Predigt: Schau was du hast, und mach was draus (Symbolpredigt mit Reagenzgläsern und Gummibärchen) 17. März 2013, Konfirmation

konfi2013aDie Kirche wird zum Gen-Labor: Wir analysieren die Gene unserer Konfis und entdecken: Aus dem, was Gott euch schenkt, kann viel Gutes werden.

Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden,

eineinhalb Jahre haben wir miteinander in Konfers und Präpers zusammengearbeitet, ein Gemeindepraktikum durchgemacht, ein Zeltlager überstanden und die Konfifreizeit gemeinsam erlebt.
Das ist hoffentlich alles nicht ganz ohne Spuren geblieben: Bei euch nicht und bei mir auch nicht. Ihr habt diese Gemeinde, unseren Glauben und auch euren Pfarrer ein bisschen näher kennen gelernt – ich hoffe, da bleibt ein bisschen was hängen. Und ihr habt auch bei uns, bei mir, den ehrenamtlichen Mitarbeitern und in der Gemeinde Spuren hinterlassen. Da, wo ihr mit Menschen zu tun hattet. Zuletzt ja auch durch euren Vorstellungsgottesdienst.
Sozusagen ein bisschen Konfi-DNA! ich will weiterlesen

Predigt: Werkzeuge fürs Leben (Symbolpredigt mit einem Werkzeugkasten) 20. Januar 2013

werkzeugPredigt mit etwas ganz Alltäglichem: Dem Inhalt meiner Werzeugkiste: Aus dem Alltag, für den Alltag. Mit Hammer, Spannungsprüfer, Kombizange, Dübel und Kleber.

Liebe Gemeinde,

„Glaube und Alltag” – dass das irgendwie zusammengehört, das betonen wir Christen ja immer wieder. Predigt soll für den Alltag sein – uns etwas mit dem Alltag zu tun haben.  Darum habe ich heute etwas sehr alltägliches für meine Predigt mitgebracht: Meinen Werkzeugkasten. Da habe ich alles drin, was ich für den Hausgebrauch zu benötige, um daheim um die Runden zu kommen. Heute möchte ich mit Ihnen da mal reinschauen, und entdecken, wie sehr alltägliches Werkzeug und alltäglicher Glaube zusammengehören.

Der Hammer

Mein erster Griff geht natürlich zum Hammer. Er ist ja das Werkzeug schlechthin! Fragen Sie mal kleine Kinder, was so alles in der Werkzeugkiste ist: Als erstes nennen die meistens den Hammer. Denn mit dem kann man überall herumklopfen, da gibts schon für Kleinkinder so Spielsachen mit Hammer und Holzstäbchen, die man dann irgendwo durchhämmert,  … das ist einfach toll. ich will weiterlesen

Predigt: Unsere Kirche ist ein Geschenk (Symbolpredigt) 18. August 2012, Kirchweih

kerwa2012Kirchweihpredigt zu unserer Schleifchenaktion: Unsere Kirche ist ein Geschenk, darum machen wir ein Schleifchen drum. Mehr über die Schleifchenaktion finden Sie am Ende der Seite.

Da steht sie also nun, unsere Hugenottenkirche, mit ihrem Schleifchen drum herum. Das Geschenk – das unserer Gemeinde einst von  Isaak Daniel Buirette vermacht wurde. Und heute feiern wir dieses Geschenk – und begehen die Kirchweih – und werden dieses Geschenk dann ja auch auspacken … und dann? Was fangen wir damit an?

Geschenkstrategien Nummer 1 – „gut, dass sie da ist”

Wir gehen mit Geschenken ja ganz unterschiedlich um: Ich nenne mal drei Hauptstrategien. ich will weiterlesen

Anspiel und Predigt: Der Edelstein bist du! (Symbolpredigt) 15. Juli 2012

edelsteinBeobachten wir drei Goldschürfer bei der Arbeit! Mal sehen, was sie entdecken. Manchmal ist eben nicht nur das Goldnugget von Wert. Denn Jeder von uns ist ein Edelstein.

Szene: Auf Steinsuche

Drei Goldschürfer: Imke , Bernd und Alex: Alle drei stehen mit ihren Goldwasch-Schalen da und lassen die Wasser-Sand-Mischung kreisen.

