Symbolpredigt: Meine inneren Akkus – 18. Februar 2018

Nicht nur das Smartphone hat einen Akku. Auch wir Menschen haben innere Energiereserven, die gepflegt und aufgeladen werde wollen. Die Predigt schaut darauf, wie Jesu mit seinen  Akkus umgegangen ist, betrachtet Lade-Stationen und den Memory-Effekt.

 

Liebe Gemeinde,

überall haben wir sie: Akkus! Wiederaufladbare Batterien. Im Smartphone, unter der Motorhaube, im elektrischen Rasierapparat. Viele Menschen bestücken auch ihre Elektrogeräte oder Spielzeuge mit aufladbaren Batterien: Von der Taschenlampe bis zur Fernsteuerung – auch mein Funkmikrofon hier hat zwei Akkus drin. Heute werden die hoffentlich noch durchhalten, dann nehme ich sie mit nach Hause und lege sie ins Ladegerät. Nach ein paar Stunden sind sie dann wieder voll und einsatzbereit. ich will weiterlesen

Symbolpredigt: Früher war mehr Lametta (Was uns Lametta über Weihnachten lehrt) Heilig Abend, 24. Dezember 2017

Lametta – der Stanniolgewordene Inbegriff des Weihnachtskitsches? Ich bin überzeugt: Die feinen Fäden knüpfen sehr elegant ihre Verbindung zu Gottes Herrlichkeit, seiner Vergebung und mancher Last, die wir mit Weihnachten verbinden.

Früher war mehr Lametta

„Früher war mehr Lametta”, das sagt Opa Hoppenstedt in der berühmten Szene von Loriot: „Weihnachten bei den Hoppenstedts”.
Das ist jetzt schon 40 Jahre her. Und tatsächlich war früher mehr Lametta. Irgendwie ist es aus der Mode gekommen. Ich selber weiß aus meiner Kindheit noch, dass da Lamettafäden am Baum hingen, aber irgendwann waren sie verschwunden. Dennoch gehören diese seltsamen silbernen und goldenen Fäden, zu meinen Kindheitserinnerungen.

Zeitreise

Überhaupt ist Weihnachten ein Fest, an dem man eine Zeitreise unternimmt.
Zurück zu der Atmosphäre, als man selbst Kind war. So viele Erwartungen und Hoffnungen waren mit dem Heiligen Abend verbunden, so viele Wünsche wurden wahr. Auch wenn wir nun erwachsen sind: Ein bisschen von jenem Gefühl erhoffen wir uns doch von diesen Fest, und sind berührt, wenn wir an den Kindern erleben können, dass sie in diesen Tagen das Gleiche empfinden können wie wir damals. ich will weiterlesen

Schulschlussgottesdienst: Ich brauch ´ne Power-Bank

In diesem Schul-Gottesdienst entwickeln wir, was den Schülern in den Ferien als Quelle der Kraft und Regeneration dienen kann. Dazu gibt es ein Anspiel, an das sich drei „Bekenntnisse“ zu jeder der drei Power-Banks anschließt.
Ein großes Dankeschön an meine Kolleginnen Susanne Heimberger und Katrin Dumann vom Friedrich-Alexander-Gymnasium Neustadt/Aisch, die diesen Gottesdienst mitentworfen haben. Sie Szenen haben mal wieder wunderbar engagierte Schülerinnen der achten Klassen gespielt.

Ablauf:

Musik
Begrüßung
Gebet
Lied: Danke für diesen guten Morgen
Anspiel: Im Media-Markt
Drei Bekenntnisse: Meine Powerbank
Familienurlaub
Bibel
Freunde&Nichtstun
Selbstgelötetes Video
Fürbitten
Vaterunser
Segen
Lied: Möge die Straße…

ich will weiterlesen

Spielszene als Predigt: Licht der Welt – Sonne oder Kerze? (Freiluftgottesdienst zu Johannes 8,12 mit Taufe) 25. Juni 2017

In diesem Open-Air-Gottesdienst haben wir den kleinen Noel getauft. Als Besucher waren auch die örtlichen Kindergärten dabei. Zur Verkündigung hatten wir die folgende Spielszene.

Rollen:
A: Junge Frau, mit den üblichen Sonnebad-Utensilien
B: Nachdenklicher Mann mit einer kleinen Holzlaterne
Pfr: Pfarrer

A) Einleitung: Licht kann vieles sein

Pfr: “Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.” – So sagt Jesus im Johannesevangelium über sich selbst. Jesus als Licht der Welt. Das klingt gut! – Positiv – buchstäblich hell –
Heute Vormittag wollen wir einmal genauer drauf schauen, was es denn heißt, wenn Jesus unser Licht ist. ich will weiterlesen

Predigt zur Konfirmation: Die Schatzkiste des Glaubens (Symbolpredigt zu Matthäus 13, 44ff) 9. April 2017

Das Gleichnis vom Schatz im Acker bietet die Grundlage  für diese Predigt, in der Konfirmanden eine Schatzkiste bekommen, in der sie fünf Symbole finden, die ihnen zeigen sollen, welche Schätze unser Glaube birgt. Hinweise zur Beschaffung der Materialien finden Sie wie immer am Ende der Predigt.

