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Klötzchen-Ästhetik in Langenzenn

Langenzenn ist ja mit Ausnahme des alten Klosters nicht gerade reich an städtebaulichen Akzenten.

Aber immerhin: Einen Hingucker habe ich jetzt doch gefunden – wobei ich selbst nicht so genau weiß, obs mir wirklich  gefällt – oder doch abstößt. Jedenfalls ist diese Fassade in der Hauptstraße in Langenzenn das Einzige, was mal wirklich das Auge kitzelt.

Beherztes Statement gegen Luxussanierungen

Allerorten werden Pfarrhäuser und Dekanssitze für Unsummen instandgesetzt. Häufig aus gutem Grund- schließlich hat man manches Pfarrhaus in den letzten Jahrzehnten recht stiefmütterlich behandelt.

Bei unserem Kabarettauftritt in Langenzenn kamen wir nicht nur in den Genuss eines hervorragenden Caterings sondern durften zwischendurch auch die sanitären Anlagen in Beschlag nehmen. – Und siehe da: Da ist offenbar noch nicht alles mit  Millionenaufwand luxussaniert worden: So hat sich hier ein Stilleben aus boilerloser Boileranschlussgarnitur und Emaillewaschbecken erhalten. Und um die konzeptionelle Reduktion aufs Wesentliche zu unterstreichen, hat man auch gleich auf die überflüssigen Handgriffe verzichtet.

Der örtliche Dekan sei gewarnt: Wenn der Denkmalschutz davon Wind bekommt, wird nichts mehr mit der Renovierung, dann wird dieses Stille Örtchen zum Weltkulturerbe erhoben!

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