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Anspiel als Verkündigung zur Europameisterschaft 2016: Solange Gott unser Spiel nicht abpfeift, haben wir Hoffnung (26. Juni 2016)

Zueuro16d unserem Gottesdienst im Grünen (auf einem Fußballplatz) greifen zwei Spielszenen unterschiedliche Themen auf: Zum Ersten die Frage, wie wir unsere Kirchen-Mannschaft aufstelln. Zum Zweiten die Hoffnung, die wir als Christen gerade auch in schwierigen Situationen nicht nicht aufgeben wollen.

Besetzung ( Bei uns war es eine Frauen-Fußball-Mannschaft):
Pfarrer
Trainer
Lena: Torhüterin mit verletztem Finger (in Szene 1)
Angie: Schiedsrichterin mit verlorener Brille (in Szene 1)
Selin: Sensibel-ehrgeizige Spielerin (in Szene 2)

euro16aSzene 1: Jeder wird gebraucht – und auf der Ersatzbank ist auch noch Platz
Alle treffen sich, wollen mit den Spielen anfangen.

Trainer: So … schön, dass ihr jetzt auch endlich da seid. Die anderen haben sich schon warmgemacht. Du, Lena gehst wieder ins Tor, dich Angie  brauche ich heute beim Trainigsspiel als Schiedsrichterin.

Lena:  Das kannste vergessen! ich will weiterlesen

Predigt: Ein Reisegutschein von Gott (Titus 3,4-7) 1. Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember 2015

Eigentlichgutschein kommt der Tit 3,4-7  nicht besonders weihnachtlich daher. Eher sperrig: In einen (!) Satz mit 66 Wörtern hat Paulus hineingestopft, was uns durch Jesus geschenkt wurde. Im Bild des wertvollen, aber nicht ganz einfach einlösbaren Geschenkgutscheins entfaltet diese Predigt die Gedanken des Textes.

Predigttext: Titus 3, 4-7
Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, machte er uns selig – nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit – durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist, den er über uns reichlich ausgegossen hat durch Jesus Christus, unsern Heiland, damit wir, durch dessen Gnade gerecht geworden, Erben des ewigen Lebens würden nach unsrer Hoffnung.

Geschenke, vor denen man Respekt hat
Liebe Gemeinde,
lag bei Ihnen gestern auch ein Geschenkgutschein unterm Weihnachtsbaum? Diese Form des Geschenks findet ja immer mehr Anhänger – zumindest bei denen, die diese Gutscheine verschenken.
Bei den Empfängern sieht da manchmal ganz anders aus: Da öffnet man gespannt den schön verzierten Umschlag und es fällt einem ein aufwendig gemachter Gutschein in Form einer mehrseitigen Broschüre entgegen: Dein Weihnachtsgeschenk, um das deine Lieben schon länger ein Riesengeheimnis gemacht haben, ist eine dreiwöchige Reise durch die Anden Ecuadors. Vierzehn Tage Rucksack-Wandern und Klettern im Hochgebirge, auf abenteuerlichen uralten Inka-Pfaden, Schluchten mit unvergesslichem Panorama. Das Ganze geleitet von einem bekannten Experten in Sachen Survival. Begegnungen mit der dortigen Bevölkerung, und übernachten unter freiem Himmel. Und dann noch eine Woche Meditationsworkshop in einem Kloster in der Hauptstadt Quito.
Phantastisch – oder? ich will weiterlesen

Predigt: Der kleine Dorn stach zu und setzte die Welt in Bewegung (Predigt zu den neuen violetten Paramenten der Hugenottenkirche) 6. Dezember 2015

paramentwhdv4Predigt zu den neuen violetten Paramenten in unserer Wilhelmsdorfer Hugenottenkirche. Im Gottesdienst war auch die Künstlerin Andrea Thema zu Gast, die später selbst zum Entwurf und zur Herstellung der Paramente das Wort ergriff.
Teile der Predigt wurden von verschiedenen Sprechern des Kirchenvorstandes gehalten – wie sie auch die zentralen Gedanken der theologischen Diskussionen innerhalb des Kirchenvorstands wiederspiegeln. Die Gottesdienstbesucher haben zur Predigt die unten abgebildete Bildkarte mit der Gesamtansicht und zwei Detailausschnitten in die Hand bekommen.

