Predigt: Den Glauben gießen und düngen (Lukas 22, 23) 29. Juni 2003, Goldene Konfirmation

Liebe Goldene Konfirmanden, liebe Gemeinde,

LEBEN IN PHASEN

Vieles in unserer Welt vollzieht sich in Phasen.
Die Corega-Tabs für die dritten Zähne, haben zwei Phasen: eine Reinigungsphase und eine zur Desinfektion der Zähne.
Ein Bausparvertrag hat eine Ansparphase, dann kommt die Ausschüttung, da baut man sein Haus, und dann kommt die Tilgungsphase, in der man seinen Kredit versucht zurückzuzahlen.
Unser Geschirrspülmittel für die Spülmaschine arbeitet sogar mit drei Phasen: eine zur Reinigung, eine zum Klarspülen und die letzte – ganz neue gibt es die – damit die Gläser auf Dauer nicht matt werden. ich will weiterlesen

Predigt: Der Turbo für meinen Weg als Christ (Matthäus 5, 9) 8. Juni 2003, Taufe von Robin L. am Pfingstfest

Liebe Familie L., liebe Paten und Familienangehörige, liebe Gemeinde,

„Selig sind die Friedfertigen, wenn sie werden Gottes Kinder heißen.“ (Mt 5,9)- das verspricht Jesus in den Seligpresungen; und das ist auch Robins Taufspruch.

DIE FRIEDFERTIGEN

Die Friedfertigen, die Friedens-Stifter, die hat man ganz gerne:
Denn die Friedfertigen sind es, die in einem Streit versuchen Ausgleich und Gerechtigkeit zu schaffen. Sie wollen nicht, dass eine Seite über die andere triumphiert. Sie möchten, dass beide Sichtweisen ernst genommen werden, sie wollen nicht, dass der Stärkere den Schwächeren übervorteilt.
Sie haben keinen Spaß am Streit, an Verletzungen und Vorwürfen.
Der Friedfertige ist sogar bereit, sich selbst ein wenig zurückzunehmen, und um des Friedens willen auch Nachteile in Kauf zu nehmen. Nicht der Sieg, sondern das friedliche Miteinander ist sein Ziel. ich will weiterlesen

Predigt: Quelle des Lebens (Psalm 36, 10) 1. Juni 2003 , Taufe von Luisa O.

Liebe Familie O. , liebe Patin, liebe Großeltern, liebe Taufgemeinde,

“ Bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht“ Ps 36,10 – das ist der Taufspruch für Luisa. Aus dem 36. Psalm habt ihr ihn euch ausgesucht.

DIE QUELLE

Die Quelle des Lebens ist das große Thema in diesen Vers.

– Was eine Wasser-Quelle ist, das wissen wir: Da sprudelt das Wasser hervor, wunderbar frisch, im Idealfall das ganze Jahr über. Eben so wie unsere Quelle beim Bischofsbrunnen.
– Was eine Geldquelle ist, darüber sind immerhin die meisten von uns im Bilde. Ein guter Beruf kann eine erfreuliche Geldquelle sein. Oder mancher Landwirt weiß, dass es nicht die Milchkühe im Stall, sondern die Zuckerrüben sind; die man bei ihm als Geldquelle benennen kann.  Für manchen ist es das Arbeitslosengeld, vielleicht auch das Erziehungsgeld, das alle Monate auf das Konto überwiesen wird. Vielleicht ist es auch die Scheckkarte des Ehemanns. ich will weiterlesen

Predigt: Der gute Hirte (Johannes 10, 1-16; 27-30) 4. Mai 2003

Joh 10, 11-16.(27-30)    – Der Gute Hirte
11 Ich bin  der gute Hirte. Der gute Hirte  läßt sein Leben für die Schafe.
12 Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht
– und der Wolf stürzt sich auf die Schafe und zerstreut sie -,
13 denn er ist ein Mietling und kümmert sich nicht um die Schafe.
14 Ich bin der gute Hirte und  kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich,
15 wie mich mein Vater kennt, und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe.
16 Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muß ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.
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Predigt: Der Eckstein (Psalm 118, 14-24) 20. April 2003, Ostersonntag

Liebe Gemeinde,

die Psalmen gehören zu den gewichtigsten Abschnitten unseres Alten Testaments. Eine Sammlung von 150 Liedern. Die Melodien, mit denen sie einst in Israel gesungen worden sind, kennen wir nicht mehr. Stattdessen haben wir ihnen teilweise eine neue Melodie gegeben: Der Introitus am Anfang des Gottesdienstes ist ja immer ein vertonter Psalm.