Imke: Manometer, jetzt sitzen wir hier schon seit Stunden und schürfen Gold. Und immer noch nichts gefunden!

Alex: Wirklich, es ist zum Verzweifeln! Aber schon gar nichts! Nur Sand!

Bernd: Nur nicht aufgeben! Irgendwann …. ja irgendwann kommt bestimmt der Tag an dem wir  auf eine riesige Goldader stoßen! Und dann sind wir reich.

Imke: Wenn wir so lange durchhalten. Das ist ja ein Elend, diese Sucherei: Und immer wieder: Nichts als Sand! ich will weiterlesen

Predigt: Der Kelch steht herum (Symbolpredigt) 5. April 2012, Gründonnerstag

gruendonnerstag12Gründonnerstag: Gedanken zum Kelch bei Jesu letzten Abendmahl. Ein Gang durch die Jahrhunderte.

Szene 1 in Jerusalem

Ein Kelch steht herum! – Einsam in diesem Zimmer im ersten Stock eines Hauses in Jerusalem. 13 Männer haben daraus getrunken. Außerdem Brot gegessen, auch Lammfleisch. Es war schließlich Passahfest.
Und jetzt sind sie weg. Unerwartet schnell waren sie aufgebrochen – die 12 Männer mit ihrem Meister, in Richtung der östlichen Stattmauer, da wo der Garten Gethsemane liegt.

Die Frau des Hauses räumt die liegengeblieben Reste weg. Ein paar Stückchen Brot, einige Knochen vom Lamm. Jedes Jahr zum Passahfest stellen sie ihren oberen Raum für Pilger, die in Jerusalem feiern wollen zur Verfügung. Das Geld, das sie dafür kassiert, kann sie gut gebrauchen. ich will weiterlesen

Predigt: Das Geheimnis des Luftballon-Glaubens (Symbolpredigt) 25. März 2012, Konfirmationspredigt

 Luftballon:  S. Hofschlaeger / pixelio.deSymbol-Predigt zur Konfirmation in Brunn und Wilhelmsdorf: Was man von einem Luftballon alles über den Glauben lernen kann. (inkl. praktischen Hinweisen am Ende der Seite)

Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden,

Lisas Luftballon bewirkt ein Wunder

die kleine Lisa läuft über den Kirchweihplatz. Mit Mama, Papa, und ihrem großen Bruder. Vor 10 Minuten sah sie noch aus wie das Elend. Ihr war langweilig, sie war schlecht gelaunt hat genörgelt, hat sich an Mamas Hand hängen lassen….

Aber jetzt ist die anscheinend tausend mal besser drauf. Sie geht aufrecht, strahlt über das ganze Gesicht. Denn in ihrer Hand hält sie eine dünne Schnur, und daran hängt über ihr fröhlich baumelnd ein roter Luftballon. (Pfarrer kommt mit großem, roten Luftballon)
Sie hat jetzt den Ballon, der ist was besonderes. Sie hat, und irgendwie ist sie jetzt auch was Besonderes. Was so ein kleiner Luftballon so alles bewirken kann! ich will weiterlesen

Predigt: Gottes Hände (ungewöhnliche Bildpredigt zu Michelangelos „Erschaffung Adams“) 20. Januar 2012

Dhand1iese Taufpredigt gibt den Zuhörern das bekannte Bild „Erschaffung Adams“ in die Hand. Warum soll man das Bild nicht mal ein bisschen drehen und wenden? Erstaunlich, was in diesem Bild alles steckt.

Liebe Gemeinde, liebe Mathilda,

du hast dir als Taufspruch einen Vers ausgesucht, den wir beim Propheten Jesaja finden. Dort sagt Gott„ Denn ich bin der HERR, dein Gott, der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir!” (Jes 41,13)

Gott, der deine rechte Hand fasst.
Gott, der uns Menschen bei der Hand fasst.
Wie macht der das eigentlich? Wie kann ich mir das vorstellen?

