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Predigt: Unerschrocken aufs Ende zugehen (Matthäus 24, 1-14) Predigt zur Installation,4. Dezember 2004

Unser Predigttext für den heutigen Sonntag steht bei Matthäus im 24 Kapitel:

Und Jesus ging aus dem Tempel fort, und seine Jünger traten zu ihm und zeigten ihm die Gebäude des Tempels.
2 Er aber sprach zu ihnen: Seht ihr nicht das alles? Wahrlich, ich sage euch:  Es wird hier nicht ein Stein auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde.
Und als er auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger zu ihm und sprachen, als sie allein waren: Sage uns, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der Welt?
4 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Seht zu, daß euch nicht jemand verführe.
5 Denn es werden viele  kommen unter meinem Namen und sagen:  Ich bin der Christus, und sie werden viele verführen. ich will weiterlesen

Historien-Predigt: Heiraten anno 1914, 1. November 2004, Kirchweihmontag

Liebe Gemeinde,

wie am Kirchweihmontag üblich, werfen wir einen historischen Blick auf des Leben unserer Gemeinde. Diesmal möchte ich nicht in die Chronik der ablaufenden jahre blicken, sondern ihnen aus der Pfarrbeschreibung von 1914 vorlesen.

Eine Pfarrbeschreibung ist eine Art „Momentaufnahme“ der Kirchengemeinde. Der Pfarrer verfasst sie, um darzustellen, wie die Gemeinde gerade aussieht:
Wie groß ist sie, welcher Beschäftigung gehen die Menschen im Dorf nach, wie steht es um die kirchlichen Gebäude, wie steht es um den Gottesdienstbesuch und vieles mehr.
Dazu gehörte damals für Pfarrer Wilhelm Sebastian Schmerl auch eine Darstellung der Amtshandlungen, wie liefen Trauungen, Taufen und Beerdigungen ab? ich will weiterlesen

Predigt zum Reformationstag: Gott sagt: „Passt scho´“ (Römer 3, 21-28), 31. Oktober 2004

Römer 3, 21-28 (Übersetzung: Hoffnung für alle)
Jetzt aber ist ohne Gesetz Gottes Gerechtigkeit geoffenbart worden, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten: 22   Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesus Christus für alle, die glauben. Denn es ist kein Unterschied, 23   denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes 24   und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist. 25  Ihn hat Gott dargestellt zu einem Sühneort durch den Glauben an sein Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit wegen des Hingehenlassens der vorher geschehenen Sünden unter der Nachsicht Gottes; 26   zum Erweis seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, daß er gerecht sei und den rechtfertige, der des Glaubens an Jesus ist.
27   Wo bleibt nun der Ruhm? Er ist ausgeschlossen. Durch was für ein Gesetz? Der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens. 28   Denn wir urteilen, daß ein Mensch durch Glauben gerechtfertigt wird, ohne Gesetzeswerke.
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Siehe, in die Hände habe ich dich gezeichnet (Jesaja 49, 15+16) 24. Oktober 2004, Silberne Konfirmation

Liebe Festgemeinde, Liebe silberne Konfirmanden

Gestern Abend saßen viele von Ihnen der Gastwirtschaft zusammen zum Klassentreffen. Ich stelle mir das schon ganz schön interessant vor: “ Ja, wohin hat es denn dich verschlagen?“ wird gefragt. Und da gibt es natürlich alles mögliche zu erzählen – gerade dann, wenn man sich viele Jahre nicht mehr gesehen hat.
Und je später der Abend, um so interessanter werden die Geschichten … ich will weiterlesen

Predigt: Licht ist mehr als das Fehlen von Dunkelheit (Johannes 8,12) 5. September 2004, Taufe von Lars

Liebe Familie N.N., liebe Taufgemeinde

Wir sehnen uns nach Licht

kennen Sie den Grottenolm? – Im Urlaub haben wir ihn kennen gelernt. Nicht jetzt, sondern schon vor 2 Jahren.
In einer Höhle im Harz haben wir eine Führung mitgemacht und tief unten in dieser Höhle waren in einem kleinen Tümpel ein knappes Dutzend Grottenolme.
Sie sehen tatsächlich so komisch aus, wie sie heißen: Wie gebleichte Salamander ohne Augen.
Ja … sie haben keine Augen! Diese seltsamen Tiere leben in absoluter Dunkelheit. – das ist ein Leben! ich will weiterlesen

Predigt: Wo soll er seine Wurzeln schlagen? (Jeremia 17, 7+8) 16. Mai 2004, Taufe von Sebastian

