Predigt: Was man so alles geschenkt bekommt, 21. Juni 2009

geschenkPredigt: Was man so alles geschenkt bekommt.
Sommerfest der Vereine in Gollhofen mit Geschenkaktion zum 200-jährigen Jubiläum der Bayerischen Landeskirche

Liebe Gemeinde,

wenn meine Patin zu Besuch gekommen ist, war das für mich als kleiner Junge immer ein besonderes Ereignis. Nicht nur, weil es sich nur 2-3 mal im Jahr ereignet hat, sondern weil sie immer ein paar Geschenke dabei hatte. Ein paar Tafeln Schokolade und irgendwas kleines zum Spielen. Manchmal waren es auch nur Werbegeschenke, die ihr Sohn aus der Arbeit mitgebracht hatte. Wackelbilder, die damals ganz was neues waren, oder kleine Plastikfiguren. Ich fand das einfach toll – spannend – immer wieder eine Sensation. ich will weiterlesen

Predigt: Große Sprünge machen … und auch kleine (3. Mai 2009), Sportgottesdienst

Bild: Shannacska - pixelio.de

Bild: Shannacska – pixelio.de

Predigt bei Sportgottesdienst am 3. Mai 2009 mit Einweihung der Weitsprunganlage.

Große Sprünge machen. Mal einen richtig großen Wurf landen. Das ist für viele Menschen ein Wunsch. Nicht immer nur das „klein-klein” des Alltags, sondern auch einmal über sich und seine Möglichkeiten hinauswachsen, etwas zu schaffen, was einem die Anderen – und man sich selber – auch gar nicht zugetraut hätte.
Beispiele haben wir vorhin genügend gehört. (Kinder der Leichtathletikabteilung haben vorgestllt, was für sie und ihre Eltern wirklich “große Sprünge” im Leben sind) Und dabei haben sich die Schreiber direkt zusammengerissen und völlig utopische große Sprünge weggelassen, wie „König von Deutschland sein”, oder so.Große Sprünge im Leben … wenn man die machen will, sollte man einiges beachten. Ich habe am Donnerstag auch ein paar Probesprünge gemacht und daraus etwas gelernt. Da will ich ihnen und euch kurz erzählen. ich will weiterlesen

Predigt: Das Geheimnis des Buddelschiff-Glaubens (2. Kor 4, 7-9) 5. April 2009, Symbolpredigt zur Konfirmation

konfi2009Liebe Lisa, liebe Marlene, lieber Daniel

ihr Konfirmanden seid manchmal so richtige Flaschen!  Damit ihr mich richtig versteht: Eine richtige Flasche hat den Zweck, etwas wertvolles – zum Beispiel einen ganz besonderen Wein – aufzubewahren.

Die Flasche deines Lebens

Ihr seid drei Gefäße, die viel Wunderbares enthalten. In den vergangenen Jahren habt ihr mich immer wieder auch verblüfft, weil ich in euch Dinge entdeckt habe, die ich geschätzt habe, und die teilweise auch recht selten sind.
Manches habt ihr selber in eure Lebensflasche eingefüllt: Das Wissen, das euch eure Lehrer in der Schule servieren, habt ihr zum Großteil drin untergebracht; spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten sind da drin. Und es gibt Dinge, die sind in eurer Lebensflasche, die kamen da irgendwann rein und haben sich von alleine entwickelt. Charme, Humor, Selbstironie, Umsicht – das alles habe ich gefunden, und freue mich drüber. Dabei sehe ich natürlich nur einen Teil von dem, was in euch steckt; was euer Leben prägt. ich will weiterlesen

Predigt zum Lichtobjekt „Lichtinfusion” von Christian Maas (Symbolpredigt) 15. Februar 2009

Liebe Gemeinde,infusion
was Sie auf dem Foto in ihren Händen halten, ist Gebrauchskunst. Dieses Kunstobjekt kann man für knapp 500 Euro kaufen. Ein Stativ mit Infusionsflaschen, wie wir es aus dem Krankenhaus kennen. Nur  schwappt nicht irgendein Medikament oder eine Nährlösung in den Flaschen, sondern es leuchten vier Glühbirnen darin.
„Lichtinfusion” hat der Künstler Christian Maas diese Lampe genannt. Lichtinfusion – der Name hat mich nachdenklich gemacht. ich will weiterlesen

Predigt: Stroh – Vom Wert des Nutzlosen (Symbolpredigt) 10. August 2008

Die Predig_Stroht wird von verschiedenen ehrenamtlichen Mitarbeitern vorgetragen. Dazwischen jeweils einige Verse des Liedes 324 1-3 Ich singe dir mit Herz und Mund

Das nutzlose Stroh

Stroh – wir haben hier an der Linde schon einen Gottesdienst mit Halbedelsteinen gemacht … aber jetzt mit Stroh?  Hat denn der Pfarrer nur noch Stroh im Kopf? Natürlich hatte er beim Vorbereiten laufend das Thema “Stroh” im Kopf – und hoffentlich nicht in dem Sinne, wie wir es als Sprichwort verwenden: ich will weiterlesen

