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Predigt “Kämpfe den guten Kampf des Glaubens” (1. Tim 6,12) 21. Mai 2006, Goldene Konfirmation in Gollhofen

Liebe Gemeinde,

vor 50 Jahren hat Pfr. Himmler zur Konfirmation über einen Vers aus dem 1. Timotheusbrief gepredigt. Im 6. Kapitel formuliert Paulus für seinen Mitarbeiter Timotheus einen lebensumfassenden Ratschlag: Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen.

Zur Konfirmation bietet sich solch eine Weisung füŕs ganze Leben an. Und jetzt nach 50 Jahren ist es möglicherweise auch ganz spannend, auf den Spruch und auf die eigenen vergangenen Lebensjahre zurückzuschauen. ich will weiterlesen

Predigt zur Konfirmation: Ihr seid das Salz der Erde (Matthäus 5, 13) 9. April 2006

Predigttext:konfirm06 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als daß man es wegschüttet und läßt es von den Leuten zertreten. (Matthäus 5,13)

Liebe Konfirmanden,

“Ihr seid das Salz der Erde” sagt Jesus in der Bergpredigt zu seinen Zuhörern.  Ihr, die ihr an mich glaubt, seid Salz!  Naja, ich habe schon mal schmeichelhaftere Komplimente gehört: Du bist ein Goldschatz, eine Superfrau, ein wilder Feger, ein prima Kumpel. – Wer das hört, freut sich und fühlt sich geehrt … aber “du bist ein Salz!”. Was hat sich Jesus nur dabei gedacht? ich will weiterlesen

Predigt: Wo ziehst du deine Grenzen? (1. Mose 13, 1-12), 4. März 2006, Jahrestag der Siebnervereinigung Uffenheim (Feldgeschworenenvereinigung)

Predigttext:
So zog Abram herauf aus Ägypten mit seiner Frau und mit allem, was er hatte, und Lot auch mit ihm, ins Südland.2 Abram aber war sehr reich an Vieh, Silber und Gold. 3 Und er zog immer weiter vom Südland bis nach Bethel, an die Stätte, wo zuerst sein Zelt war, zwischen Bethel und Ai, 4 eben an den Ort, wo er früher den Altar errichtet hatte. Dort  rief er den Namen des HERRN an. 5 Lot aber, der mit Abram zog, hatte auch Schafe und Rinder und Zelte. 6 Und das Land konnte es nicht ertragen, daß sie beieinander wohnten; denn ihre Habe war groß, und sie konnten nicht beieinander wohnen.7 Und es war immer Zank zwischen den Hirten von Abrams Vieh und den Hirten von Lots Vieh. Es wohnten auch zu der Zeit die Kanaaniter und Perisiter im Lande. 8 Da sprach Abram zu Lot: Laß doch nicht Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Brüder. 9 Steht dir nicht alles Land offen? Trenne dich doch von mir! Willst du zur Linken, so will ich zur Rechten, oder willst du zur Rechten, so will ich zur Linken. 10 Da hob Lot seine Augen auf und besah die ganze Gegend am Jordan. Denn ehe der HERR Sodom und Gomorra vernichtete, war sie wasserreich, bis man nach Zoar kommt,  wie der Garten des HERRN, gleichwie Ägyptenland. 11 Da erwählte sich Lot die ganze Gegend am Jordan und zog nach Osten. Also trennte sich ein Bruder von dem andern, 12 so daß Abram wohnte im Lande Kanaan und Lot in den Städten am unteren Jordan. Und Lot zog mit seinen Zelten bis nach Sodom. ich will weiterlesen

Predigt: Alles hat seine Zeit (Kohelet 3, 1-8) 5. Feb 2006

Liebe Gemeinde,

Bruce allmächtig”

Bruce Nolan hat es eigentlich ganz gut: Er ist Mitarbeiter einer Fernsehstation in seiner Heimatstadt Buffalo und ist täglich mit einem Kamerateam unterwegs um kleine humorvolle Beiträge für die Lokalnachrichten aufzunehmen. Daheim wartet seine langjährige Lebensgefährtin Grace abends auf ihn. ich will weiterlesen

Predigt: Gott spricht: Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht (Josua 1,5 a) 31. Dezember 2005, Jahreslosung von 2006

Josuajahreslos2006 fühlt sich wie ein König wider Willen. Über Jahre hinweg hatte er als rechte Hand des Mose gewirkt, als es darum ging das Volk Israel aus Ägypten ins gelobte Land zu führen. Er war da, wo man ihn brauchte; führte aus, wozu man ihn beauftragte. Er genoss hohes Ansehen, und genoss auch seine wichtige Aufgabe. Jetzt nach dem jahrelangen Zug durch die Wüsten und Steppen südlich und östlich des Landes Kanaan war es endlich soweit: In wenigen Tagen sollte die Grenze zum gelobten Land, der Jordan, überschritten werden. Jeder freute sich auf den großen Moment – nur Josua hing düsteren Gedanken nach. ich will weiterlesen

Predigt: Die Krippe als geschnitztes Evangelium, 25. Dezember 2005, Erster Weihnachtstag

