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Predigt zur Jubelkonfirmation: Geh aus mein Herz EG 502 (Liedpredigt) 14. Mai 2017

Predigt zum Konfirmationsjubiläum. Im Lied 502 entdecken wir  das ungestüme Wachstum der Jugend. Wir finden Phasen, in denen wir die Fülle unseres gewachsenen Lebensgartens bestaunen kommen zu den Zeiten, in denen wir uns als tief wurzelnder Baum erleben, der spürt, dass manche alte Äste schon recht brüchig geworden sind.

1. Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben; schau an der schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben, sich ausgeschmücket haben.
2. Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide; Narzissus und die Tulipan, die ziehen sich viel schöner an als Salomonis Seide, als Salomonis Seide.

Liebe Jubilare,
“geh aus mein Herz und suche Freud” – dieses Lied möchte ich heute Morgen mit Ihnen singen und bedenken. In den ersten beiden Versen starten wir hinein in das blühende Leben: Da, wo vor Wochen noch kahle braune Erde war, schießen jetzt Tulpen aus der Erde, das Gras ist kaum zu bremsen, die Bäume werfen ihr grünes Kleid über. Zeitweise explodieren sie förmlich für ein paar Tage voller weißer oder rosa Blüten.
Das Leben macht sich auf den Weg. ich will weiterlesen

Predigt: Wie soll ich dich empfangen? (Liedpredigt zum EG 11) 3. Advent, 11. Dezember 2016

Das 20161210_121637_richtonehdralte Lied von Paul Gerhard ist ein sehr persönliches und sehr hoffnungsstiftendes Lied, das zufällig gut zum Advent passt. Vor 14 Jahren habe ich schon mal drüber gepredigt; jetzt gibts eine Neuauflage.

Verse 1+2
1. Wie soll ich dich empfangen und wie begegn ich dir,
o aller Welt Verlangen, o meiner Seelen Zier?
O Jesu, Jesu, setze mir selbst die Fackel bei,
damit, was dich ergötze, mir kund und wissend sei.
2. Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin,
und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn.
Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis
und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß.

Liebe Gemeinde,
wenn wir hohen Besuch empfangen, dann rollen wir einen roten Teppich aus. So kennen wir das aus dem Fernsehen, wenn Politiker oder Stars willkommen geheißen werden. Den roten Teppich nimmt man nur dann, wenn ein ganz besonderer Gast sich angemeldet hat. Für die übrigen Leute tut es die üblichen Auslegware.
Wir haben Advent – auf deutsch: die Ankunft Gottes.
Welchen Teppich sollen wir denn für die Ankunft Gottes ausrollen? Welcher ist da passend? Diese Frage stellt sich unser Lied, das wir eben gesungen haben, schon in der ersten Zeile. ”Wie soll ich dich empfangen und wie begegn ich dir” – welcher Teppich heißt Gott passend willkommen? ich will weiterlesen

Liedpredigt: Die Gott lieben, werden sein wie die Sonne, 31. Juli 2016

Daansba_juli16s Lied „Die Gott lieben, werden sein wie die Sonne“ von Peter Strauch gehört nicht zu den allerbekanntesten. Es findet sind im „Liederheft für die Gemeinde“ als Nr 059. Noten gibt es beim Verlag SCM zum Download .

Liebe Gemeinde,
“Die Gott lieben, werden sein wie die Sonne, die aufgeht in ihrer Pracht”, zwei Verse dieses eher unbekannten Liedes haben wir gerade gesungen. Mal wieder so ein modernes Lied. Wobei “modern” ja auch relativ ist: Es ist inzwischen 35 Jahre alt und stammt von Peter Strauch, der auch das viel bekanntere “Herr, wir bitten: Komm und segne uns” geschrieben hat.

