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Predigt: Jeremias Strategiepapier (Jer 29,1-14) 28. Oktober 2012

Jjeremia_strategieeremia 29 ist mehr als ein Brief. Interpretieren wir es doch einmal als Strategiepaper fürs Überleben in dauerhaft belastenden Lebenssituationen.

Dies sind die Worte des Briefes, den der Prophet Jeremia von Jerusalem sandte an den Rest der Ältesten, die weggeführt waren, an die Priester und Propheten und an das ganze Volk, das Nebukadnezar von Jerusalem nach Babel weggeführt hatte
4 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, zu den Weggeführten, die ich von Jerusalem nach Babel habe wegführen lassen:
5 Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und esst ihre Früchte;
6 nehmt euch Frauen und zeugt Söhne und Töchter, nehmt für eure Söhne Frauen und gebt eure Töchter Männern, dass sie Söhne und Töchter gebären; mehrt euch dort, dass ihr nicht weniger werdet. ich will weiterlesen

Predigt: Mut zum Dachschaden (Markus 2, 1-12), 30. Oktober 2011

IDachschaden-Bild: Matthias Preisinger/Pixelio.den der Erzählung vom geheilten Gichtbrüchigen wird das Dach eines Hauses beschädigt. Diese Predigt betrachtet das Motiv des “Dachschadens” etwas genauer

Die Heilung eines Gelähmten (Markus 2, 1-12)
1 Und nach einigen Tagen ging er wieder nach Kapernaum; und es wurde bekannt, dass er im Hause war. 2 Und es versammelten sich viele, sodass sie nicht Raum hatten, auch nicht draußen vor der Tür; und er sagte ihnen das Wort. 3 Und es kamen einige zu ihm, die brachten einen Gelähmten, von vieren getragen. 4 Und da sie ihn nicht zu ihm bringen konnten wegen der Menge, deckten sie das Dach auf, wo er war, machten ein Loch und ließen das Bett herunter, auf dem der Gelähmte lag.
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Auf der Autobahnbrücke

Ich hatte gar kein gutes Gefühl, als meine Tochter mit ihrer Kindergeburtstagsgruppe unbedingt auf die Brücke wollte: Auf die Autobahn wollten sie runterzugucken. Eine wild winkende, jubelnde und kreischende Grundschülerinnen-Horde.Ich habe nur gehofft: Hoffentlich passiert da nichts. Nicht dass einer der Fahrer auf der Autobahn eine Vollbremsung hinlegt, weil er denkt, das da oben wären steineschmeißende Attentäter.
Auf der Autobahn
Genau das Gegenteil passierte: Fast alle Autofahrer reagierten – sie winkten zurück oder hupten fröhliche Rhythmen. Bei einem Reisebus mit Senioren bekamen die ersten sechs Ritzreihen einen Wink-anfall. – Ein ausgelassenes Spektakel –
Die Mädchen freuten sich über die Reaktionen der Autofahrer – und die Leute auf der Autobahn waren anscheinend erfreut über diese Abwechslung während der langweiligen Reise zwischen Würzburg und Ulm
.

Und ich stand daneben und wunderte mich nur noch: Ich hätte nie mit so etwas gerechnet. Mit so viel Vertrauen, dass keiner von denen da oben etwas Böses will.
Und sie haben recht: Diese ewige Skepsis – der notorische Verdacht, dass der Andere was Böses will – verbaut einen oft genug die Chance zu solchen fröhlichen und unbeschwerten Momenten wie an dieser Autobahnbrücke.

Predigt über eine Zigarettenwerbung: Von Bungee-Jumping und Gottvertrauen , 20. August 2000

Liebe Gemeinde,
August ist Urlaubs- und Ferienzeit. Das ist man oft mehr unterwegs als sonst, schaut sich etwas an. Man sieht sich um in der Welt. Es ist vielleicht die Zeit, in der wir unseren Augen etwas sonst ungewohntes zeigen wollen: Hohe Berge, die Weite des Meeres, schöne Landschaften, bunte Blumen.

Ich möchte ihnen heute auch ein Bild zeigen. Es ist kein Kunstwerk, es könnte auf dem ersten Blick fast als Urlaubsfoto durchgehen. Es ist aber keines: – Schauen sie es sich einmal selbst an: Zunächst einen Ausschnitt daraus.

ZIGGI1Ja, sie sehen richtig: Das Bild ist eine Zigarettenwerbung. Auf Plakatwänden und in Zeitungen hat eine Tabakfirma vor einiger Zeit damit für ihre Glimmstängel geworben. ich will weiterlesen