A: Einführung zum Motiv: Der Dorn auf violettem Grund

Liebe Gemeinde,
unsere Kirchenvorsteher haben sich schon länger mit dem Gedanken getragen, die Paramente, die seit vielen Jahrzehnten Altar und Kanzel schmücken, durch neue Exemplare zu ersetzen. Denn einigen von ihnen hat der Zahn der Zeit schon mächtig zugesetzt. Und nun haben wir den Schritt zu etwas Neuem gewagt – und hier sehen Sie, das Ergebnis: Unser neues violettes Parament. ich will weiterlesen

Predigt: Umgraben und Düngen um den Baum meines Lebens (Lukas 13, 1-9) Buß- und Bettag, 18. November 2015

(c) contrastwerkstatt/FotoliaIm Predigttext des Buß-und Bettags,  mit dem Hinweis auf das Massaker im Tempel, scheint sich der Anschlag in Paris  wiederzuspiegeln. In dieser Predigt geht der Blick jedoch nicht nach Frankreich, sondern auf Jesu Ruf zum Bedenken der Ausrichtung des eigenen Lebens. Denn wir sind wie ein von Gott geliebter Baum, der nie weiß, wann der Mann mit der Säge kommt.

(Der Predigttext Lk 13, 1-9 wurde schon als Evangelium gelesen)

Fragen über Fragen

Liebe Gemeinde,

die Frage nach dem „warum“ treibt uns Menschen immer wieder um. Gerade wenn Katastrophen, wenn schlimme Ereignisse unser Fühlen und Verstehen überfordern. Im Predigttext für den heutigen Tag geht es um ein blutiges Massaker, beim dem Pilatus im Tempel mehrere Juden umbringen hat lassen. Mitten im Feiern, genau da, wo sie sich eigentlich am sichersten fühlten – da passierte eine Tat, auf die sich die Menschen damals keinen Reim machen konnten. Sie suchten nach Antworten, nach Erklärungen, suchten nach dem Mitverschulden der Opfer, grübelten nach dem Motiven des Täters. ich will weiterlesen

Predigt zum Reformationsfest: Rechtfertigung statt Selbstoptimierung (Römer 3, 21-28) 1. Nov 2015

498 Photographee.eu - Fotolia.comJahre nach dem Thesenanschlag ist die Angst vor der Hölle der Angst vor dem Urteil der anderen Menschen gewichen. „Bin ich in Ordnung, bin ich gut genug?“ Mit dieser Frage geht es auf Röm 3, 21-28 zu.

 

Predigttext  Römer 8, 21-28 (Übersetzung: Hoffnung für alle)
21 Jetzt aber hat Gott uns gezeigt, wie wir vor ihm bestehen können, nämlich unabhängig vom Gesetz. Dies ist sogar schon im Gesetz und bei den Propheten bezeugt.
22 Gott spricht jeden von seiner Schuld frei und nimmt jeden an, der an Jesus Christus glaubt. Nur diese Gerechtigkeit lässt Gott gelten. Denn darin sind die Menschen gleich:
23 Alle sind Sünder und haben nichts aufzuweisen, was Gott gefallen könnte.
24 Aber was sich keiner verdienen kann, schenkt Gott in seiner Güte: Er nimmt uns an, weil Jesus Christus uns erlöst hat. ich will weiterlesen

Predigt: Scheinbar verlieren und doch gewinnen (1. Mose 13, 1-12) 25. Oktober 2015

Die Bild: Fotolia/ RamainErzählung über die Trennung von Abraham und Lot war bisher nicht in den klassischen Predigttextreihen vertreten. Die in der Erprobung befindliche Neuordnung der Texte sieht diesen außerordentlich spannenden Abschnitt nun als Predigttext vor. Es geht um die Frage, ob Abraham um des lieben Friedens willen bereit ist, im Konflikt mit Lot den Kürzeren zu ziehen. Diese Predigt übernimmt Gedanken einer älteren und umfangreicheren Predigt auf: „Wo ziehst du deine Grenzen?„.

Predigttext: Genesis  13,1-12
1So zog Abram herauf aus Ägypten mit seiner Frau und mit allem, was er hatte, und Lot auch mit ihm ins Südland. 2Abram aber war sehr reich an Vieh, Silber und Gold. 3Und er zog immer weiter vom Südland bis nach Bethel, an die Stätte, wo zuerst sein Zelt war, zwischen Bethel und Ai, 4eben an den Ort, wo er früher den Altar errichtet hatte. Dort rief er den Namen des HERRN an. ich will weiterlesen

Predigt: Kirche – Hier ist etwas anders! (1.Mose 28,10-19a) Predigt zur Kirchweih, mit Aktion, 11. Oktober 2015

kerwabrunn2015hellkleinDie Erzählung von Jakobs Himmelsleiter ist die Basis dieser Predigt und zielt auf das Besondere eines Ortes, an dem ich Gott begegne. Zur Kirchweih in diesem Jahr haben wir die Wertschätzung dieses Ortes dadurch ausgedrückt, dass wir am Ende des Gottesdienstes, unsere Kirche umarmt haben: Wir bildeten Hand in Hand einen großen Kreis um die Kirche und schlossen mit einem feierlichen Lied ab. In der Zeitung zuvor wurde die Aktion angekündigt – schließlich ist es je nach Größe der Kirche nicht ganz einfach, diesen Kreis zu schließen.

