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Predigt: Die enge Pforte und der breite Weg (Matthäus 7,13-14, Bild-Predigt) 27. Februar 2011

Jzwei_wegeesus sagt: “Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt”. Da klingt nach einer kniffligen Predigt.

Liebe Gemeinde,
bei der Aktion „Pfarrer sag mal” landete auch die ein oder andere Bibelstelle in der Kiste. Warum auch nicht? Mit biblischen Texten kann man durchaus seine Schwierigkeiten haben. Noch dazu, wenn sie nie als Predigthema auftauchen.
Der Vers, um den es geht, ist offiziell das Evangelium zum Konfirmationsfest. Also müssten wir es einmal im Jahr in der Lesung hören und alle 6 Jahre würde drüber gepredigt. Aber am Konfirmationsfest gehen die Uhren eben anders, darum ist Mt 7,13 eher sehr sehr selten auf der Kanzel zu hören.

Zum Beispiel heute:  Matthäus 7,13-14 Jesus spricht in der Bergpredigt: 13 Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind’s, die auf ihm hineingehen. 14 Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind’s, die ihn finden! ich will weiterlesen

Predigt: Das „Richtig oder Falsch-Spiel”: Dürfen schwule Pfarrer ist Pfarrhaus? 20. Februar 2011

Bei pfarrersagmalder Aktion „Pfarrer sag mal“, bei der Gemeindeglieder Themen für die Predigt wünschten, kam als erste Frage: „Dürfen schwule Pfarrer ist Pfarrhaus?“

Liebe Gemeinde,
sie haben mich wirklich überrascht. Das, was in dieser „Pfarrer, sag mal”-Kiste lag war alles andere als läppisch. Nehmen wir den aktuell größten Aufreger innerhalb der evangelischen Kirche: Die homosexuellen Pfarrer oder lesbischen Pfarrerinnen, die im Pfarrhaus mit ihrem Lebenspartner  zusammenleben möchten. Unsere Kirchenleitung hat beschlossen, dass das möglich ist, wenn Kirchenvorstand, Dekan, Regionalbischof und Landeskirchenrat zustimmen. Nun wird seitdem darüber diskutiert. Auch gestern auf der Dekanatssynode in Uffenheim wars ein Thema. ich will weiterlesen

Predigt: Baustelle Gemeinde (Themenpredigt zum Sommerfest) 20. Juni 2010

„Mitbaustelle2010 unsern Plänen und Ideen bauen wir die Welt
in der wir miteinander leben, wie es Gott gefällt.
Alle sind am Bau beteiligt, heute, jeden Tag,
komm bau mit an unsrer Welt, wie in dieser Stadt.”

Es wird gebaut in Gollhofen

Liebe Gemeinde,
eine Baustelle gibts bei uns im Dorf eigentlich immer irgendwo. Es wird gebaggert, gebuddelt, eingerüstet, abgerisen, aufgerissen … das volle Programm. Nicht bloß jeder für sich, auch auf der Ebene der Dorfgemeinschaft wurde gebaut und wird gebaut:
Die Kinderkrippe ist im Herbst entstanden, zuvor wurde das Gemeindehaus renoviert, im Friedhof die Urnenanlage angelegt, das neue Baugebiet wird ausgewiesen, ein neuer Spielplatz hier am Sportplatz ist ihn Planung. Einige potentiell leerstehende Häuser haben wieder Bewohner gefunden.  Im Industriegebiet geht auch immer irgendwas.
Das hat schon seinen Charme, die Bewegung, die in Gollhofen drinsteckt. Dass wir hier keinen Stillstand haben, sondern immer ein bisserl was geht.
Denn wo sich nichts tut, da droht Verfall. Denn Nichtstun – das kann man an Häusern genauso erleben wie am eigenen Körper, an einer Gemeinschaft oder einer Beziehung – Nichtstun führt dazu, dass der Zahn der Zeit unweigerlich anfängt zu knabbern. Verschleißerscheinungen, Abnutzung – aber auch Gewöhnung und Abstumpfen – das alles droht, wenn sich nichts tut. ich will weiterlesen

Predigt: Was man so alles geschenkt bekommt, 21. Juni 2009

geschenkPredigt: Was man so alles geschenkt bekommt.
Sommerfest der Vereine in Gollhofen mit Geschenkaktion zum 200-jährigen Jubiläum der Bayerischen Landeskirche

Liebe Gemeinde,

wenn meine Patin zu Besuch gekommen ist, war das für mich als kleiner Junge immer ein besonderes Ereignis. Nicht nur, weil es sich nur 2-3 mal im Jahr ereignet hat, sondern weil sie immer ein paar Geschenke dabei hatte. Ein paar Tafeln Schokolade und irgendwas kleines zum Spielen. Manchmal waren es auch nur Werbegeschenke, die ihr Sohn aus der Arbeit mitgebracht hatte. Wackelbilder, die damals ganz was neues waren, oder kleine Plastikfiguren. Ich fand das einfach toll – spannend – immer wieder eine Sensation. ich will weiterlesen