Liebe Gemeinde,
krippe01seit dem Heiligen Abend steht sie bei uns: Unsere neue Weihnachtskrippe.
Vor über einem Jahr hatten Eltern der diesjährigen Konfirmanden die Idee, die Konfirmandenspende für eine Krippe zu verwenden. Die Konfirmanden wurden mit einbezogen, der Kirchenvorstand hat beraten und Herr Helmut Schmidt aus Gollachostheim hat dann den Stall für uns hergestellt.
Natürlich – der Stall ohne Figuren, ohne Heilige Familie ist wenig sinnvoll – darum kamen nun passende geschnitzte Figuren aus dem Grödener Tal. ich will weiterlesen

Predigt: Weihnachtsfreude: Wunschlos glücklich? (Szene und Erzählung) 18. Dezember 2005

Gemeinsamer Gottesdienst von Pfarern aus 7 Pfarreien im Dekanat Uffenheim
An diesem Gottesdienstentwurf haben mitgeschrieben:
Pfr. Jürgen Blum, Lipprichhausen
Pfr. Helmut Spaeth, Wallmersbach
Pfr. Alexander Seidel, Gollhofen

Anspiel (zweiteilig)

Szene 1: Ehekrach

Engel (E): „Freuet euch, denn der Herr ist nahe…“

Geht auf ein Ehepaar zu, das gerade dabei ist, Weihnachtsvorbereitungen zu organisieren.  Sie steht auf der Empore und räumt auf. Er betritt den Kirchenraum und geht pfeifend zu seiner Frau. ich will weiterlesen

Predigt zum Lied EG 302 „Du meine Seele singe“ von Paul Gerhard, 6. November 2005

Verse 1-3

1. Du meine Seele, singe, wohlauf und singe schön dem, welchem alle Dinge zu Dienst und Willen stehn. Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd; ich will ihn herzlich loben, solang ich leben werd.
2. Wohl dem, der einzig schauet nach Jakobs Gott und Heil! Wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Teil, das höchste Gut erlesen, den schönsten Schatz geliebt; sein Herz und ganzes Wesen bleibt ewig unbetrübt.
3. Hier sind die starken Kräfte, die unerschöpfte Macht; das weisen die Geschäfte, die seine Hand gemacht: der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer, der Fisch unzähl’ge Herde im großen wilden Meer.

Liebe Gemeinde,

„Du meine Seele singe, wohlauf und singe schön.“ –

Paul Gerhard hat dieses Lied auf der Basis des 146. Psalms geschrieben:

Da heißt es: Lobe den HERRN, meine Seele! Ich will den HERRN loben, solange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, solange ich bin.

Bei Paul Gerhard wird daraus:  „Ich will den Herren droben, hier preisen auf der Erd, ich will ihn herzlich loben solang ich leben werd.” Und irgendwie ist das für ihn auch die Überschrift für das ganze Lied. ich will weiterlesen

Predigt: Reformation in Gollhofen – Die Jahre 1517 bis 1552, Kirchweihmontag, 31. Oktober 2005

Ein Blick in die Geschichte unserer Kirchengemeinde

Was geschah zwischen dem Thesenanschlag Luthers 1517 und dem Wechsel unserer gemeinde Gollhofen zum evangelischen Glauben im Jahr 1552? Dazu werfen wir einen Blick in die Chronik von Gollhofen:

1517

Im Reformationsjahr wird in der Kirche von Gollhofen das Sakramentshaus im Altarraum errichtet. Der Hase an einer Seite verweist möglicherweise auf einen damaligen Bürgermeister mit Namen Has. Von dem, was sich in Wittenberg um den Theologieprofessor Martin Luther abspielte, nahm man keine Notiz. ich will weiterlesen

Predigt: Von der Kunst, dem Anderen unangenehme Wahrheiten zu sagen (Galater 6, 1-4) Kirchweihsonntag, 30. Oktober 2005

Predigttext: Gal 6, 1-4:
1 Liebe Brüder,  wenn ein Mensch etwa von einer Verfehlung ereilt wird, so helft ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist, ihr, die ihr geistlich seid; und sieh auf dich selbst, dass du nicht auch versucht werdest. 2 Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.3 Denn wenn jemand meint, er sei etwas, obwohl er doch nichts ist, der betrügt sich selbst. 4 Ein jeder aber  prüfe sein eigenes Werk; und dann wird er seinen Ruhm bei sich selbst haben und nicht gegenüber einem andern.

Liebe Gemeinde,
an die “lieben Brüder” schreibt der Apostel Paulus. – Die Schwestern müssen wir uns mal wieder selbst dazudenken. Ich gehe aber davon aus, dass er auch an sie gedacht hat, wenn er hier an die Gemeinde in Galatien – einem Teil der heutigen Türkei – schreibt. Schließlich hat er gerade auch den Frauen in den Gemeinden viel zu verdanken. Und oft genug grüßt er sie ja an den Enden seiner Briefe persönlich mit Namen. Von daher könnte man wohl auch ganz gut “Geschwister” übersetzen. ich will weiterlesen