Predigt: Ist der Maßkrug halbvoll oder halbleer? (Lukas 6,38) 28. Oktober 2007

Liebe Gemeinde,masskrug2

ist die Maß hier halbvoll oder ist sie halbleer? Genau ein halber Liter ist da drin. Und zu später Stunde könnten zwei leicht angesäuselte Kerwabuschen wahrscheinlich über Stunden diskutieren und streiten, ob dieser Füllstand halbvoll oder halbleer heißt. Weil irgendwie ja beides stimmt.

Halbvoll oder halbleer ?

Die Frage um das halbleere Bierglas hat schon Philosophen auf den Plan gerufen, und vor ein paar Jahren kam sogar ein Buch heraus, in dem sich eine amerikanische Psychologin (Susan Vaughan) mit diesem Problem auseinander gesetzt hat. Sie sagt, dass die Sichtweise davon abhängt, ob man eher optimistisch oder pessimistisch eingestellt ist. ich will weiterlesen

Osterpredigt „Was soll der Osterhase in der Kirche?” (Themenpredigt / Symbolpredigt) 8. April 2007

Liebe Gemeinde,
heute darf der Osterhase mal mit in die Kirche. Schließlich gehört er da ja zur allgemeinen Grundausstattung des Osterfestes – Oder?

Jaja, ich weiß schon einige fangen jetzt schon innerlich zu schimpfen an: „Was hat denn der Langlöffel mit unserem christlichen Fest zu tun? Der ist doch ein genauso überflüssiger Kommerzartikel wie der Weihnachtsmann, denn der war auch nie an der Krippe vom Jesuskind gestanden!”
Wenn ich ehrlich bin: Unsere Pfarrerskinder naschen auch Schokoladenosterhasen! Obwohl ich weiß, dass dieser Brauch nicht direkt etwas mit der Auferstehung Jesu zu tun hat. ich will weiterlesen

Predigt zur Konfirmation: “Prioritäten setzen!” (Matthäus 8,33) 1. April 2007

Lesung Lk 14, 25-33Konfi2007_4
25 Wie schon oft, war Jesus von einer großen Menschenmenge umlagert. Bei dieser Gelegenheit machte er seinen Zuhörern deutlich: 26 «Wenn einer mit mir gehen will, so muß ich für ihn wichtiger sein als alles andere in seinem Leben: wichtiger als seine Eltern,1 seine Frau, seine Kinder, seine Geschwister, ja wichtiger als das Leben selbst. Nur so kann er mein Jünger sein. 27 Wer nicht bereit ist, diese Lasten um meinetwillen auf sich zu nehmen2 und mir nachzufolgen, der gehört nicht zu mir. 28 Will sich jemand ein Haus bauen, dann überlegt er doch auch vorher, ob er das überhaupt bezahlen kann. 29 Kein vernünftiger Bauherr wird einfach anfangen und dabei riskieren, daß er bereits nach dem Bau des Fundaments aufhören muß. Die Leute werden ihn auslachen: 30 ‚Ein Haus wollte er bauen! Aber es reichte nur bis zum Fundament!‘ 31 Oder welcher König würde wohl auf die Idee kommen, einem anderen den Krieg zu erklären, ohne mit seinen Beratern zu überlegen, ob seine Armee von zehntausend Mann stark genug ist, um die feindlichen Truppen mit zwanzigtausend Mann zu schlagen? 32 Erscheint ihm das Risiko zu groß, dann wird er, wenn die feindlichen Truppen noch weit entfernt sind, Unterhändler schicken, um über einen Frieden zu verhandeln. 33 Überlegt es euch vorher, ob ihr wirklich bereit seid, alles für mich aufzugeben und mir nachzufolgen. ich will weiterlesen

Predigt: Christsein als Gießkanne (Symbolpredigt mit Joh 4, 5-30) 30. Juli 2006

Liebe Gemeinde,

Diegiesskannenjpg Gießkanne als solche

eine Gießkanne ist ja kein alltäglicher Predigtgegenstand. Aber die aktuelle Wettersituation legt es irgendwie nahe, dieses Werkzeug einmal theologisch zu betrachten. Denn ich sehe, wie momentan “der Gießer”, wie er auch oft genannt wird, zu einem allabendlichen und unverzichtbaren Instrument der Gartenarbeit wird. ich will weiterlesen

Predigt zur Konfirmation: Ihr seid das Salz der Erde (Matthäus 5, 13) 9. April 2006

Predigttext:konfirm06 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als daß man es wegschüttet und läßt es von den Leuten zertreten. (Matthäus 5,13)