Ich habe mir dazu ein Bild gesucht – noch dazu ein ziemlich bekanntes: „Die Erschaffung Adams” von Michelangelo. Und ich habe mir gedacht, dass man damit ganz gut erklären kann, wie das ist, wenn Gottes Hand in unserem Leben auftaucht. Aber dazu brauche ich ein bisschen Deine und Ihre Mithilfe – Und zwar, indem wir das Bild genau in der Mitte zusammenfalten und damit halbieren. Und nun drehen wir das Bild so, dass Gottes Arm von oben herab nach unten zeigt. ich will weiterlesen

Predigt: Der Pfarrer geht – Ein Turnschuh, eine Cachedose und ein Kreuz (Symbolpredigt) 24. Juli 2011

   abschied0Predigt zu meiner offiziellen Verabschiedung aus Gollhofen:
“Ein Turnschuh, eine Cachedose und ein Kreuz.”

 

Der Turnschuh

Als erstes ist Ihnen auf der Einladung, sicherlich  der Schuh aufgefallen. Mein aktueller Lauschuh „Mizuno Wave Inspire 4″ grade mal 470 Kilometer auf der Uhr. Dieser Laufschuh steht für Bewegung, für „nicht auf der Stelle stehen”.
Das ist und bleibt für Kirche immer eine Herausforderung.
Wer fast 2000 Jahre als Gemeinschaft existiert,
wer seit 250 Jahren die gleiche Möblierung in der Kirche hat
wer seit 530 Wochen den gleichen Pfarrer auf der Kanzel sieht …
… der steht in der Gefahr alles was ist, den Status quo, für das Richtige und einzig Wahre zu halten und jede Form der Veränderung und Bewegung als Bedrohung anzusehen. ich will weiterlesen

Predigt: Das Sakramentshaus von Gollhofen: „Abendmahl hinter Gittern?” (Symbolpredigt) 21. April 2011, Gründonnerstag

Psakramentshausredigt zum Gründonnerstag mit Blick auf das Gollhöfer  Sakramentshäuschen aus dem Jahr 1517.

Liebe Gemeinde,
im Jahr 1517 wurde es in die damals noch recht neue und „leere” Kirche von Gollhofen eingebaut: Unser Sakramentshäuschen. Denn hier vorne stand im sonst leeren Raum nur ein kleiner Altar mit zwei Bilder-Flügeln.
Hans Has hat dieses Häuschen gestiftet – Die Inschrift an der Seite beinhaltet sein Wappen, nämlich einen Hasen, seinen Namen und eine nicht entzifferbare Formulierung. Möglicherweise war Hans Has damals Bürgermeister.

Die Geschichte des „Sakramentshäuschens”

Das Sakramentshäuschen ist ein kleines gotisches Schlösschen geworden. Etliche Meter hoch, mit vielen Ornamenten, Türmchen und Spitzen. Es war sicher aufwändig herzustellen und zu stabilisieren. Aber es sollte so sein – schließlich ging es nicht um irgendein Möbelstück im Gotteshaus. Das Sakramentshäuschen sollte die geweihten Hostien beherbergen. Den Leib Christi. Für diesen wertvollen Schatz wollte man auch eine würdige Wohnung bereitstellen. Schon in den Jahrzehnten vorher waren Sakramentshäuschen in ganz Deutschland in Mode gekommen. ich will weiterlesen

Predigt: „Aufgeweckt statt eingeweckt” (Symbolpredigt zum Wecker) 17. April 2011, Konfirmation

Swecker1ymbolpredigt zur Konfirmation: Es geht um den Wecker und seine vielfältigen Möglichkeiten im Leben … und um den Glauben, der aufgeweckt werden will.

Liebe Laura, lieber Markus,

es gibt Geräusche, die rufen in uns sofort bestimme Gefühle hervor. Zum Beispiel ein klingelnder Wecker. Wenn ich den höre, kriege ich fast reflexartig schlechte Laune, es zieht sich in mir etwas zusammen, ich ziehe unmerklich den Kopf ein, als wollte ich tiefer unter die Bettdecke schlupfen … ach, ich will jetzt nicht aufstehen, im Bett isses so gemütlich, muss das wirklich sein? Ihr merkt, wer so auf den Wecker reagiert, der ist ne echte Schlafmütze.
Aber ehrlich gesagt: Wenn diese unerfreulichen 10 Minuten rum sind, da bin ich dann doch froh, dass der Wecker nicht erst um 8 geklingelt hat. Denn dann ist der Tag noch jung, man kann etwas anpacken, man kommt mit netten oder interessanten Menschen zusammen – ja es wird ein guter Tag – aufgeweckt und munter kremple ich die Ärmel hinter: Es geht los! ich will weiterlesen