Ein bisschen ist das auf dem ersten Blick ein Lied wie Kraut und Rüben. Denn da ist vieles sehr ungewöhnlich zusammengemischt:
Die Gott lieben, werden sein wie die Sonne, die aufgeht in ihrer Pracht – der Refrain klingt fröhlich und hell … aber dann kommts dicke:
Die Dunkelheit verbirgt das Licht, von Tränen und Feindschaft, von Krieg, Terror und Schmerzen ist die Rede, und eine Zeile später lässt das Lied schon wieder die Sonne aufgehen und spricht von der Nähe Gottes. Und dieses Ineinander haben wir in jedem Vers. ich will weiterlesen

Predigt: Der Ort, an dem das Morgenlicht strahlt (Liedpredigt zu EG 450 Morgenglanz der Ewigkeit) 15. September 2013

 

„Morgenglanzmorgenglanz der Ewigkeit“ – Ein Morgenlied von Christian Knorr von Rosenroth, das vor unseren Augen mehr  aufgehen lässt, als nur die Sonne über dem Aurachtal.

Liedverse 1-3:

1. Morgenglanz der Ewigkeit, Licht vom unerschaffnen Lichte,
schick uns diese Morgenzeit deine Strahlen zu Gesichte
und vertreib durch deine Macht unsre Nacht.
2. Deiner Güte Morgentau fall auf unser matt Gewissen;
lass die dürre Lebens-Au lauter süßen Trost genießen
und erquick uns, deine Schar, immerdar.
3. Gib, dass deiner Liebe Glut unsre kalten Werke töte,
und erweck uns Herz und Mut bei entstandner Morgenröte,
dass wir, eh wir gar vergehn, recht aufstehn.

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Predigt/Gottesdienst: Gollhofen sucht das Superlied (Aktion) 20. April 2008

Gottesdienstsuperlied rund um die Superlied-Aktion, bei der alle Gollhöfer Gemeindeglieder abstimmen durften, welches Gesangbuch-Lied ihr Lieblingslied ist.

 

Begrüßung

Liebe Gemeinde
herzlich Willkommen zu unserem Gottesdienst am Sonntag Kantate – den traditionellen Kirchenmusik-Sonntag. Und heute dreht sich vieles um die Musik, mit der wir in unseren Gottesdiensten Gott loben und danken. Fünf Wochen lang haben die Gollhöfer die Möglichkeit gehabt, darüber abzustimmen, welche Lieder unseres Gesangbuches ihnen an wichtigsten sind. 139 Stimmzettel wurden abgegeben: Entweder hier in der Urne oder übers Internet. ich will weiterlesen

Predigt: Warten auf Rettung (Lied EG 20: Das Volk, das noch im Finstern wandelt) 2. Dezember 2007, 1. Advent 2007

Liebe Gemeinde,

Das Volk, das noch im Finstern wandelt, bald sieht es Licht, ein großes Licht. Heb in den Himmel dein Gesicht und steh und lausche, weil Gott handelt.
Die ihr noch wohnt im Tal der Tränen, wo Tod den schwarzen Schatten wirft: Schon hört ihr Gottes Schritt, ihr dürft euch jetzt nicht mehr verlassen wähnen. (EG 20, Verse 1+2)

Das haben wir eben gesungen. Kann man das auch erleben?

 Im Dunkel auf die Schritte des Befreiers warten

Ich denke da an Old Shatterhand…
Es war Nacht – fast stockfinster – nur eine dünne Mondsichel ließ schemenhaft das Lager der Kiowa-Indianer erkennen. Mit den Händen an den Rücken war er an deren Marterpfahl gefesselt. Sie hatten ihn vor vier Tagen gefangen genommen und hielten ihn für einen Verräter, und machten ihn für den Tod des Häuptlingssohnes verantwortlich. Er ahnte, dass seine Hinrichtung nur ein Frage der Zeit war. Vergeblich hatte er versucht, sich zu befreien, doch die Stricke, mit denen er an den Marterpfahl gebunden war, konnte er nicht zerreißen. So stand er da, das Holz des Pfahls im Rücken, und hob den Kopf. Er starrte in die Finsternis. Versuchte, etwas in der Dunkelheit zu erkennen. Hielt manchmal den Atem an, um in die Stille der Nacht hineinzulauschen. Da hörte er hinter sich ein Geräusch. Den Ruf eines Käuzchens … oder war es vielleicht doch …. ich will weiterlesen

