Symbolpredigt: Meine inneren Akkus – 18. Februar 2018

Nicht nur das Smartphone hat einen Akku. Auch wir Menschen haben innere Energiereserven, die gepflegt und aufgeladen werde wollen. Die Predigt schaut darauf, wie Jesu mit seinen  Akkus umgegangen ist, betrachtet Lade-Stationen und den Memory-Effekt.

 

Liebe Gemeinde,

überall haben wir sie: Akkus! Wiederaufladbare Batterien. Im Smartphone, unter der Motorhaube, im elektrischen Rasierapparat. Viele Menschen bestücken auch ihre Elektrogeräte oder Spielzeuge mit aufladbaren Batterien: Von der Taschenlampe bis zur Fernsteuerung – auch mein Funkmikrofon hier hat zwei Akkus drin. Heute werden die hoffentlich noch durchhalten, dann nehme ich sie mit nach Hause und lege sie ins Ladegerät. Nach ein paar Stunden sind sie dann wieder voll und einsatzbereit. ich will weiterlesen

Predigt: Der Stachel im Fleisch, den ich nicht will, aber manchmal brauche (2. Korinther 12, 5-10) 4. Februar 2018

Der „Stachel im Fleisch“ macht uns oft genug fix und fertig. Er raubt Energie und Lebensfreude. Mit Paulus schauen wir, was da gespielt wird, und wozu der vermaledeite Stachel gut sein soll. Die Predigt zu diesen Motiv konzentriert sich auf die Verse 5-10 (der offizielle Predigttext ist wesentlich umfangreicher) und verwendet den Text der revidierten Fassung der Lutherbibel, die den Satz „denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“ neu fasst: „denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit“. À propos Sprache: Als Franke verwende ich für den Stachel hier häufiger den Beriff Spreißel.

Der Spreißel in der Haut
Schnell ist es passiert: Irgendwo gleitet man mit seiner Hand an einem rauen Stück Holz entlang und schon … Aua … ist ein Spreißel in der Haut gelandet.
Manchmal merkt man das gar nicht gleich, aber irgendwann geht es los: Es piekst, vor allem dann, wenn man die Stelle berührt. Der Schmerz wird eher stärker als schwächer. Man versucht mit allen möglichen Mitteln, dieses blöde Stückchen Holz aus der Haut zu entfernen. Man saugt, lutscht, puhlt daran herum.
Manchmal will das einfach nicht gelingen. Man gibt auf, hofft, dass der Schmerz von alleine nachlässt. Aber nein! Das Gewebe drumherum entzündet sich, wird rot. Nachts pulsiert die Stelle schmerzhaft, man denkt nur noch an diesen vermaledeiten Spreißel – man hat zu nichts mehr Lust. Das innere Zufriedenheitsbarometer rauscht in den Keller. Wenn das bloß irgendwie bald aufhören würde! ich will weiterlesen

Predigt: Herrlichkeit und Nähe (Offenbarung 1, 9-18) 21. Januar 2018

Die Vision des Johannes malt mit befremdlich-wuchtigen Bildern Christus als den erhabenen Weltherrscher. Und doch enthält diese Szene einen wichtigen Moment der Nähe und Zärtlichkeit.

Liebe Gemeinde,

darf ich Sie heute auf eine Reise mitnehmen?
Zunächst dorthin, wo der heutige Bibeltext entstand: Auf die Insel Patmos in der Ägäis. Rhodos ist gar nicht so weit weg.

PATMOS
Da sitzt Johannes, der Verfasser des letzen biblischen Buchs, der Offenbarung. Er wohnt da unfreiwillig; man hat ihn dorthin abserviert – weg aus Kleinasien, wo er als christlicher Prediger den römischen Landesherren lästig geworden war.
Nicht nur ihm hat man übel mitgespielt. Auch für die wachsende christliche Gemeinde wurde ums Jahr 90 vieles schwieriger. Ablehnung, Kritik, Verfolgung.

Johannes predigte von Jesus als Herrn der Welt und erlebte gleichzeitig, dass die Römer das Sagen hatten. Ich denke, ihm werden da so manche Fragen durch den Kopf gegangen sein.
Und da passiert etwas, was Johannes schwer in Worte fassen kann. Aber doch hat er es aufgeschrieben.
Und nun meine Bitte: Trauen Sie sich und lassen Sie das, was Sie als Predigttext hören, vor Ihrem inneren Auge auch einmal entstehen.
Ein bisschen Kopfkino- Auch wenn es da vielleicht ein paar seltsame Bilder ergibt. ich will weiterlesen