Ich muss zugeben: Wenn wir die Psalmen aber nur als Vorlage für unseren Introitus nehmen würden, dann würden wir der Bedeutung dieser Liedern nicht gerecht. Weder textlich noch musikalisch. Denn damals hat man sie sicher mit mehr Begeisterung und eingängigeren Melodien gesungen, als wir das heute mit unseren gregorianischen Psalmtönen tun. ich will weiterlesen

Predigt: Die zweite Wirklichkeit sehen (Johannes 19, 16-30) 18. April 2003 , Karfreitag 2003

Liebe Gemeinde,

Die Kreuzigung Jesu – eine Erzählung, die uns sehr bekannt erscheint. An Karfreitag wird traditionell darüber gepredigt. Man könnte meinen: Alle Jahre müsste die gleiche Predigt kommen. Aber sie wissen als Gottesdienstbesucher aus jahrelanger Erfahrung: Es gibt immer etwas Neues zu entdecken.

Den Bericht des Johannesevangeliums haben sie eben bereits in der Lesung gehört. Der Evangelist Johannes hat diese Kreuzigung in vielen kleinen Szenen dargestellt:  Zunächst die Kreuzigung selbst, dann der Streit über die Inschrift „König der Juden“, die Soldaten, die um Jesu Gewand würfeln, das Gespräch des Gekreuzigten mit Maria und am Schluß Jesu Tod.

Ich möchte mit ihnen diese fünf Szenen mit offenen Augen entlanggehen, und schauen was wir da entdecken können. ich will weiterlesen

Predigt: Unter dem Regenbogen Gottes (Symbolpredigt mit dem Regenschirm zur Konfirmation 2003) 13. April 2003

Liebe Konfirmanden, liebe Eltern und Paten, liebe Festgemeinde.

Die zweijährige Vorbereitungszeit für die Konfirmation geht heute für euch zu Ende. Nachher werdet ihr euer Konfirmationsversprechen ablegen und den Segen zur Konfirmation empfangen. In diesem Segen heißt es „Gott Vater, Sohn und heiliger Geist, gebe dir seine Gnade.
Schutz und Schirm vor allem Bösen Stärke und Hilfe zu allem Guten“.

Wenn es da “ Schutz und Schirm“ heißt, was liegt da näher, als euch einmal einen Schirm mitzubringen. (Schirm holen und geschlossen zeigen) ich will weiterlesen

Predigt: Aufbruch ist mehr als „Kopf hoch“ (Jesaja 40, 26-31) 7. April 2002

Predigt zur  Erinnerung an die Zerstörung des Dorfes am 6. April 1945

Liebe Gemeinde,
Unser heutiger Predigttext steht beim Propheten Jesaja im 40. Kapitel.

26 Hebet eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat dies geschaffen? Er führt ihr Heer vollzählig heraus und  ruft sie alle mit Namen; seine Macht und starke Kraft ist so groß, daß nicht eins von ihnen fehlt.
27 Warum sprichst du denn, Jakob, und du, Israel, sagst: »Mein Weg ist dem HERRN verborgen, und mein Recht geht vor meinem Gott vorüber«?
28 Weißt du nicht? Hast du nicht gehört? Der HERR, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich.
29 Er gibt dem Müden Kraft, und Stärke genug dem Unvermögenden.
30 Männer werden müde und matt, und Jünglinge straucheln und fallen;
31 aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln  wie Adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht müde werden.
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Predigt: Die Versuchung Jesu – Israel sucht den Superstar (Matthäus 4, 1-11) 9. März 2003

Mt 4,1-11: Die Versuchung Jesu
Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel  versucht würde.
2 Und da er  vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn.
3 Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, daß diese Steine Brot werden.
4 Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben (5. Mose 8,3): »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.«
5 Da führte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels
6 und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben (Psalm 91,11-12): »Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben; und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.«
7 Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht auch geschrieben (5. Mose 6,16): »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.«
8 Darauf führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit
9 und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.
10 Da sprach Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn es steht geschrieben (5. Mose 6,13): »Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen.«
11 Da verließ ihn der Teufel. Und siehe, da  traten Engel zu ihm und dienten ihm. ich will weiterlesen

Predigt: Kinder Gottes haben´s gut (1. Johannes 3,1) Taufe von Simon, 16. Februar 2003

Liebe Familie W., lieber Taufpate, liebe Verwandte, liebe Gemeinde,

„Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, daß wir Gottes Kinder heißen.“ So steht es im ersten Brief des Johannes.

In diesen Taufspruch für ihren Simon geht es um das Kindsein. Er sagt:
„Ihr seid Kinder, auch wenn ihr schon längst Erwachsene seid. Ihr bleibt die Kinder eurer Eltern und ihr seid – als Christen – Kinder Gottes“.

Darum möchte ich ein bisschen mit ihnen gemeinsam über das Kindsein nachdenken. Mit ihnen zusammen entdecken, welche Gemeinsamkeiten es gibt zwischen „Kind seiner Eltern sein“ und dem „Kind Gottes“ sein. ich will weiterlesen