Predigt: Mit Gott durch Licht und Finsternis (Jesaja 45, 1-8) Epiphanias, 6. Januar 2015

Kyros der GroßeDer Feldherr König Kyros als Werkzeug Gottes? Mit allem, was er an Blut an den Fingern hat? Jes 45, 1-8 wirft die Frage auf, inwieweit Gott Mittäter bei all dem Finsteren ist, was auf unserer Welt geschieht: “der ich Frieden gebe und schaffe Unheil”!

Liebe Gemeinde,
unser Predigttext von heute gehört zu denen, die erst einmal eine kleine Zeitreise erfordern, um einordnen und verstehen zu können, worum es in den folgenden Sätzen geht.

Babylon anno 539 vor Christus

Wir müssen uns nach Babylon, in den jetzigen Irak versetzen, 539 Jahre vor Jesu Geburt. Dort lebte –  inzwischen seit einer Generation – eine große Gruppe von Israeliten, die einst nach der Eroberung Jerusalems durch die Babylonier hierher verschleppt worden waren. Ihre Aussicht auf eine Rückkehr in die alte Heimat war bislang denkbar schlecht gewesen. Die Babylonier sahen gar keinen Grund, die ausreisen zu lassen. ich will weiterlesen

Radioandachten auf Charivari 98,6 im Januar 2015

 

Montag: Bilder eines Jahres

Guten Morgen,
was machen Sie eigentlich mit den Fotos des vergangenen Jahres?  Liegen sie bei Ihnen auch auf der Festplatte, belegen etliche Megabyte, und gammeln da still vor sich hin? Naja, vielleicht gehören sie noch zu denen, die richtige Papierbilder haben – aber möglicherweise ereilt die das gleiche Schicksal: Sie liegen in irgend einer Schachtel. Dann, wenn man mal viel viel Zeit hat, dann werden die endlich mal sortiert, eingeklebt, oder ein Fotobuch draus gemacht – eben dann, wenn mal Zeit dafür ist.
Vergessen Sie es! Es gibt Leute, da sind die Kinder schon berufstätig, und sie haben immer noch nicht die Zeit gefunden, die Bilder von der Einschulung ins Album zu kleben.
Machen Sie doch lieber die kleine Lösung: ich will weiterlesen

Predigt zur Jahreslosung 2015: Nehmt einander an (Römer 15,7) Neujahrstag, 1.1.2015

Peter Hebgen  / pixelio.de

Bild: Peter Hebgen / pixelio.de

“Nehmt einander an, so wie Christus euch angenommen hat, zu Gottes Lob.” (Römer 15,7) – Wenn das so einfach wäre! Die Predigt am Neujahrsmorgen versucht die Herausforderung des gegenseitigen Annehmens gleich einmal von der schwierigsten Seite anzugehen: Wie ist es mit den Typen, die mich regelmäßig auf die Palme bringen?

Predigttext im Zusammenhang: Römer 15, 1-7
Wir, die einen starken Glauben haben, sind dazu verpflichtet, auf die Schwachheit der anderen Rücksicht zu nehmen und nicht an uns selbst zu denken. Jeder von uns soll sich so verhalten, dass er seinen Mitmenschen zum Guten ermutigt und ihn im Glauben stärkt.  Auch Christus lebte nicht für sich selbst. Von ihm heißt es: “Die Anfeindungen, die dir, Gott, galten, haben mich getroffen.”
Und aus dem, was in der Heiligen Schrift vorausgesagt wurde, sollen wir  lernen. Sie ermutigt und tröstet uns, damit wir unsere Hoffnung auf ihre Zusagen setzen und daran festhalten. Gott aber, der uns immer wieder neuen Mut und Trost schenkt, helfe euch, einmütig zu sein, so wie es euch Jesus Christus gezeigt hat. Dann könnt ihr alle wie aus einem Mund Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, loben und preisen.
Nehmt einander an, so wie Christus euch angenommen hat, zu Gottes Lob.

Liebe Gemeinde,
so eine schöne Jahreslosung für 2015. Nehmt einander an, so wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob. Was will man mehr? Das ist ja genau das, was uns als Christen auszeichnen sollte. – Einander annehmen, akzeptieren, die Schwächen der anderen ausgleichen, statt sie auszunutzen. So einen Spruch nimmt man gerne ins neue Jahr hinein. ich will weiterlesen

Predigt: Licht scheint in die Krippe (Zum einem Bild von Quint Buchholz), 1. Weihnachtstag, 25. Dez 2014

Quint

Quint Buchholz: Ich steh an deiner Krippe

Quint Buchholz: Ich steh an deiner Krippe

Buchholz hat ein zauberhaftes Bild geschaffen, in dem ein kleiner Junge fastziniert vor einer Futterkrippe im Schnee steht, aus der ihm ein “überirdisches” Licht entgegenstrahlt. Dieses Bild (hier auf der Homepage von Quint Buchholz) kann als Postkarte beim Gottesdienstinstitut bezogen werden.

Hin zur Krippe
Es ist der erster Weihnachtsfeiertag, die Eltern liegen noch im Bett, aber ihr kleiner Jakob ist schon unterwegs. Aus seinem Kinderzimmer im ersten Stock ist er rausgeschlichen, die Treppe hinunter ins Wohnzimmer, wo die Geschenke stehen, die er am Heiligen Abend ausgepackt hat. Die Holzeisenbahn, das Sandspielset für den Urlaub im Sommer und manches mehr.
Draußen ist es noch dunkel, aber als er durch die Terrassentüre in den Garten blickt, erkennt er da draußen ein Licht. Was ist das? Durch das Glas kann er es nicht richtig erkennen –  da steht etwas, mitten im verschneiten Garten. Er schlupft in seine Gummistiefel, die neben der Terrassentüre bereitstehen, nimmt sich die Jacke, die daneben am Boden liegt. Mit etwas Mühe kann er die Türe zum Garten öffnen, und stapft geradewegs hin, zu dem, was da steht. Zu dieser Krippe, die ein geheimnisvolles Licht verbreitet.
Dort steht er dann, und kann sich gar nicht sattsehen. Fest hält er seinen Teddybären im Arm. Hoch über ihm leuchtet hell der Stern. ich will weiterlesen

Predigt: Die Weihnachtspyramide, Heiliger Abend, 24. Dezember 2014

pyramide1Symbolpredigt in der Christmette mit einer Weihnachtspyramide aus dem Erzgebirge. Tipp: Um den Gottesdienstbesuchern den “Blick” auf die Pyramide zu erleichtern, ist es sinnvoll, die entspr. Elemente der Pyramide auf dem Liedblatt mit abzubilden.

Liebe Gemeinde,
eine Weihnachtspyramide haben wir heute hier stehen. Bei uns in Franken gehört so etwas eher nicht zur normalen Ausstattung unserer weihnachtlichen Kirchen, in anderen Regionen, zum Beispiel im Erzgebirge sieht man sie öfter auch in der Kirche stehen.
Wie unser Weihnachtsbaum ist auch die Weihnachtspyramide nichts ur-christliches. Aber wenn ich sie mir so anschaue, wie sie so dasteht, wie sich ihr Innenleben im Kerzenschein dreht, da merke ich:
Sie kann mir einiges erzählen, in ihr entdecke ich manche holzgewordene Botschaft. Also schaue ich mir sie doch ein bisschen genauer an. ich will weiterlesen