(Hinweis: Der Predigttext von Jakobs Traum von der Himmelsleiter wurde bereits zuvor als AT-Lesung vorgetragen)
Kirchen, Tempel …  solche Orte, von denen die Leute meinten, dass diese etwas Besonderes wären, und dass man dort regelmäßig vorbeischauen müsste – das war nicht sein Ding.
Das hatte nicht nur damit zu tun, dass er nicht so im klassischen Sinn „fromm“ war. Obwohl – naja, vielleicht gabs da ja doch einen inneren Zusammenhang: Denn er war ja jetzt nicht so der besonders vorbildliche Erdenbürger. Da war einfach zu viel passiert … er war da eben irgendwie jung, dumm und übermütig gewesen, die eigene Mutter spielte da auch keine allzu rühmliche Rolle … jedenfalls diese Story – die ging ihn immer wieder nach und ließ ihn einfach nicht los. ich will weiterlesen

Predigt: Geben wirkt doppelt und dreifach (2. Korinther 9, 6-15) Erntedank, 4. Oktober 2015

Erntedank2015Neben den Dank für die Ernte stellt der Predigttext den Aufruf zum fröhlichen und großzügigen Geben. Diese Predigt versucht die Facetten der Wirkung vom Teilen unt Weitergeben zu entfalten. In diesem Erntdenk-Gottesdienst wird auch der neue Präparandenkurs vorgestellt, darum werden die Präparanden extra angesprochen.

Liebe Präparanden, liebe Eltern, liebe Gemeinde,

es ist nicht zu übersehen: Wir feiern heute das Erntedankfest. Die Frauen vom Obst- und Gartenbauverein in Weilhelmsdorf und die Entedank-Mannschaft in Brunn haben hier mit viel Kreativität die Kirche geschmückt und die Gaben, die die Menschen hierhergebracht haben, schön zusammenkomponiert, dass es wunderbar aussieht.
Wir feiern die Ernte, die relativ gut ausgefallen ist. Trotz mancher Verluste, die uns die anhaltende Trockenheit beschert hat. Es ist viel zusammengekommen an dem, was wir draußen ernten konnten, was die Landwirtschaft produzieren konnte. Und auch die Früchte unserer täglichen Arbeit, wollen wir heute nicht vergessen. Die Ergebnisse unserer Mühen am Arbeitsplatz oder in der Schule. Heute schauen wir auf all das, was da so alles an Gutem im letzten Jahr zusammengekommen ist. – Und es ist viel, was unser Leben innerhalb von 12 Monaten anfüllt! ich will weiterlesen

Predigt: Wie zerbrochene Muscheln (Symbolpredigt mit Muschelbruchstücken) 13. September 2015

muschelquadratAlle Gottesdienstbesucher erhalten je eine Muschelschale, die jedoch zerbrochen ist. In der Predigt geht es um die Bruchstücke unseres Lebens. Wie gehen wir mit unserer eigenen Unvollkommenheit um, und wie reagieren wir auf die Macken und Kanten unseres Nächsten?  (Hinweise zur Praxis am Ende der Seite)

Liebe Gemeinde,
ich habe Ihnen etwas aus dem Urlaub mitgebracht. Das macht man ja so, dass man den Lieben daheim etwas mitbringt. Es sind Muscheln aus dem Mittelmeer, jede und jeder von Ihnen hat nun eine davon in der Hand.  Schön! Gell?
Oder sind Sie vielleicht etwas skeptisch? Weil da etwas nicht stimmt? Haben Sie auch so eine kaputte Muschel erwischt? Wo was fehlt, wo etwas abgebrochen ist? Das ist ja blöd! Also … mit einer schönen Muschel ohne Macke könnte man ja etwas anfangen, da hätte jeder von uns eine Idee. Aber so kaputt, zerbrochen … da fällt einem so schnell nichts ein. ich will weiterlesen

Predigt: Geist oder Natur? (Galater 5, 16ff) 21. Juni 2015

druidenhainIn Galater 5 spricht Paulus davon, dass in uns der Geist Gottes und die Bestrebungen der menschlichen Natur immer wieder im Widerstreit liegen.  So versucht diese Predigt die „Früchte des Geistes“ und die der menschlichen Natur ohne Schwarzweißmalerei zu beleuchten.

 

Predigttext:
Lasst den Geist Gottes euer Verhalten bestimmen, dann werdet ihr nicht mehr den Begierden eurer eigenen Natur nachgeben. Denn die menschliche Natur richtet sich mit ihrem Begehren gegen den Geist Gottes, und der Geist Gottes richtet sich mit seinem Begehren gegen die menschliche Natur. Die beiden liegen im Streit miteinander, und jede Seite will verhindern, dass ihr das tut, wozu die andere Seite euch drängt. (…)
ich will weiterlesen