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Predigt: Bin ichs? Die Sache mit dem Verrat (Mk 14, 17-23) 28. März 2013, Gründonnerstag

„Bin ichs?“ fragen die Jünger beim letzen Abendmahl, als Jesus gruendonnerstag13_judasvom verrat spricht. Diese Predigt wirft auch ein Blick in den Film „Der neunte Tag“ von Volker Schlöndorff. Darin diskutiert es Priester mit einem Gestapo-Chef um den Wert des Verrats.

Liebe Gemeinde,
der Verrat des Judas ist ein zentrales Element des Berichts vom letzten Abendmahl Jesu und von seiner Gefangennahme. Und sofort erscheint uns traditionell das Tun des Judas als verwerflich, schließlich ist er damit der Auslöser des Leidens und Sterbens Jesu. Zumindest auf diesen ersten Blick ist es klar, dass der Verrat durch Judas eindeutig zu verurteilen ist. Ich möchte ihnen eine Szene aus dem Film „der neunte Tag” zeigen.
Er spielt zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Hauptperson ist der katholische Priester Henry Kremer. Er hatte im von Deutschland besetzen Luxemburg gegen die Nationalsozialisten Widerstand geleistet und war deshalb ins Konzentrationslager Dachau gekommen.  Nun erhält er 9 Tage „Heimaturlaub” von der dortigen Hölle und einen Auftrag: Er soll den Bischof von Luxemburg dazu bewegen, sich öffentlich auf die Seite der Nationalsozialisten zu stellen und mit diesen zusammenzuarbeiten. Wenn ihm das gelingt, müsste er nicht mehr ins Konzentrationslager zurück.  Auch die Familien seiner Geschwister würden nicht mehr von den Nazis gegängelt. Wenn er es nicht schaffen sollte, dass der Bischof die Nationalsozialisten unterstützt, würde man ihn in ein Lager im Osten schicken. ich will weiterlesen