Predigt: Beim Grillen gehts um mehr als ums Sattwerden (Symbolpredigt) 19. Juli 2009

Liebe Gemeinde,grillen

der Sommer hat schon seinen besonderen Reiz, wenn am Wochenende – und das Wetter passt – der Duft von Gegrilltem durch die Straßen Gollhofens zieht. Meine Nase nimmt das innerhalb von Sekunden ganz präzise wahr: Irgendwo in der Nähe wird gegrillt!
„Hmmm, lecker”, reagiert mein Gehirn fast reflexartig: “Mensch, eigentlich könnten wir auch mal wieder grillen …. der Sommer ist doch sowieso recht kurz, man sollte die Abende wirklich nutzen”, und ich fange an zu überlegen, ob wir noch genügend Holzkohle daheim haben. ich will weiterlesen

Predigt: Der Lebensweg des Olivenbaumes (Jeremia 17, 7-8) 28. Juni 2009, Goldene und Diamantene Konfirmation 2009

Liebe Jubel-Konfirmanden,goldbaum

hier im Taufstein steht ein Olivenbaum. Genauer gesagt ein Olivenbäumchen, ein kleiner ganz junger Baum, der noch viele Jahre vor sich hat, bis aus ihm ein vernünftiger Olivenbaum geworden ist.

Der Lebensweg des Olivenbaumes

Der Olivenbaum ist eine typische Pflanze für den Mittelmeerraum. Auch in Israel stehen sie, und stehen da seit Jahrtausenden; haben die Menschen dort und ihre Kultur geprägt. Wenn Jesus oder ein biblischer Prophet vom Baum spricht, dann hatte er meist den Olivenbaum als Anschauungsobjekt in Sichtweite. Der Olivenbaum wächst als properes gerades Bäumchen heran. Lässt sich Zeit beim wachsen, braucht viele Jahre, bis die ersten Oliven zu ernten sind. Auch wenn er robust ist und Trockenheit und große Hitze gut übersteht, geht Wind und Wetter nicht spurlos an ihm vorüber. Je älter er wird, umso deutlicher ist ihm das anzusehen. Er verwächst sich zu einem dicken, knorrigen Stamm. Oft ist steht er bedenklich schräg in der Landschaft, vom dauernden Westwind in die Schräglage gedrückt. Aber doch fällt er nicht um. Manche Ölbäume scheinen seltsam verdreht, fast wie ein Korkenzieher; als hätte eine böse Laune der Natur sie innerhalb ihres Baumlebens einmal um die eigene Achse gedreht.Und doch strahlen sie eine gro ße Ruhe aus, und eine Würde, tragen sie doch auch nach vielen Jahren immer noch ihre Früchte. ich will weiterlesen

Predigt: Was man so alles geschenkt bekommt, 21. Juni 2009

geschenkPredigt: Was man so alles geschenkt bekommt.
Sommerfest der Vereine in Gollhofen mit Geschenkaktion zum 200-jährigen Jubiläum der Bayerischen Landeskirche

Liebe Gemeinde,

wenn meine Patin zu Besuch gekommen ist, war das für mich als kleiner Junge immer ein besonderes Ereignis. Nicht nur, weil es sich nur 2-3 mal im Jahr ereignet hat, sondern weil sie immer ein paar Geschenke dabei hatte. Ein paar Tafeln Schokolade und irgendwas kleines zum Spielen. Manchmal waren es auch nur Werbegeschenke, die ihr Sohn aus der Arbeit mitgebracht hatte. Wackelbilder, die damals ganz was neues waren, oder kleine Plastikfiguren. Ich fand das einfach toll – spannend – immer wieder eine Sensation. ich will weiterlesen

Predigt: Große Sprünge machen … und auch kleine (3. Mai 2009), Sportgottesdienst

Bild: Shannacska - pixelio.de

Bild: Shannacska – pixelio.de

Predigt bei Sportgottesdienst am 3. Mai 2009 mit Einweihung der Weitsprunganlage.

Große Sprünge machen. Mal einen richtig großen Wurf landen. Das ist für viele Menschen ein Wunsch. Nicht immer nur das „klein-klein” des Alltags, sondern auch einmal über sich und seine Möglichkeiten hinauswachsen, etwas zu schaffen, was einem die Anderen – und man sich selber – auch gar nicht zugetraut hätte.
Beispiele haben wir vorhin genügend gehört. (Kinder der Leichtathletikabteilung haben vorgestllt, was für sie und ihre Eltern wirklich “große Sprünge” im Leben sind) Und dabei haben sich die Schreiber direkt zusammengerissen und völlig utopische große Sprünge weggelassen, wie „König von Deutschland sein”, oder so.Große Sprünge im Leben … wenn man die machen will, sollte man einiges beachten. Ich habe am Donnerstag auch ein paar Probesprünge gemacht und daraus etwas gelernt. Da will ich ihnen und euch kurz erzählen. ich will weiterlesen

Predigt: Das Geheimnis des Buddelschiff-Glaubens (2. Kor 4, 7-9) 5. April 2009, Symbolpredigt zur Konfirmation

konfi2009Liebe Lisa, liebe Marlene, lieber Daniel

ihr Konfirmanden seid manchmal so richtige Flaschen!  Damit ihr mich richtig versteht: Eine richtige Flasche hat den Zweck, etwas wertvolles – zum Beispiel einen ganz besonderen Wein – aufzubewahren.

