Menschenfischer…

Ich will euch zu Menschenfischern machen

Ob Jesus das so gemeint hat, wie es mir gerade durch den Kopf geht???

Meine Verwaltungsstelle hat mir mitgeteilt, dass Gollhofen im laufenden Jahr etwa 1500 Euro weniger Zuschüsse bekommt, weil wir ein Gemeindeglied zuwenig haben!

499 Gemeindeglieder mit Hauptwohnsitz waren es laut Datenbank am Stichtag. Und weil die magische Grenze von 500 unterschritten wurde, gibts weniger Geld. Soll mir mal einer erklären, weshalb ich wegen einer Seele weniger plötzlich signifikant weniger Personal, Energie und Sachaufwand benötige.

Klar: Ich brauche ein zusätzliches GemeindeMenschenfischer?glied!

  • Vielleicht sollte ich Durchreisende zur Wohnsitznahme überreden?
  • Heimlich die Vehütungmittel der Uffenheimer Apotheken gegen Placebos austauschen?
  • Verstorbene nicht in die Datenbank eingeben und so im Vorgriff aufs ewige Leben datentecnisch weiterexistieren lassen?
  • Meine Hühner taufen und damit in die Gemeinde aufnehmen?

Mal sehen, ich bleibe auf der Jagd … Menschenfischer eben.

Telekom-Service-Überraschung

Wunder gibt es immer wieder:

Heute wollte ich „schnell noch“ die Ergebnisse von Gollhofen sucht das Superlied auf die Gemeindehomepage hochladen, da streikt mein DSL: „Kein DSL verfügbar“ kommentiert mein Router trocken.

Nach allerlei Versuchen am Steckern, Kabeln, Router und Dose ist mir klar: Das Problem liegt bei der Telekom.

Nach 10 Minuten googeln (wie gut, dass ich noch über Analog-Modem eine Notlösung habe) ist mir außerdem klar: Das kann ein Abenteuer werden ….

ABER denn die Überraschung: Kaum habe ich online meine Störungsmeldung abgesetzt, klingelt nach 15 Minuten das Telefon und ein Telekom-Techniker erklärt mir, wo das Problem lag, und dass jetzt alles wieder funktionieren müsste. Und tatsächlich: Alles klappt!

RESPEKT, liebe Telekom für diese Leistung!

„Nicht geschimpft ist genug gelobt“, sagen wir Franken, was aber letztlich immer unsere Wahrnehmung aufs erkennen der Defizite lenkt. Darum hier ein ausdrückliches Lob für eine gute Arbeit.

Ich freue mich ja schließlich auch darüber, wenn man mich für meine Arbeit lobt.

Papa, dein Auge ist ekelig!

„Papa dein Auge ist ekelig,“ mit diesem Kompliment reagiert meine Tochter Verena auf meinen sichtlich angeschlagenen Gesundheitszustand. So ist es halt, wenn böse Bakterien sinnlos walten.

Derweil informiert mich das Radio über die Stellungnahme der Bischofs der EKD, Huber, zur Woche für das Leben:

Er warnt davor, die Gesundheit überzubewerten: Auch Krankheit und Sterben gehören zum Leben dazu.

Eigentlich, ja eigentlich hat er ja recht und ich muss ihmals Theologe vollkommen zustimmen.

Aber, jetzt, wenn man darniederliegt, und sich seine bisherige Schaffenskraft zurücksehnt, ruft dieser dieser Satz dann doch Widerspruch hervor: Ich will gesund werden!!!

Ich merke: Zum Hiob bin ich anscheinend nicht geboren

Leere Kirchenbänke … toller Gottesdienst

Es hat schon eine gewisse Härte, wenn der Gottesdienst um 8:45 Uhr anfängt und noch dazu in der Nacht vorher die Uhr umgestellt wurde. Vielleicht waren darum in Simmershofen gestern nur eine Handvoll Leute in der Kirche.

Und dann mussten die erst mal auf den Pfarrer und den Organisten warten: Wir beide kamen – ohne uns extra dazu verabredet zu haben – tatsächlich erst Schlag Dreiviertel in der Kirche an. Die wenigen Besucher waren sichltlich erreut, uns zu sehen:

Na, wie gehts, steckt Ihnen auch die Zeitumstellung in den Knochen … unsere Kühe tun sich auch schwer und geben schon weniger Milch …. und überhaupt …..

Pfarrer, Organist und Gottesdienstbesucher verratschen die ersten fünf Minuten des Gottesdienstes erst einmal ganz entspannt. Erst dann erklimmt der Organist die Stiegen zu seinem Instrument und ich gehe in die Sakristei.

Die Verspätung holen wir nicht meht ein …. aber dafür habe ich ein bisschen Gottesdienst erlebt, wie ich ihn mir wünsche: Ein echtes Begrüßen, ein wirklicher Dialog, ein für-einander-Zeit-haben.

Vielleicht sollte ich öfter zu spät nach Simmershofen kommen?

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Osterflöckchen statt Osterglöckchen

Heute nach der Osternacht hat mich ein Landwirt an eine alte Bauernregel erinnert:

An Weihnachten Klee, an Ostern Schnee.

Dabei kommt Gollhofen noch recht glimpflich davon: Außer einer kleinen Rutschpartie auf dem Weg zur Osternacht hatten wir keine echten Beeinträchtigungen durch Schneefall.

In anderen Regionen Bayerns ist durchaus damit zu rechnen, dass Pfarrerskollegen qua freudschem Versprecher ihren Gemeindegliedern bei Verabschieden im schneebedeckten Kirchhof ein „frohes Weihnachtsfest“wünschen.

Ostern

Fest des Fisches?

„Wenn die Leute zu Ostern oder Weihnachten Fische oder Gänse vorbestellen, dann besorge ich mir immer einige auf Reserve. Denn manche Leute vergessen es, ihre Fisch vorzubestellen, und wenns dann am Karfreitag keinen gibt, ist die Katastrophe groß.“

Erzählt mir die Inhaberin meines Lieblingsgetränkeladens mit angeschlossenem Geflügel- und Fischverkauf. Es gibt sie also, die Menschen, für die Ostern das Fest des Karpfens, und Weihnachten das Fest der Gans ist. – Mich wundert da bald nichts mehr.

„Ist mit doch wurst, ob Jesus auferstanden ist, Hauptsache der Karpfen bleibt tot im Backofen liegen!“

Da brauch ich ja nur drauf zu warten, dass mir mal ein Konfirmand erklärt, weshalb der Fisch das Zeichen der ersten Christen war: „Wegen dem Karfreitagskarpfen!“ – Der geneigte Leser darf sich bei Bedarf auch „Osterkarpfen“ denken und den genitivtötenden Dativ mit der grammatikalisch korrekten Form ersetzen.

Nichtsdestotrotz werde auch ich am Karfreitag einen typisch fränkischen Karpfen genießen.

karpfen.jpgGuten Appetit: http://www.chefkoch.de/forum/2,19,305338/Karpfen-am-Karfreitag.html

Es geht los! – 2 Tage vor Gründonnerstag

Was haben Pfarrer und Pferde außer dem “P” gemeinsam? Sie sind in ihrem Inneren Fluchttiere.

Vor mir stehen Gottesdienste für Gründonnerstag, Karfreitag, Osternacht, Ostersonntag und Ostermontag.- und was mache ich Pferd? Ich fliehe in die nächste sinnfreie Beschäftigung: Ich eröffne einen eigenen BLOG auf pastors-home.de

Wenn das nur gutgeht!

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