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Kirchliches „PRISM“ macht manchmal Fehler

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Liebes Amt für Gemeindedienst,
lieber mitlesender kirchlicher Geheimdienst,

wie es den Anschein hat, benutzt du das kirchliche Spionageprogramm PRISM, um das Wohlergehen kirchlicher Mitarbeitender sicher zu stellen. (Jetzt erschließt sich mir endlich auch die Pflicht, unsre Emails und Internetaktivitäten über das VPN der Landeskirche abzuwickeln.)
Jedoch ist dir beim Aufarbeiten der Informationen der vergangenen Woche ein kleiner Fehler unterlaufen! Bei der chirurgischen Entfernung meines wurmartigem Fortsatzes unterhalb der Gürtellinie  war etwas Anderes gemeint, als du beim automatisierten Googeln vermutet hast.
Mein Blinddarm ist weg – alles andere ist noch da!
Deshalb bitte ich dich darum, davon Abstand zu nehmen, mich nun mit „Pfarrerin“ anzuschreiben.

Mit freundlichen Grüßen
Dein Alexander

P.S.: Zur Feinjustierung (warum taucht dieses bescheuerte Wort inzwischen so oft in kirchlichen Stabsstellentexten auf?) deiner Software empfehle ich ein Gespräch mit meinen Frauen im Pfarrhaus. Sie werden dir gerne erläuern, dass zum Frausein nicht das Fehlen eines Wurmfortsatzes, sondern der Ausstattung mit vielem gehört, was wir Männer sowieso nie verstehen werden.

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