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Predigt: Wie soll ich dich empfangen? (Liedpredigt zum EG 11) 3. Advent, 11. Dezember 2016

Das 20161210_121637_richtonehdralte Lied von Paul Gerhard ist ein sehr persönliches und sehr hoffnungsstiftendes Lied, das zufällig gut zum Advent passt. Vor 14 Jahren habe ich schon mal drüber gepredigt; jetzt gibts eine Neuauflage.

Verse 1+2
1. Wie soll ich dich empfangen und wie begegn ich dir,
o aller Welt Verlangen, o meiner Seelen Zier?
O Jesu, Jesu, setze mir selbst die Fackel bei,
damit, was dich ergötze, mir kund und wissend sei.
2. Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin,
und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn.
Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis
und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß.

Liebe Gemeinde,
wenn wir hohen Besuch empfangen, dann rollen wir einen roten Teppich aus. So kennen wir das aus dem Fernsehen, wenn Politiker oder Stars willkommen geheißen werden. Den roten Teppich nimmt man nur dann, wenn ein ganz besonderer Gast sich angemeldet hat. Für die übrigen Leute tut es die üblichen Auslegware.
Wir haben Advent – auf deutsch: die Ankunft Gottes.
Welchen Teppich sollen wir denn für die Ankunft Gottes ausrollen? Welcher ist da passend? Diese Frage stellt sich unser Lied, das wir eben gesungen haben, schon in der ersten Zeile. ”Wie soll ich dich empfangen und wie begegn ich dir” – welcher Teppich heißt Gott passend willkommen? ich will weiterlesen

Predigt: „Freuet Euch” auch, wenns gerade nicht danach ausschaut! (Philipper 4,4-7) 4. Advent, 21. Dezember 2014

advent4Paulus verströmt mit seinen Zeilen Hoffnung und Zuversicht, obwohl er gerade selbst in einer sehr bedrängenden Situation steckt. Wie bekommen wir Weihnachtsfreude und die Nachrichten von IS und brennenden Asylunterkünften in Vorra zusammen? Predigt von zwei Welten, die vielleicht deshalb zusammengehören, weil sie scheinbar nichts gemeinsam haben.

 

Freuet euch in dem Herrn allewege,
    und abermals sage ich: Freuet euch!
Eure Güte lasst kund sein allen Menschen!
Der Herr ist nahe!
Sorgt euch um nichts,
    sondern in allen Dingen lasst eure Bitten
    in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!
Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft,
    bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.
Philipper 4,4-7

Liebe Gemeinde,
manche Predigttexte sind so schön, die würden sich sogar als Sinnspruch für eine Weihnachtskarte eignen. Denn hier finde ich Worte und Gedanken, die Mut machen, die auf das Gute hinweisen, die manche dunkle Sorgen-Wolke wegpusten: ich will weiterlesen

Predigt: Im Buswartehäuschen an SEINER breiten Straße (Jes 40, 1-8) 16. Dezember 2012, 3. Advent

Awartehaueschendventspredigt zu Jesaja 40, 1-8: Wenn Menschen auf Gottes Ankunft warten

Predigttext:
Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott.
2 Redet mit Jerusalem freundlich und predigt ihr, dass ihre Knechtschaft ein Ende hat, dass ihre Schuld vergeben ist; denn sie hat doppelte Strafe empfangen von der Hand des HERRN für alle ihre Sünden.
3 Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem HERRN den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott!
4 Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist, soll eben werden;
5 denn die Herrlichkeit des HERRN soll offenbart werden, und alles Fleisch miteinander wird es sehen; denn des HERRN Mund hat’s geredet.

ich will weiterlesen

Endlich Weihnachtsartikel im Angebot …

Heute habe ich sie beim ALDI gesehen: Die ersten Weihnachtsleckereien des Saison.

Geschätzete 5 Quadratmeter Lebkuchen, Spekulatius, Nugatbarren.

Es war ja auch dringend notwendig: Es sind ja nur noch 97 Tage bis zum Heiligen Abend – da muss man sich sputen. Wahrscheinlich werden ab dem Ersten Advent die Süßwaren rationiert und sind nur noch auf Lebensmttelmarke zu bekommen. Darum sollte der kluge Mann vorbauen und schon im September zuschlagen.

Moment, wenn man die 97 Tage frist generell einhalten will, müssten dann sie ersten Schokoladenosterhasen noch während der Weihnachtsferien in die Regale hoppeln. Na denn, viel Spaß!

Predigt: Warten auf Rettung (Lied EG 20: Das Volk, das noch im Finstern wandelt) 2. Dezember 2007, 1. Advent 2007

Liebe Gemeinde,

Das Volk, das noch im Finstern wandelt, bald sieht es Licht, ein großes Licht. Heb in den Himmel dein Gesicht und steh und lausche, weil Gott handelt.
Die ihr noch wohnt im Tal der Tränen, wo Tod den schwarzen Schatten wirft: Schon hört ihr Gottes Schritt, ihr dürft euch jetzt nicht mehr verlassen wähnen. (EG 20, Verse 1+2)

Das haben wir eben gesungen. Kann man das auch erleben?

