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Predigt: Geist oder Natur? (Galater 5, 16ff) 21. Juni 2015

druidenhainIn Galater 5 spricht Paulus davon, dass in uns der Geist Gottes und die Bestrebungen der menschlichen Natur immer wieder im Widerstreit liegen.  So versucht diese Predigt die „Früchte des Geistes“ und die der menschlichen Natur ohne Schwarzweißmalerei zu beleuchten.

 

Predigttext:
Lasst den Geist Gottes euer Verhalten bestimmen, dann werdet ihr nicht mehr den Begierden eurer eigenen Natur nachgeben. Denn die menschliche Natur richtet sich mit ihrem Begehren gegen den Geist Gottes, und der Geist Gottes richtet sich mit seinem Begehren gegen die menschliche Natur. Die beiden liegen im Streit miteinander, und jede Seite will verhindern, dass ihr das tut, wozu die andere Seite euch drängt. (…)
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Predigt: Die Christbaumkugel hat Geburtstag (Galater 4, 4-7) 24. Dezember 2007, Erster Weihnachtstag

LiebeChristbaumkugel Gemeinde,

die Christbaumkugel feiert heuer ihren 160. Geburtstag. Im thüringischen Glasbläser-Dorf Lauscha wurde sie sozusagen erfunden. Die Legende erzählt, dass ein armer Glasbläser zu wenig Geld hatte, um seinen Weihnachtsbaum mit Äpfeln und Walnüssen zu schmücken. Mit glitzernder Gold- oder Silberfolie hatte man sie damals eingewickelt. Aber dazu fehlten dem armen Mann die Mittel. So machte er aus der Not eine Tugend und blies kleine Glaskugeln, die er dann durch eine Bleibeschichtung an der Innenseite silbern glänzend machte. ich will weiterlesen

Predigt: Von der Kunst, dem Anderen unangenehme Wahrheiten zu sagen (Galater 6, 1-4) Kirchweihsonntag, 30. Oktober 2005

Predigttext: Gal 6, 1-4:
1 Liebe Brüder,  wenn ein Mensch etwa von einer Verfehlung ereilt wird, so helft ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist, ihr, die ihr geistlich seid; und sieh auf dich selbst, dass du nicht auch versucht werdest. 2 Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.3 Denn wenn jemand meint, er sei etwas, obwohl er doch nichts ist, der betrügt sich selbst. 4 Ein jeder aber  prüfe sein eigenes Werk; und dann wird er seinen Ruhm bei sich selbst haben und nicht gegenüber einem andern.

Liebe Gemeinde,
an die “lieben Brüder” schreibt der Apostel Paulus. – Die Schwestern müssen wir uns mal wieder selbst dazudenken. Ich gehe aber davon aus, dass er auch an sie gedacht hat, wenn er hier an die Gemeinde in Galatien – einem Teil der heutigen Türkei – schreibt. Schließlich hat er gerade auch den Frauen in den Gemeinden viel zu verdanken. Und oft genug grüßt er sie ja an den Enden seiner Briefe persönlich mit Namen. Von daher könnte man wohl auch ganz gut “Geschwister” übersetzen. ich will weiterlesen

Predigt: Wenn Rechtfertigung eine Beziehung prägt (Galater 3, 1-5) Pfingstsonntag, 19. Mai 2002

Liebe Gemeinde,

ich möchte Ihnen von einer jungen Liebe erzählen: das frisch verheiratete Paar nenne ich einfach einmal Sabine und Martin. Beide haben sich vorgenommenen, ein Leben lang zusammen zu bleiben und den anderen liebevoll zu begegnen und dem anderen niemals weh tun zu wollen. „Wir wollen nichts falsch machen.“
Es lief über einige Monate ganz hervorragend – ein echtes Traumpaar – kein Streit, kein böses Wort, alles wunderbar. Bis dieser Tag kam, an dem Martin etwas schlecht gelaunt von der Arbeit heim kam. Sabine hatte Geschnetzeltes mit Reis gekocht. Martin sagte nicht, was ihn den Tag über geärgert hatte, er wollte seine Liebste nicht damit belasten. Stattdessen  stocherte er lustlos im Abendessen herum. Sabine fragte „was ist los?“. Aber als Antwort kam nur ein kurzes Knurren.
Am nächsten Morgen, als Martin ins Büro gegangen war, setzte sich Sabine an den Küchentisch und schlug ein kleines Heftchen auf. „Kein Geschnetzeltes mit Reis kochen, das mag Martin nicht“, das war der erste Eintrag in ihr Merkheft für eine gute Ehe..
Ja – Sabine meinte es sehr sehr gut mit ihrem Mann. Auf keinen Fall wollte sie ihn ärgern oder verletzten. Alles wollte sie so tun wie es ihm gefällt. ich will weiterlesen

Predigt: Paulus und meine Aktien beim lieben Gott (Galater 5, 1-6) 5. November 2000, Reformationstag

Liebe Gemeinde,

Er sitzt noch immer an seinem Schreibtisch. Es ist inzwischen dunkel geworden. Zwei Öllampen spenden eher schlecht als recht einen schwachen Schimmer. In seiner rechten Hand die Schreibfeder. Die Tinte an ihrer Spitze ist schon wieder eingetrocknet.
Paulus, der Apostel, grübelt schwermütig: Warum? Warum lassen sie sich nur so leicht von anderen Leuten im Glauben irre machen? Damals, als er die Christen in Galatien verließ, hatte er ein gutes Gefühl gehabt. Diese Frauen und Männer in Kleinasien hatten verstanden, worum es beim christlichen Glauben ging. Sie hatten sich taufen lassen. Einige besonders Fähige unter ihnen hatte er gebeten, als Gemeindeälteste für die Einheit der Gemeinde zu sorgen, und das Evangelium weiter zu verkündigen. So hatte er es bei fast allen seiner neu gegründeten Gemeinden gemacht. ich will weiterlesen