
Dienstag: Gesund oder gesünder
Mittwoch: Tot oder töter?
Donnerstag: Schwanger oder schwangerer?
Freitag: Ehrlich oder ehrlicher?
Samstag: Christlich oder christlicher?

 

Montag: besonders oder besonderer?

Guten Morgen,
in dieser Woche habe ich mir für meine Andachten Eigenschaftswörter vorgeknöpft, die man eigentlich nicht steigern kann – aber die wir immer wieder gerne steigern würden.
Zum Beispiel „besonders”!
Eigentlich ist ja jeder Mensch etwas besonderes. Aber manchmal geht der Gaul mit uns durch, und wir meinen, es muss noch „besonderer”.
Hochzeiten zum Beispiel, was die Menschen sich da alles einfallen lassen, damit sie die noch besonderer ist, als die der anderen. ich will weiterlesen

Predigt: Wenn das Leben ein Bekenntnis wird (Hebräer 13, 15-16) Erntedankfest 2014, 5. Oktober 2014

erntedank14Hebr. 13, 15-16: Zwei Sätze mit zwei Themen
Es geht um die Bereitschaft mit anderen zu teilen und seinen Glauben zu bekennen. Und um die Beobachtung, dass so ein Erntedankaltar ohne jede großartige Erklärung bereits ein Bekenntnis des Glaubens ist. Warum sollte das mit unserem Leben anders sein?

 

Liebe Gemeinde,
zum Erntedankfest werden selbst die unscheinbarsten Dorfkirchen zu prächtigen Königinnen. Farbenfroh und prächtig liegen die Früchte da: Kartoffeln, Tomaten und Äpfel, Getreide, Weintrauben und die großen Kürbisse. Das alles haben Sie, die Wilhelmsdorfer / Brunner Gemeindeglieder, hier hergebracht, in die Kirche als ein Dankeschön Gott gegenüber. Und dann haben es viele kreative Hände mit Liebe zum Detail hier so drapiert, dass unser Altarraum, ja die ganze Kirche ein kleines Kunstwerk geworden ist. ich will weiterlesen

Predigt: Die drei Entscheidungen der Apostel (Apostelgeschichte 6, 1-7) 14. September 2014 – Zur Einführung des neuen Vikars

Als grado4jhdes in der Urgemeinde Jerusalems einen Konflikt um die Versorgung der griechischstämmigen Witwen gab, haben die Apostel nicht nur eine pragmatische Lösung gefunden, sondern zugleich auch drei wichtige Entscheidungen für kirchliches Arbeiten getroffen.

 

Predigttext: Apg 6, 1-7
1 In diesen Tagen aber, als die Zahl der Jünger zunahm, erhob sich ein Murren unter den griechischen Juden in der Gemeinde gegen die hebräischen, weil ihre Witwen übersehen wurden bei der täglichen Versorgung.
2 Da riefen die Zwölf die Menge der Jünger zusammen und sprachen: Es ist nicht recht, dass wir für die Mahlzeiten sorgen und darüber das Wort Gottes vernachlässigen.
3 Darum, ihr lieben Brüder, seht euch um nach sieben Männern in eurer Mitte, die einen guten Ruf haben und voll Heiligen Geistes und Weisheit sind, die wir bestellen wollen zu diesem Dienst. ich will weiterlesen

Fotostrecke: Friaul im August 14

Radioandachten auf Charivari 98,6 im September 2014

Montag: Erst mal wachsen lassen
Dienstag:  Gesangbuch voller Erinnerungen
Mittwoch: Gott unter die Arme greifen
Donnerstag: Die Sache mit der Sonne
Freitag: Über Mauern springen
Samstag: Unsere Mesner

 

Montag: Erst mal wachsen lassen

Guten Morgen,
vor dem Hauseingang von Frau Gebert wachsen wunderbare kleine bunte Blumen direkt aus dem Boden. Und wenn ich direkt sage, dann meine ich auch direkt! Da ist alles gepflastert, und dort wo das Pflaster ans Haus stößt, wachsen diese Primeln, oder was das sind, quasi aus dem Beton. Faszinierend und wunderschön, dieser kleine Blumenteppich. ich will weiterlesen