Liebe Konfirmanden

Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand. So haben wir es gerade im Evangelium gehört.

Ich versuche mir das mal vorzustellen: Da schaut irgendwo aus der Erde die Ecke von einer alten dreckigen Kiste. Vielleicht schon ein bisschen morsch, müffelt recht vergammelt … aber wer schlau ist, der schaut sich die Kiste genauer an: Buddelt sie aus, stellt sie auf festen Boden und öffnet den Deckel, um zu sehen, welche Schätze darin verborgen sind.
Ich glaube, unser christlicher Glaube ist manchmal auch so eine Schatzkiste. Der liegt da ja auch schon ewig rum – der ist nicht neu und hip! Schaut von außen manchmal nicht so sensationell aus. Alte Lieder, Gottesdienste, die manchmal auch ein bisschen langweilig sind, ein Pfarrer, der nervt, weil irgendwas noch nicht gelernt worden ist. Also von außen …..?
Man muss die Schatzkiste des Glaubens öffnen, um herauszufinden, ob da wirklich ein Schatz drin ist, der mein Leben reich machen kann. Und genau das will ich mit euch heute machen. Dazu müsst ihr erst mal die Kiste finden! Irgendwo wird sie ja wohl sein. Vielleicht sind da sogar so viele, versteckt dass für jeden eine dabei ist. ich will weiterlesen

Predigt: Die mobile Minikrippe (Symbolpredigt) 25. Dezember 2016, Weihnachten

Ob es die kleinste Krippe des Welt ist? Zumindest die mit der sparsamsten Ausstattung! Und gerade diese Reduktion auf einen Strohhalm, drei Holzperlen und eine Spiegelscherbe bietet die Basis für diese Symbolpredigt.
Nachtrag (Nov. 2017): Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Menschen sich noch jetzt an die Symbole erinnern, und wissen, wo diese Schachtel bei ihnen daheim liegt.

Liebe Gemeinde,
“Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge”.(Lk 2,6-8)
Endlich kommt der Sohn Gottes auf die Erde, und dann gibt es nicht mal einen vernünftigen und würdigen Platz für ihn. In eine Futterkrippe wird er gelegt. Zwischen Ochs und Esel eingeklemmt erlebt er dort seine ersten Tage und Wochen seines menschlichen Daseins. Und wer ihn besuchte, wird sich gewundert haben, wie armselig und mickrig dieser Ort für den König der Könige ausgefallen ist.

Mickrig – gewöhnlich – eigentlich gar nicht passend für das, was hier an Wunderbarem geschehen ist. Diese Beschreibung trifft nicht nur auf den Stall von Bethlehem zu, sondern auch auf das, was Sie da in Händen halten: Diese gewöhnliche Streichholzschachtel, die Sie vorhin erhalten haben. Das ist nämlich gar keine Streichholzschachtel, sondern eine Weihnachtskrippe! Und die möchte ich mit Ihnen heute morgen zusammen anschauen und bedenken. ich will weiterlesen

Früchte-Predigt an Erntedank: Wenn die Gaben am Altar zu erzählen beginnen (Symbolpredigt) 2. Oktober 2016

In20151005_105737 dieser Predigt werden Kartoffel, Zucchini, Weinrebe und Zierkürbis zu den Protagonisten. Sie lassen mich  von ihren unentdeckten Stärken und der mühsamen Integration von Fremden erzählen. Die Weinrebe erinnert an Jesu Wort vom Weinstock und Rebe und hält das Motto“weniger ist mehr“ hoch. Schließlich überrascht der Zierkürbis mit seiner gechillten Ansicht vom Leben: Ich bin „einfach so“ da. Weil Gott es gefallen hat, dass ich bin.

Liebe Gemeinde, liebe Präparanden und Konfirmanden,
das Schöne am Erntedankfest ist, dass ich da als Pfarrer beim Predigen nicht alleine hier vorne bin. Denn ich bin umgeben von vielen Kollegen – die auch von der Güte und Liebe Gottes erzählen! Ja, die Äpfel, Birnen und Sonnenblumen – sie alle sind ja Teil unserer Schöpfung, die von Gottes Fürsorge für uns berichten. Jede einzelne Erntedankgabe hat da etwas anderes zu erzählen.
Da wäre es eigentlich einmal spannend, genau hinzuhören, was die zu sagen haben. Ich gebe zu, dass wir als Pfarrer das viel zu selten tun, weil wir ja selbst so gerne reden … also habe ich mich gestern mal mit den Erntedankgaben zusammengesetzt und wir kamen ins Gespräch – und davon will ich heute morgen erzählen: ich will weiterlesen

Predigt mit Anspiel zur Kirchweih: Taufe – das Tattoo für die Ewigkeit (21. August 2016)

Zurkerwastempel2016 Kirchweih nehmen wir die Kirche als Ort der eigenen Taufe in den Blick. Zur Begrüßung erhalten die Gottesdienstbesucher einen Stempelabdruck auf den Arm. Darauf das uralte (und vielen unbekannte) Siegel des ersten Kirchleins, das hier im Ort stand. Dazu eine Reihe von Verben, die beschreiben, was uns Christen vor Ort ausmacht. Die Ortsburschen und Madli, die die Dorfkirchweih mitgestalten, sind auch die Akteure des Anspiels, das den Vergleich Tattoo und Taufe entwickelt.