Liebe Taufgemeinde,

Einen Baum pflanzen

Wenn ich einen Baum pflanzen will, dann brauche ich zunächst ein Bäumchen, einen Spaten und einen passenden Platz. Und das mit dem idealen Platz ist gar nicht einfach. Die Lichtverhältnisse sollen passen, die Zusammensetzung des Bodens, und auf einer Wasserader sollte man auch nicht gerade pflanzen. Jedesmal wenn der Obst- und Gartenbauverein den Konfirmandenbaum aufstellt, macht ihr euch darüber diese Gedanken. – Wo soll er hin, der Baum, damit mal was Gescheites aus ihm wird? Die Ortswahl ist manchmal entscheidend für das Gelingen der Aktion. ich will weiterlesen

Predigt: Wer ist der Größte (Matthäus 18, 4 f) 2. Mai 2004, Taufe von Bastian

Liebe Familie N.N., Liebe Paten, liebe Gemeinde

Wer sich so klein machen kann, wie dieses Kind, der wird im Himmelreich der Größte sein. Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf.
(Mt 18, 4+5)

Think BIG!

Wer ist der Größte?
Diese Frage hat damals die Jünger bewegt, und uns ist sie auch nicht unbekannt.
Wer ist der Größte?
Wer ist am bekanntesten, wer hat das schönste Haus, das größte Auto, wer hat am meisten Einfluss? ich will weiterlesen

Predigt zur Konfirmation: Worte, die bleiben (Markus 13, 31; Text der Jahreslosung 2004) 4. April 2004

Liebe Konfirmandinnen, liebe Konfirmanden, liebe Paten und Eltern und Verwandten,liebe Festgemeinde

Was schenkt man denn so seinen Konfirmanden?bpred101a Ich habe mir überlegt: warum nicht mal ein kleines Tierchen? Und damit ihr mit dem Füttern kein Problem habt , bekommt jeder von euch ein totes Exemplar – die fressen dann wenigstens nichts mehr.

Es handelt sich um einen Kopffüßler – Tintenfische zum Beispiel sind Kopffüßler –  einen Ammoniten, der vor etwa 100 Million Jahren auf der Insel Madagaskar gelebt hat. – Seht: Das ist der Kamerad! (Jeder Konfirmand erhält ein Exemplar eines versteinerten Ammoniten) ich will weiterlesen

Predigt: Auf den Rahmen kommt es an! (Epheser 5, 1-8) 14. März 2004

Der wunderbare Rahmen
Es war das erste warme Wochenende im März. Petra und Martin hatten sich in den Frühjahrsputz gestürzt. Im Garten, im Abstellraum und auf dem Dachboden wurde geräumt, gegruschelt, weggeworfen, aufgehoben und geputzt. So manches Interessante kam dabei zum Vorschein. Die Sensation des Tages war dabei ein alter Bilderrahmen. Er musste noch von der schon lange verstorbenen Oma sein.

Beim Kaffeetrinken betrachteten die beiden ihren Fund ganz genau: Ein wunderschöner, großer Jugendstil-Rahmen. Mit schlichter Eleganz, nicht zu viel Schnörkeln, einigen vergoldeten Ecken …. Er hatte eine ganz besondere Ausstrahlung. Das Bild, dass er einst umrahmte, fehlte. ich will weiterlesen

Predigt: Engel sind für Gott zu langweilig (Hebräer 2,16) 29. Februar 2004

Liebe Gemeinde,

Es gibt Fragen, die werden einem als Pfarrer immer wieder gestellt. Oft solche, mit denen man nie gerechnet hätte, dass sie auf der Hitliste der Fragen ganz oben stehen. Eine von ihnen ist: „Herr Pfarrer, sagen Sie mir mal, wer schreibt ihnen vor, worüber sie predigen sollen“?
Dann erkläre ich möglichst kurz und verständlich, dass es für jeden Sonntag im Kirchenjahr eine Liste von sechs verschiedenen Predigttexten gibt, durchnummeriert von 1 bis 6. Im letzten Jahr war der Text Nummer eins dran, in diesem Jahr der mit der Nummer 2, im nächsten Jahr die drei, und im siebten Jahr, das wäre dann im Jahre 2009, kommt wieder die eins auf den Tisch beziehungsweise auf die Kanzel. So gibt’s über lange Zeit keine doppelten Texte und möglichst wenig Langeweile.
Mein Gesprächspartner fragt dann meistens nochmal nach: „Müssen sie den Text denn nehmen?“ Nein, sage ich dann, ich habe immer die Freiheit ein anderen Text zu nehmen; mich mit einem Thema, einem Bild oder einem Lied zu beschäftigen. ich will weiterlesen