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Predigt: Jeremias Strategiepapier (Jer 29,1-14) 28. Oktober 2012

Jjeremia_strategieeremia 29 ist mehr als ein Brief. Interpretieren wir es doch einmal als Strategiepaper fürs Überleben in dauerhaft belastenden Lebenssituationen.

Dies sind die Worte des Briefes, den der Prophet Jeremia von Jerusalem sandte an den Rest der Ältesten, die weggeführt waren, an die Priester und Propheten und an das ganze Volk, das Nebukadnezar von Jerusalem nach Babel weggeführt hatte
4 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, zu den Weggeführten, die ich von Jerusalem nach Babel habe wegführen lassen:
5 Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und esst ihre Früchte;
6 nehmt euch Frauen und zeugt Söhne und Töchter, nehmt für eure Söhne Frauen und gebt eure Töchter Männern, dass sie Söhne und Töchter gebären; mehrt euch dort, dass ihr nicht weniger werdet. ich will weiterlesen

Predigt: Göttliches Donnerwetter als reinigendes Gewitter (Jer 23, 16-29) 10. Juni 2012

gewitterIn Jeremia 23 geht auf die Propheten von Jerusalem ein mächtiges Donnerwetter nieder. Aber vielleicht ist es auch ein reinigendes Gewitter…

Jer 23, 16-29:

So spricht der HERR Zebaoth: Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen! Sie betrügen euch; denn sie verkünden euch Gesichte aus ihrem Herzen und nicht aus dem Mund des HERRN. 17 Sie sagen denen, die des HERRN Wort verachten: Es wird euch wohlgehen -, und allen, die nach ihrem verstockten Herzen wandeln, sagen sie: Es wird kein Unheil über euch kommen. 18 Aber wer hat im Rat des HERRN gestanden, dass er sein Wort gesehen und gehört hätte? Wer hat sein Wort vernommen und gehört? 19 Siehe, es wird ein Wetter des HERRN kommen voll Grimm und ein schreckliches Ungewitter auf den Kopf der Gottlosen niedergehen. 20 Und des HERRN Zorn wird nicht ablassen, bis er tue und ausrichte, was er im Sinn hat; zur letzten Zeit werdet ihr es klar erkennen.
21 Ich sandte die Propheten nicht, und doch laufen sie; ich redete nicht zu ihnen, und doch weissagen sie. 22 Denn wenn sie in meinem Rat gestanden hätten, so hätten sie meine Worte meinem Volk gepredigt, um es von seinem bösen Wandel und von seinem bösen Tun zu bekehren.

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Predigt: Der Lebensweg des Olivenbaumes (Jeremia 17, 7-8) 28. Juni 2009, Goldene und Diamantene Konfirmation 2009

Liebe Jubel-Konfirmanden,goldbaum

hier im Taufstein steht ein Olivenbaum. Genauer gesagt ein Olivenbäumchen, ein kleiner ganz junger Baum, der noch viele Jahre vor sich hat, bis aus ihm ein vernünftiger Olivenbaum geworden ist.

Der Lebensweg des Olivenbaumes

Der Olivenbaum ist eine typische Pflanze für den Mittelmeerraum. Auch in Israel stehen sie, und stehen da seit Jahrtausenden; haben die Menschen dort und ihre Kultur geprägt. Wenn Jesus oder ein biblischer Prophet vom Baum spricht, dann hatte er meist den Olivenbaum als Anschauungsobjekt in Sichtweite. Der Olivenbaum wächst als properes gerades Bäumchen heran. Lässt sich Zeit beim wachsen, braucht viele Jahre, bis die ersten Oliven zu ernten sind. Auch wenn er robust ist und Trockenheit und große Hitze gut übersteht, geht Wind und Wetter nicht spurlos an ihm vorüber. Je älter er wird, umso deutlicher ist ihm das anzusehen. Er verwächst sich zu einem dicken, knorrigen Stamm. Oft ist steht er bedenklich schräg in der Landschaft, vom dauernden Westwind in die Schräglage gedrückt. Aber doch fällt er nicht um. Manche Ölbäume scheinen seltsam verdreht, fast wie ein Korkenzieher; als hätte eine böse Laune der Natur sie innerhalb ihres Baumlebens einmal um die eigene Achse gedreht.Und doch strahlen sie eine gro ße Ruhe aus, und eine Würde, tragen sie doch auch nach vielen Jahren immer noch ihre Früchte. ich will weiterlesen

Predigt: Wo soll er seine Wurzeln schlagen? (Jeremia 17, 7+8) 16. Mai 2004, Taufe von Sebastian

Liebe Taufgemeinde,

Einen Baum pflanzen

Wenn ich einen Baum pflanzen will, dann brauche ich zunächst ein Bäumchen, einen Spaten und einen passenden Platz. Und das mit dem idealen Platz ist gar nicht einfach. Die Lichtverhältnisse sollen passen, die Zusammensetzung des Bodens, und auf einer Wasserader sollte man auch nicht gerade pflanzen. Jedesmal wenn der Obst- und Gartenbauverein den Konfirmandenbaum aufstellt, macht ihr euch darüber diese Gedanken. – Wo soll er hin, der Baum, damit mal was Gescheites aus ihm wird? Die Ortswahl ist manchmal entscheidend für das Gelingen der Aktion. ich will weiterlesen

Predigt: Die Schlachtrösser sind unter uns! (Jeremia 8, 4-7) 18. November 2001, Volkstrauertag

Liebe Gemeinde,

wir schreiben das Jahr 605 vor Christus. Die politische Lage ist verfahren, so würde man das wohl heute bezeichnen. Aus dem Osten drohte Gefahr: Das Weltreich von Babylon forderte hohe Abgaben von dem kleinen Königreich Juda. Bisher konnte der König von Jerusalem durch diese Tributzahlungen die Babylonier auf Abstand halten.
Aber so konnte es nicht weitergehen! Eigentlich sah es kein Mensch in Juda ein, weshalb man sich von diesen Herrscher im Osten ausnehmen lassen sollte. Natürlich hatte man als kleines Land überhaupt keine Chance gegen diese Großmacht. Aber da gab es ja noch die Ägypter. Mit ihnen könnte man doch eine Allianz gegen Nebukadnezar, den König von Babylon bilden.
Überhaupt war Ägypten gar nicht so schlecht angesehen in Juda. Ägypten das war einfach schick. Tolle Mode kam da aus dem Westen, eine andere Kultur… man sagte: „Die Ägypter sind viel lockerer und toleranter als wir Juden. Auch mit der Religion ist das in Ägypten viel spannender, mit ganz verschiedenen Göttern, jeder mit einer anderen Bedeutung und überhaupt nicht so streng.“ ich will weiterlesen