„Poffertjes“ der neue heiße Shyce auf der Neustädter Kirchweih

Endlich etwas Neues auf der Kirchweih in Neustadt: Ein Poffertjes-Stand! Diese Spezialität aus den Niederlanden lässt sich nur schwer erklären – man muss sie einfach ausprobieren. Diese abgeflachten Kugeln aus Pfannkuchenteig werden frisch gebacken und lassen sich fast mit allen möglichen Aromaträgern verfeinern: Verschiedene Schokoladensorten, Fruchtmus (Apfelmus wäre mein Tipp!), Liköre und klassisch Puderzucker und Butter.
Das Team des Poffertjes-Standes tut jedenfalls alles dafür, damit diese Spezialität in aller Munde ist: Wer vorbeischaut, bekommt doch glatt mal ein Versucherle angeboten. So etwas ist mir bisher an keinem Kirchweih-Stand passiert. Dabei ist der Betreiber gar kein Niederländer, aber mit seiner fröhlichen offenen Art könnte direkt als ein solcher durchgehen. Also: Unbedingt mal ausprobieren!

Erlösung vom ewigen Hefe-Such-Fluch

Da ist der silberne Würfel

Wo ist bloß diese blöde Hefe?!
Da schickt dich deine Frau in den Laden um „nur mal schnell“ einen Würfel Hefe zu besorgen, denn genau der fehlt ihr zu ihrem Glück am Samstagnachmittag – zumindest wenn ein repektabler Kuchen zu dem gehört, was Frauen glücklich macht. Und nun läufst du schon eine geschlagene Viertelstunde am Kühlregal auf und ab. Wie der Tiger stumpfsinnig seinen Blick an den Käfigstangen seines Geheges vobeigleiten lässt, so hüpft dein unsteter Blick vom Fruchtjoghurt zum Feta, von der Rama zur sauren Sahne. Aber die kleinen silbernen Hefewürfelchen spielen mit dir Verstecken. Es ist zum wahnsinnig werden. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie viele männliche Bewohner des regionalen Bezirksklinikums allein aufgrund ihres wegen eines unauffindbaren Hefwürfels in Fetzen gerissenen Nervenkostüms dort einquartiert sind.

Natürlich könnte ich ja auch jemanden von Personal fragen. Die müssten ja wissen, wo sie diese fiesen kleinen Silberwürfel versteckt haben. Aber dagegen spricht meine Ehre als Mann, der grundsätzlich nicht nach dem Weg fragt, und meine Ehre als Geocacher, der sich eigentlich das Finden von Dingen – selbst in den gemeinsten und hinterhältigsten Ritzen – auf die Fahnen geschrieben hat.

So bleibt also nur die Hoffnung. Oder wie heißt es in meiner Bibel bei Hesekiel 8,5?: Gott sprach: Du Menschenkind, hebe deine Augen auf nach Norden. Und als ich meine Augen aufhob nach Norden, siehe, da…… kaum konnte ich es glauben, vom Himmel herab hing ein Schild, das mir den Weg zur Glückseligkeit wies.

Wer auch immer dieses Schild erfunden und montiert hat (es kann eigentlich nur ein Mann gewesen sein, denn Frauen ist das Problem meines Wissens gänzlich nunbekannt), ihm sei hiermit ein großes Dankeschön gewidmet.