Die Flasche deines Lebens

Ihr seid drei Gefäße, die viel Wunderbares enthalten. In den vergangenen Jahren habt ihr mich immer wieder auch verblüfft, weil ich in euch Dinge entdeckt habe, die ich geschätzt habe, und die teilweise auch recht selten sind.
Manches habt ihr selber in eure Lebensflasche eingefüllt: Das Wissen, das euch eure Lehrer in der Schule servieren, habt ihr zum Großteil drin untergebracht; spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten sind da drin. Und es gibt Dinge, die sind in eurer Lebensflasche, die kamen da irgendwann rein und haben sich von alleine entwickelt. Charme, Humor, Selbstironie, Umsicht – das alles habe ich gefunden, und freue mich drüber. Dabei sehe ich natürlich nur einen Teil von dem, was in euch steckt; was euer Leben prägt. ich will weiterlesen

Predigt zum Lichtobjekt „Lichtinfusion” von Christian Maas (Symbolpredigt) 15. Februar 2009

Liebe Gemeinde,infusion
was Sie auf dem Foto in ihren Händen halten, ist Gebrauchskunst. Dieses Kunstobjekt kann man für knapp 500 Euro kaufen. Ein Stativ mit Infusionsflaschen, wie wir es aus dem Krankenhaus kennen. Nur  schwappt nicht irgendein Medikament oder eine Nährlösung in den Flaschen, sondern es leuchten vier Glühbirnen darin.
„Lichtinfusion” hat der Künstler Christian Maas diese Lampe genannt. Lichtinfusion – der Name hat mich nachdenklich gemacht. ich will weiterlesen

Predigt: Stroh – Vom Wert des Nutzlosen (Symbolpredigt) 10. August 2008

Die Predig_Stroht wird von verschiedenen ehrenamtlichen Mitarbeitern vorgetragen. Dazwischen jeweils einige Verse des Liedes 324 1-3 Ich singe dir mit Herz und Mund

Das nutzlose Stroh

Stroh – wir haben hier an der Linde schon einen Gottesdienst mit Halbedelsteinen gemacht … aber jetzt mit Stroh?  Hat denn der Pfarrer nur noch Stroh im Kopf? Natürlich hatte er beim Vorbereiten laufend das Thema “Stroh” im Kopf – und hoffentlich nicht in dem Sinne, wie wir es als Sprichwort verwenden: ich will weiterlesen

Predigt: Die Christbaumkugel hat Geburtstag (Galater 4, 4-7) 24. Dezember 2007, Erster Weihnachtstag

LiebeChristbaumkugel Gemeinde,

die Christbaumkugel feiert heuer ihren 160. Geburtstag. Im thüringischen Glasbläser-Dorf Lauscha wurde sie sozusagen erfunden. Die Legende erzählt, dass ein armer Glasbläser zu wenig Geld hatte, um seinen Weihnachtsbaum mit Äpfeln und Walnüssen zu schmücken. Mit glitzernder Gold- oder Silberfolie hatte man sie damals eingewickelt. Aber dazu fehlten dem armen Mann die Mittel. So machte er aus der Not eine Tugend und blies kleine Glaskugeln, die er dann durch eine Bleibeschichtung an der Innenseite silbern glänzend machte. ich will weiterlesen

Predigt: Ist der Maßkrug halbvoll oder halbleer? (Lukas 6,38) 28. Oktober 2007

Liebe Gemeinde,masskrug2

ist die Maß hier halbvoll oder ist sie halbleer? Genau ein halber Liter ist da drin. Und zu später Stunde könnten zwei leicht angesäuselte Kerwabuschen wahrscheinlich über Stunden diskutieren und streiten, ob dieser Füllstand halbvoll oder halbleer heißt. Weil irgendwie ja beides stimmt.

Halbvoll oder halbleer ?

Die Frage um das halbleere Bierglas hat schon Philosophen auf den Plan gerufen, und vor ein paar Jahren kam sogar ein Buch heraus, in dem sich eine amerikanische Psychologin (Susan Vaughan) mit diesem Problem auseinander gesetzt hat. Sie sagt, dass die Sichtweise davon abhängt, ob man eher optimistisch oder pessimistisch eingestellt ist. ich will weiterlesen

Osterpredigt „Was soll der Osterhase in der Kirche?” (Themenpredigt / Symbolpredigt) 8. April 2007

Liebe Gemeinde,
heute darf der Osterhase mal mit in die Kirche. Schließlich gehört er da ja zur allgemeinen Grundausstattung des Osterfestes – Oder?

Jaja, ich weiß schon einige fangen jetzt schon innerlich zu schimpfen an: „Was hat denn der Langlöffel mit unserem christlichen Fest zu tun? Der ist doch ein genauso überflüssiger Kommerzartikel wie der Weihnachtsmann, denn der war auch nie an der Krippe vom Jesuskind gestanden!”
Wenn ich ehrlich bin: Unsere Pfarrerskinder naschen auch Schokoladenosterhasen! Obwohl ich weiß, dass dieser Brauch nicht direkt etwas mit der Auferstehung Jesu zu tun hat. ich will weiterlesen