Predigt: Die Christbaumkugel hat Geburtstag (Galater 4, 4-7) 24. Dezember 2007, Erster Weihnachtstag

LiebeChristbaumkugel Gemeinde,

die Christbaumkugel feiert heuer ihren 160. Geburtstag. Im thüringischen Glasbläser-Dorf Lauscha wurde sie sozusagen erfunden. Die Legende erzählt, dass ein armer Glasbläser zu wenig Geld hatte, um seinen Weihnachtsbaum mit Äpfeln und Walnüssen zu schmücken. Mit glitzernder Gold- oder Silberfolie hatte man sie damals eingewickelt. Aber dazu fehlten dem armen Mann die Mittel. So machte er aus der Not eine Tugend und blies kleine Glaskugeln, die er dann durch eine Bleibeschichtung an der Innenseite silbern glänzend machte. ich will weiterlesen

Predigt: Ist der Maßkrug halbvoll oder halbleer? (Lukas 6,38) 28. Oktober 2007

Liebe Gemeinde,masskrug2

ist die Maß hier halbvoll oder ist sie halbleer? Genau ein halber Liter ist da drin. Und zu später Stunde könnten zwei leicht angesäuselte Kerwabuschen wahrscheinlich über Stunden diskutieren und streiten, ob dieser Füllstand halbvoll oder halbleer heißt. Weil irgendwie ja beides stimmt.

Halbvoll oder halbleer ?

Die Frage um das halbleere Bierglas hat schon Philosophen auf den Plan gerufen, und vor ein paar Jahren kam sogar ein Buch heraus, in dem sich eine amerikanische Psychologin (Susan Vaughan) mit diesem Problem auseinander gesetzt hat. Sie sagt, dass die Sichtweise davon abhängt, ob man eher optimistisch oder pessimistisch eingestellt ist. ich will weiterlesen

Osterpredigt „Was soll der Osterhase in der Kirche?” (Themenpredigt / Symbolpredigt) 8. April 2007

Liebe Gemeinde,
heute darf der Osterhase mal mit in die Kirche. Schließlich gehört er da ja zur allgemeinen Grundausstattung des Osterfestes – Oder?

Jaja, ich weiß schon einige fangen jetzt schon innerlich zu schimpfen an: „Was hat denn der Langlöffel mit unserem christlichen Fest zu tun? Der ist doch ein genauso überflüssiger Kommerzartikel wie der Weihnachtsmann, denn der war auch nie an der Krippe vom Jesuskind gestanden!”
Wenn ich ehrlich bin: Unsere Pfarrerskinder naschen auch Schokoladenosterhasen! Obwohl ich weiß, dass dieser Brauch nicht direkt etwas mit der Auferstehung Jesu zu tun hat. ich will weiterlesen

Predigt zur Konfirmation: “Prioritäten setzen!” (Matthäus 8,33) 1. April 2007

Lesung Lk 14, 25-33Konfi2007_4
25 Wie schon oft, war Jesus von einer großen Menschenmenge umlagert. Bei dieser Gelegenheit machte er seinen Zuhörern deutlich: 26 «Wenn einer mit mir gehen will, so muß ich für ihn wichtiger sein als alles andere in seinem Leben: wichtiger als seine Eltern,1 seine Frau, seine Kinder, seine Geschwister, ja wichtiger als das Leben selbst. Nur so kann er mein Jünger sein. 27 Wer nicht bereit ist, diese Lasten um meinetwillen auf sich zu nehmen2 und mir nachzufolgen, der gehört nicht zu mir. 28 Will sich jemand ein Haus bauen, dann überlegt er doch auch vorher, ob er das überhaupt bezahlen kann. 29 Kein vernünftiger Bauherr wird einfach anfangen und dabei riskieren, daß er bereits nach dem Bau des Fundaments aufhören muß. Die Leute werden ihn auslachen: 30 ‚Ein Haus wollte er bauen! Aber es reichte nur bis zum Fundament!‘ 31 Oder welcher König würde wohl auf die Idee kommen, einem anderen den Krieg zu erklären, ohne mit seinen Beratern zu überlegen, ob seine Armee von zehntausend Mann stark genug ist, um die feindlichen Truppen mit zwanzigtausend Mann zu schlagen? 32 Erscheint ihm das Risiko zu groß, dann wird er, wenn die feindlichen Truppen noch weit entfernt sind, Unterhändler schicken, um über einen Frieden zu verhandeln. 33 Überlegt es euch vorher, ob ihr wirklich bereit seid, alles für mich aufzugeben und mir nachzufolgen. ich will weiterlesen

Predigt: Christsein als Gießkanne (Symbolpredigt mit Joh 4, 5-30) 30. Juli 2006

Liebe Gemeinde,

Diegiesskannenjpg Gießkanne als solche

eine Gießkanne ist ja kein alltäglicher Predigtgegenstand. Aber die aktuelle Wettersituation legt es irgendwie nahe, dieses Werkzeug einmal theologisch zu betrachten. Denn ich sehe, wie momentan “der Gießer”, wie er auch oft genannt wird, zu einem allabendlichen und unverzichtbaren Instrument der Gartenarbeit wird. ich will weiterlesen