Predigt: Das Leben als Achterbahn (Liedpredigt zu EG 112 Auf, auf mein Herz mit Freuden) 16. April 2006, Ostersonntag

Das Lied “Auf, auf, mein Herz mit Freuden” von Paul Gerhardt soll das Thema des heutigen Predigt sein. Wir werden es auf drei Abschnitte verteilt singen. – Daran möchte ich immer einige Gedanken anschließen- Singen wir die ersten beiden Verse ich will weiterlesen

Predigt zum Lied EG 302 „Du meine Seele singe“ von Paul Gerhard, 6. November 2005

Verse 1-3

1. Du meine Seele, singe, wohlauf und singe schön dem, welchem alle Dinge zu Dienst und Willen stehn. Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd; ich will ihn herzlich loben, solang ich leben werd.
2. Wohl dem, der einzig schauet nach Jakobs Gott und Heil! Wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Teil, das höchste Gut erlesen, den schönsten Schatz geliebt; sein Herz und ganzes Wesen bleibt ewig unbetrübt.
3. Hier sind die starken Kräfte, die unerschöpfte Macht; das weisen die Geschäfte, die seine Hand gemacht: der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer, der Fisch unzähl’ge Herde im großen wilden Meer.

Liebe Gemeinde,

„Du meine Seele singe, wohlauf und singe schön.“ –

Paul Gerhard hat dieses Lied auf der Basis des 146. Psalms geschrieben:

Da heißt es: Lobe den HERRN, meine Seele! Ich will den HERRN loben, solange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, solange ich bin.

Bei Paul Gerhard wird daraus:  „Ich will den Herren droben, hier preisen auf der Erd, ich will ihn herzlich loben solang ich leben werd.” Und irgendwie ist das für ihn auch die Überschrift für das ganze Lied. ich will weiterlesen

Predigt: Oh Heiland reiß die Himmel auf (Liedpredigt zu EG 7) 30. November 2003, 1. Advent 2003

Liebe Gemeinde

Üblicherweise verbinden wir Lieder mit Personen. Bei „über den Wolken“ fällt mir Reinhard Mey ein, bei „aber bitte mit Sahne“ weiß ich, dass es Udo Jürgens gesungen hat; und wenn mir jemand „wind of Change“ vorspielt, weiß ich, dass es von den Scorpions ist und kann auch damit verbinden, dass das Lied angesichts der Umwälzungen in der Sowjetunion hin zu Demokratie und Offenheit verfasst wurde.
Beeindruckende Lieder haben oft ein Ereignis im Hintergrund, oder sie spiegeln ihre damalige Zeit wieder.

Ich möchte mit ihnen heute ein Adventslied aus dem Gesangbuch näher ansehen: „O Heiland reiß die Himmel auf.“ Friedrich Spee hat es verfasst. Wer war dieser Friedrich Spee?
Er lebte vor über 400 Jahren. War Sohn eines adligen Amtmannes in Kaiserswerth bei Düsseldorf. Im Alter von 19 Jahres entschied er sich für das Leben als katholischer Mönch, trat 1610 als Novize beim Jesuitenorden in Trier ein. Er studierte, lebte dabei eine kurze Zeit auch in unserer Nähe – in Würzburg. Er wurde zum Priester geweiht, und war später als Seelsorger und Theologieprofessor in Paderborn, Köln und Trier tätig. ich will weiterlesen

Predigt: Das Vaterunser und seine Himmelsrichtungen (Matthäus 6, 5-15 und Lied 344 ) 20. Mai 2001

Unser heutiger Predigttext steht im Matthäusevangelium, in der Bergpredigt, im sechsten Kapitel:

Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, damit sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt.
Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.
Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen.
Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet.
Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. ich will weiterlesen