Predigt zum Thema “Entdeckung der Langsamkeit” mit Ausschnitten aus dem gleichnamigen Roman von Sten Nadolny (15. Juni 2008)

Gedanken zum Thema Beschleunigunglangsamkeit

Alles hat seine Zeit, haben wir vorhin gehört. Schön, wenn wir wenigstens für alles Zeit hätten! Aber die haben wir nicht.Oft genug sind wir gehetzt – vom einen Termin zum Anderen.
Unsere Autos fahren immer schneller, die Pizza aus der Tiefkühltruhe ist in 15 Minuten fertig, dank DSL geht das Internetsurfen blitzschnell, das G8 im Gymnasium trichtert unseren Kindern den Stoff in 12 statt 13 Jahren ein … und doch haben wir hinten und vorne zu wenig Zeit. ich will weiterlesen

Predigt: Der Mensch erntet, was er sät … oder? (Themenpredigt zu einem biblischen Sprichwort) 2. September 2007

Liebeerntenwasmansaet Gemeinde,
man erntet, was man sät. Dieser uralte Zusammenhang von Ursache und Wirkung hat auch in der Bibel seine Spuren hinterlassen. Dort nennen ihn die Fachleute den „Tun-Ergehens-Zusammenhang“. Der Name ist dabei Programm: entsprechend meinem Tun wird es mir auch einmal ergehen. Wer Böse handelt, dem wird Böses widerfahren. Der Gerechte wird für sein Handeln belohnt.

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Anspiel und Predigt: “Der lange Atem” (Gottesdienst zum Sommerfest der Gemeinde) 17. Juni 2007

Das Anspiel wurde verfasst, inszeniert und aufgeführt von Petra Keller und Klaus Wagner vom Theaterverein Gollhofen.

Anspiel:

Einleitung: „Der lange Atem” – das ist der Thema für unseren Gottesdienst heute morgen. Gestern beim Straßenlauf war er auch das Thema: Schon den Kids beim Bambilauf versucht man beizubringen, wie wichtig es ist, nicht nur schnell 50 Meter zu rennen, und anschließend schnaufend abzubrechen: Man muss sich seine Strecke einteilen, damit die Puste für die geplanten 500 Meter, 2 Km, oder 5 wenn nicht sogar 10 Kilometer reicht. ich will weiterlesen

Osterpredigt „Was soll der Osterhase in der Kirche?” (Themenpredigt / Symbolpredigt) 8. April 2007

Liebe Gemeinde,
heute darf der Osterhase mal mit in die Kirche. Schließlich gehört er da ja zur allgemeinen Grundausstattung des Osterfestes – Oder?

Jaja, ich weiß schon einige fangen jetzt schon innerlich zu schimpfen an: „Was hat denn der Langlöffel mit unserem christlichen Fest zu tun? Der ist doch ein genauso überflüssiger Kommerzartikel wie der Weihnachtsmann, denn der war auch nie an der Krippe vom Jesuskind gestanden!”
Wenn ich ehrlich bin: Unsere Pfarrerskinder naschen auch Schokoladenosterhasen! Obwohl ich weiß, dass dieser Brauch nicht direkt etwas mit der Auferstehung Jesu zu tun hat. ich will weiterlesen

Predigt: Die Kraft der Symbole, 5. November 2006

Liebe Gemeinde

wir sind umgeben von Symbolen.
Vorne an der Ringstraße zeigt ein auf dem Kopf stehendes Dreieck an, dass wir warten müssen, bis kein anderes Auto kommt. Die drei Streifen auf dem Turnschuh erinnern mich, dass der Hersteller Adidas heißt. Der Totenkopf auf den Spritzmittel warnt den Bauern vor der Giftigkeit dieser Substanz. In der Wirtschaft und im Gemeindehaus signalisieren mir ein H und D wo Männer und Frauen hindürfen, wenn sie mal müssen. – Symbole. ich will weiterlesen

Predigt zum Erntedankfest: Die Kraft der Sonne, 1. Oktober 2006 (Predigt am Solartag in Gollhofen, dem Sieger der Solarbundesliga 2006) 1. Oktober 2006

Erntedankfest: In diesem Sommer hat Gollhofen in der   Solarbundesliga 2006 den ersten Platz errungen. Darum blicken wir hier auf die Sonne als besonderes Geschenk Gottes an uns.

Liebe Gemeinde,

über die Sonne möchte ich heute ein bisschen nachdenken. Sie ist so alltäglich, dass man fast nicht drüber spricht, dass sie da ist.
Außer man hat zu viel von ihr – so wie im Juli dieses Jahres, als sie unser Wetter, unsere Äcker und unsere Häuser aufheizte. Oder man sieht sie gar nicht mehr, weil es dauernd regnet – dann vermisst man sie dann doch irgendwie… ich will weiterlesen