Liebe Konfirmanden,

“Ihr seid das Salz der Erde” sagt Jesus in der Bergpredigt zu seinen Zuhörern.  Ihr, die ihr an mich glaubt, seid Salz!  Naja, ich habe schon mal schmeichelhaftere Komplimente gehört: Du bist ein Goldschatz, eine Superfrau, ein wilder Feger, ein prima Kumpel. – Wer das hört, freut sich und fühlt sich geehrt … aber “du bist ein Salz!”. Was hat sich Jesus nur dabei gedacht? ich will weiterlesen

Predigt: Die Krippe als geschnitztes Evangelium, 25. Dezember 2005, Erster Weihnachtstag

Liebe Gemeinde,
krippe01seit dem Heiligen Abend steht sie bei uns: Unsere neue Weihnachtskrippe.
Vor über einem Jahr hatten Eltern der diesjährigen Konfirmanden die Idee, die Konfirmandenspende für eine Krippe zu verwenden. Die Konfirmanden wurden mit einbezogen, der Kirchenvorstand hat beraten und Herr Helmut Schmidt aus Gollachostheim hat dann den Stall für uns hergestellt.
Natürlich – der Stall ohne Figuren, ohne Heilige Familie ist wenig sinnvoll – darum kamen nun passende geschnitzte Figuren aus dem Grödener Tal. ich will weiterlesen

Predigt: Die Erntedankuhr (Symbolpredigt mit Taufe) 2. Oktober 2005, Erntedank

erntedank06gLiebe Gemeinde, liebe Tauffamilie, liebe Paten,

Das Fest heute ist eines, bei dem der Dank an Gottes Adresse eine große Rolle spielt. Zum einen haben wir hier eine junge Familie, die froh ist, eine gesunde Tochter geschenkt bekommen zu haben. Zum anderen sitzt hier eine Gemeinde mitten in der Zuckerrübenernte, die froh ist über das was auf den Feldern gewachsen und in den Ställen groß geworden ist.

Natürlich ist ein Kind, das sie als Eltern und Paten  zur Taufe bringen etwas anderes als ein Kürbis , den die Konfirmanden hier hingestellt haben. ich will weiterlesen

Predigt: Ich bin gekommen, ein Feuer anzuzünden auf Erden” (Lukas 12,49, Symbolpredigt), 14. August 2005

Liebe Gemeinde,

ich habe ihnen während des Liedes Streichhölzer ausgeteilt. Jeder von ihnen hat jetzt so ein ganz einfaches Streichholz. Ein Gegenstand, den manche von Ihnen tagtäglich benutzen – andere hingegen sind nehmen stattdessen ein Feuerzeug zu Hand.
In der nächsten Viertelstunde möchte ich mit Ihnen dieses Streichholz genau betrachten und schauen, ob uns so ein Gegenstand etwas über den Glauben erzählen kann. ich will weiterlesen

Predigt zur Konfirmation: Worte, die bleiben (Markus 13, 31; Text der Jahreslosung 2004) 4. April 2004

Liebe Konfirmandinnen, liebe Konfirmanden, liebe Paten und Eltern und Verwandten,liebe Festgemeinde

Was schenkt man denn so seinen Konfirmanden?bpred101a Ich habe mir überlegt: warum nicht mal ein kleines Tierchen? Und damit ihr mit dem Füttern kein Problem habt , bekommt jeder von euch ein totes Exemplar – die fressen dann wenigstens nichts mehr.

Es handelt sich um einen Kopffüßler – Tintenfische zum Beispiel sind Kopffüßler –  einen Ammoniten, der vor etwa 100 Million Jahren auf der Insel Madagaskar gelebt hat. – Seht: Das ist der Kamerad! (Jeder Konfirmand erhält ein Exemplar eines versteinerten Ammoniten) ich will weiterlesen

Predigt zum Bild „Ein Lichtstrahl im Dunkeln“ von Barbara Helfer, 25. Dezember 2003, Weihnachten 2003

Liebe Gemeinde,

ist das einpred_lichtstrahl Weihnachtsbild? Passt das zu Weihnachten? Eigentlich könnte man bei diesen Gemälde von Barbara Helfer fast erschaudern. Dunkelheit und Düsterkeit fast überall.

Bedrohlich sind dunkle Wolken aufgezogen.  Graue, schwarze und dunkelblaue Schleier ziehen sich durch Bild. So, als wenn sich ein furchtbares Unwetter zusammenbrauen würde. ich will weiterlesen