 Im Dunkel auf die Schritte des Befreiers warten

Ich denke da an Old Shatterhand…
Es war Nacht – fast stockfinster – nur eine dünne Mondsichel ließ schemenhaft das Lager der Kiowa-Indianer erkennen. Mit den Händen an den Rücken war er an deren Marterpfahl gefesselt. Sie hatten ihn vor vier Tagen gefangen genommen und hielten ihn für einen Verräter, und machten ihn für den Tod des Häuptlingssohnes verantwortlich. Er ahnte, dass seine Hinrichtung nur ein Frage der Zeit war. Vergeblich hatte er versucht, sich zu befreien, doch die Stricke, mit denen er an den Marterpfahl gebunden war, konnte er nicht zerreißen. So stand er da, das Holz des Pfahls im Rücken, und hob den Kopf. Er starrte in die Finsternis. Versuchte, etwas in der Dunkelheit zu erkennen. Hielt manchmal den Atem an, um in die Stille der Nacht hineinzulauschen. Da hörte er hinter sich ein Geräusch. Den Ruf eines Käuzchens … oder war es vielleicht doch …. ich will weiterlesen

Predigt: Weihnachtsfreude: Wunschlos glücklich? (Szene und Erzählung) 18. Dezember 2005

Gemeinsamer Gottesdienst von Pfarern aus 7 Pfarreien im Dekanat Uffenheim
An diesem Gottesdienstentwurf haben mitgeschrieben:
Pfr. Jürgen Blum, Lipprichhausen
Pfr. Helmut Spaeth, Wallmersbach
Pfr. Alexander Seidel, Gollhofen

Anspiel (zweiteilig)

Szene 1: Ehekrach

Engel (E): „Freuet euch, denn der Herr ist nahe…“

Geht auf ein Ehepaar zu, das gerade dabei ist, Weihnachtsvorbereitungen zu organisieren.  Sie steht auf der Empore und räumt auf. Er betritt den Kirchenraum und geht pfeifend zu seiner Frau. ich will weiterlesen

Spielszene und Predigt : Lebendiges Wasser (Johannes 7, 37-55: Die Frau am Jakobsbrunnen) 19. Dezember 2004

Erarbeitet von den Pfarrern des westlichen Dekanats Uffenheim (Jürgen Blum, Helmut Spaeth, Alexander Seidel)

Vorspiel:  Schauspiel um zwei Frauen am Brunnen

Zwei Frauen treten auf; beide tragen gefüllte Wasserkanister;

A:      Ach hallo, du bist auch da. Mensch wir haben uns lange nicht mehr gesehen!
Jetzt im Winter kommen wir gar nicht zusammen.
Mensch. Da muss erst so etwas passieren, dass wir uns sehen.
B:    Ja auch Hallo. Und holst Du dir auch das nötigste Wasser?
A:      Ich hoffe ja, dass mein Mann später mit dem Traktor und dem Wassertank in Uffni noch mehr holen kann. Mit dem bisschen was ich mir da abgeholt habe,     kann ich lediglich mein Mittagessen kochen und abspülen. Nein. Das ist zu wenig für uns. Wir brauchen schon noch einiges. Außerdem weiß ja keiner, wie lange die Reparatur dauern wird. Da ist es gut etwas mehr Wasser zu haben. ich will weiterlesen

Predigt: Unerschrocken aufs Ende zugehen (Matthäus 24, 1-14) Predigt zur Installation,4. Dezember 2004

Unser Predigttext für den heutigen Sonntag steht bei Matthäus im 24 Kapitel:

Und Jesus ging aus dem Tempel fort, und seine Jünger traten zu ihm und zeigten ihm die Gebäude des Tempels.
2 Er aber sprach zu ihnen: Seht ihr nicht das alles? Wahrlich, ich sage euch:  Es wird hier nicht ein Stein auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde.
Und als er auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger zu ihm und sprachen, als sie allein waren: Sage uns, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der Welt?
4 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Seht zu, daß euch nicht jemand verführe.
5 Denn es werden viele  kommen unter meinem Namen und sagen:  Ich bin der Christus, und sie werden viele verführen. ich will weiterlesen

Predigt: Oh Heiland reiß die Himmel auf (Liedpredigt zu EG 7) 30. November 2003, 1. Advent 2003

Liebe Gemeinde

Üblicherweise verbinden wir Lieder mit Personen. Bei „über den Wolken“ fällt mir Reinhard Mey ein, bei „aber bitte mit Sahne“ weiß ich, dass es Udo Jürgens gesungen hat; und wenn mir jemand „wind of Change“ vorspielt, weiß ich, dass es von den Scorpions ist und kann auch damit verbinden, dass das Lied angesichts der Umwälzungen in der Sowjetunion hin zu Demokratie und Offenheit verfasst wurde.
Beeindruckende Lieder haben oft ein Ereignis im Hintergrund, oder sie spiegeln ihre damalige Zeit wieder.

Ich möchte mit ihnen heute ein Adventslied aus dem Gesangbuch näher ansehen: „O Heiland reiß die Himmel auf.“ Friedrich Spee hat es verfasst. Wer war dieser Friedrich Spee?
Er lebte vor über 400 Jahren. War Sohn eines adligen Amtmannes in Kaiserswerth bei Düsseldorf. Im Alter von 19 Jahres entschied er sich für das Leben als katholischer Mönch, trat 1610 als Novize beim Jesuitenorden in Trier ein. Er studierte, lebte dabei eine kurze Zeit auch in unserer Nähe – in Würzburg. Er wurde zum Priester geweiht, und war später als Seelsorger und Theologieprofessor in Paderborn, Köln und Trier tätig. ich will weiterlesen