Szene der Ortsburschen &-Madli:
A: hat ein neues Tatto, ziemlich stolz
B: Hat ein Tatto “Juliane” am rechten (!) Unterarm
C: Ohne Tatto, hat aber etwas Besonderes vor…

Die drei Kumpels (A,B,C) treffen sich, begrüßen sich …
A: Hi, ich muss euch mal was zeigen: Schaut, da, mein neues Tattoo.
C: Mann, da ist ja echt klasse geworden. Wie lange hast du das schon?
A: So zwei Wochen. Der Tätowierer hat echt was auf dem Kasten. Der ist zwar echt nicht billig, aber dafür schaut´s dann auch wirklich gut aus. (Zu B) Und was sagt du?
B: Ja…. klar ist schon wirklich gut gemacht, auch das Motiv ist mal ein bisschen was anderes, als das, was momentan überall gestochen wird. Hmm, schon cool.
A: Klar, des ist immer ein bisschen blöd mit diesen Mode-Motiven, die sich dann jeder Kasper machen lässt, bloß weil es grade in ist. Die sollen ja schließlich ein Leben lang passen. Ich hab bei meinem Tattoo jetzt auch ewig hin und her überlegt, bevor ich mich entschieden habe.
B: Wen sagst du das, achau, hier auf meinem Unterarm:
C: Ja, da steht der Name von deiner Freundin Juliane.
B: EX-Freundin! – Sie ist weg und das blöde Tattoo ist immer noch da. So ein Mist. ich will weiterlesen

Predigt: Wie zerbrochene Muscheln (Symbolpredigt mit Muschelbruchstücken) 13. September 2015

muschelquadratAlle Gottesdienstbesucher erhalten je eine Muschelschale, die jedoch zerbrochen ist. In der Predigt geht es um die Bruchstücke unseres Lebens. Wie gehen wir mit unserer eigenen Unvollkommenheit um, und wie reagieren wir auf die Macken und Kanten unseres Nächsten?  (Hinweise zur Praxis am Ende der Seite)

Liebe Gemeinde,
ich habe Ihnen etwas aus dem Urlaub mitgebracht. Das macht man ja so, dass man den Lieben daheim etwas mitbringt. Es sind Muscheln aus dem Mittelmeer, jede und jeder von Ihnen hat nun eine davon in der Hand.  Schön! Gell?
Oder sind Sie vielleicht etwas skeptisch? Weil da etwas nicht stimmt? Haben Sie auch so eine kaputte Muschel erwischt? Wo was fehlt, wo etwas abgebrochen ist? Das ist ja blöd! Also … mit einer schönen Muschel ohne Macke könnte man ja etwas anfangen, da hätte jeder von uns eine Idee. Aber so kaputt, zerbrochen … da fällt einem so schnell nichts ein. ich will weiterlesen

Predigt: Viele Körner – ein Brot (Symbolpredigt zur Konfirmation) 28. März 2015

Für Viele Körner - Ein Brotdie Konfirmationen in unseren beiden Dörfern hat Vikar Jonas Moßdorf angeregt, das Motiv „Viele Körner – ein Brot“ in verschiedenen  eigenständigen Predigt-Sequenzen zu entfalten. So entstand eine Zwei-Autoren-Predigt mit sehr selbstständigen Bilderwelten.

1. Das Bild von den Körnern und dem Brot

Liebe Konfirmandinnen, (liebe Konfirmanden),
ihr habt es sicher schon längst hier liegen sehen: Wir haben hier ein Brot – und darum soll es in den nächsten Minuten gehen. Ein Brot … in Worten: “Eines” – aber ihr wisst: So ein Brot ist aus vielen vielen einzelnen und unterschiedlichen Körnern gemacht. Weizen, Roggen, Dinkel, eine Handvoll Sonnenblumen und auch etwas Hafer. Ein echtes Körnerbrot! Viele Körner – ein Brot.
Wir haben uns gedacht: Das ist eigentlich auch ein passendes Bild für die christliche Gemeinde. Da wird auch aus vielen unterschiedlichen Menschen eine Gemeinschaft. Ihr sagt heute “ja” zu eurem Christsein, “ja” zu eurer Taufe. Damit ist jede(r) von euch ein Teil, ein Korn dieses Gemeinschafts-Brots.

ich will weiterlesen