• Werbung

Radioandachten auf Charivari 98,6 im Juni 2014

Montag: Abstandswarner
Dienstag: Etiketten ablösen
Mittwoch: Elektriker vor dem Herrn
Donnerstag: Die Erdbeere
Freitag: Spurensicherung
Samstag: Trinker oder Tunker

Montag: Abstandswarner

Guten Morgen,
die Abstandswarner am Auto sind ja wirklich Gold wert. Wenn ich mich in eine Parklücke hineinmanövriere, warnen sie mich mit hektischem Piepsen davor, dass ich der Stoßstange des anderen Autos zu nahe komme.
Es gibt Menschen, denen würde ich auch gerne einen Abstandswarner einbauen. Denn die haben keine Skrupel, mir beim email-schreiben über die Schulter zu schauen, die haben kein Gespür dafür, dass sie gerade in ein sehr persönliches Gespräch hineinplatzen … irgendwie fehlt ihnen der Sensor dafür, wieviel Distanz der Freund oder Kollege braucht, um sich wohl zu fühlen. ich will weiterlesen

Predigt: Der Kelch steht herum (Symbolpredigt) 5. April 2012, Gründonnerstag

gruendonnerstag12Gründonnerstag: Gedanken zum Kelch bei Jesu letzten Abendmahl. Ein Gang durch die Jahrhunderte.

Szene 1 in Jerusalem

Ein Kelch steht herum! – Einsam in diesem Zimmer im ersten Stock eines Hauses in Jerusalem. 13 Männer haben daraus getrunken. Außerdem Brot gegessen, auch Lammfleisch. Es war schließlich Passahfest.
Und jetzt sind sie weg. Unerwartet schnell waren sie aufgebrochen – die 12 Männer mit ihrem Meister, in Richtung der östlichen Stattmauer, da wo der Garten Gethsemane liegt.

Die Frau des Hauses räumt die liegengeblieben Reste weg. Ein paar Stückchen Brot, einige Knochen vom Lamm. Jedes Jahr zum Passahfest stellen sie ihren oberen Raum für Pilger, die in Jerusalem feiern wollen zur Verfügung. Das Geld, das sie dafür kassiert, kann sie gut gebrauchen. ich will weiterlesen

Predigt: Das Sakramentshaus von Gollhofen: „Abendmahl hinter Gittern?” (Symbolpredigt) 21. April 2011, Gründonnerstag

Psakramentshausredigt zum Gründonnerstag mit Blick auf das Gollhöfer  Sakramentshäuschen aus dem Jahr 1517.

Liebe Gemeinde,
im Jahr 1517 wurde es in die damals noch recht neue und „leere” Kirche von Gollhofen eingebaut: Unser Sakramentshäuschen. Denn hier vorne stand im sonst leeren Raum nur ein kleiner Altar mit zwei Bilder-Flügeln.
Hans Has hat dieses Häuschen gestiftet – Die Inschrift an der Seite beinhaltet sein Wappen, nämlich einen Hasen, seinen Namen und eine nicht entzifferbare Formulierung. Möglicherweise war Hans Has damals Bürgermeister.

Die Geschichte des „Sakramentshäuschens”

Das Sakramentshäuschen ist ein kleines gotisches Schlösschen geworden. Etliche Meter hoch, mit vielen Ornamenten, Türmchen und Spitzen. Es war sicher aufwändig herzustellen und zu stabilisieren. Aber es sollte so sein – schließlich ging es nicht um irgendein Möbelstück im Gotteshaus. Das Sakramentshäuschen sollte die geweihten Hostien beherbergen. Den Leib Christi. Für diesen wertvollen Schatz wollte man auch eine würdige Wohnung bereitstellen. Schon in den Jahrzehnten vorher waren Sakramentshäuschen in ganz Deutschland in Mode gekommen. ich will weiterlesen