Predigt: Zur Kirchweih wird sich rausgeputzt (Matthäus 22, 2-14) 17. August 2014, Kirchweih in Wilhelmsdorf

Zrausgeputztu dieser Kirchweih-Predigt gab es eine Aktion. Die Gemeindeglieder waren aufgerufen worden, sich zum Kirchweihgottesdienst “herauszuputzen” entweder besonders elegant, oder auch auch provokant leger (bis zum Schlafanzug). Vor der Kirche wurden dann alle Besucher durch die Kerwa-Buschen und Kerwa-Madli empfangen und einer optischen Prüfung unterzogen. Immer mit dem gleichen Ergebnis: “Eine Kleinigkeit fehlt noch!” SO wurden sie ausgestattet mit einer Auswahl verschiedener schmückender Accessoires. Was das alles soll? Das erklärt erst die Predigt.

Liebe Wilhelmsdorfer Gemeinde,

zur Kirchweih wird sich rausgeputzt. Eigentlich, könnte man denken, ist es doch heutzutage völlig egal, was einer anhat. Ob Blümchenkleid, Dirndl, Hochzeitsanzug, Jeans, Arbeits-Overall oder Schlafanzug. Es ist doch nur etwas öberflächlich-äußeres, was wir da auf der Haut tragen … könnte man denken. ich will weiterlesen

Predigt: Die große (Illusion von) Freiheit (Römer 6, 19-23) 10. August 2014

freiheitWie frei sind wir Menschen eigentlich? Auch Paulus bezeichnet uns als “Sklaven”. Die Frage ist nur, wessen Sklave wird sind und wieviel an echter Freiheit daraus erwächst.

Irgendwie ist dieses Leben wie ein Marktplatz: Alles mögliche wird da getauscht und gekauft. Selten geht dabei Bares über den Tisch.
Da wird die Hoffnung auf eine Traumkarriere als Vertreter gegen die solide Existenz im Büro eingetauscht. Die gute Note in Quali gibt´s nur um den Preis vieler Nachmittage an den Schulbüchern. Ein anderer berauscht sich am Erfolg seiner kleinen Firma und merkt erst Jahre später, dass seine Familie den größten Teil des Preises gezahlt hat. Eine junge Frau verwirklicht sich den Wunsch, in Asien als Architektin bahnbrechend Neues umzusetzen, und verzichtet darum gerne darauf, eine eigene Familie zu gründen. ich will weiterlesen

Radioandachten auf Charivari 98,6 im August 2014

Montag: Neue Erde pflanzen
Dienstag: Josef aus Ägypten
Mittwoch: Verstanden
Donnerstag: Alle gleich?
Freitag: Ganz einfache Worte
Samstag: Wo gehobelt wird

Montag: Neue Erde pflanzen

Guten Morgen!
Der Mann, der gerade am Spielplatz im Park vorbeispaziert staunt nicht schlecht: Da sitzt ein Mädchen im Sandkasten und verbuddelt darin einen Globus. Zur Hälfte ist der schon im Sand verschwunden. Er bleibt stehen und fragt: Was machst du denn da? Warum gräbst du da einen Globus ein? ich will weiterlesen

Spielszenen als Predigt: Wasser zum Leben (Johannes 4, 4-14 ) 29. Juni 2014

wasser0Gottesdienst im Grünen: In der Lesung und drei Dialogen geht es um die Facetten der Bedeutung des “lebendigen Wassers”. Der Pfarrer begegnet einer Frau, die ihre Blumen gießt, einem Aquarienfreund und einem Landwirt.

Lesung: Jesus und die Frau am Jakobsbrunnen (Joh 4, 4-14)

4 Sein Weg führte ihn auch durch Samarien,
5 unter anderem nach Sychar. Dieser Ort liegt in der Nähe des Feldes, das Jakob seinem Sohn Josef geschenkt hatte. ich will weiterlesen