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Predigt: mehr als nur schlechte Aussichten (Hebräer 11,1, Bild von René Magritte) 31. Dezember 2008

silvester_2008Liebe Gemeinde,

wer an der Nordsee Urlaub macht, der wird über kurz oder lang einmal das erleben, was die Einheimischen „Schietwetter” nennen. Das nasskalte Wetter an der Küste: Der raue Wind wirft das Meer zu ordentlichen Wellen auf, ein eklig kalter Nieselregen wird einem ins Gesicht gedrückt, durchnässt Jacke und Hose.
Der Himmel zieht sich düster zu, blau bis schwarz. An der Unterseite dieser Wolkendecke fegen einige helle Wolkenfetzen über das Meer.
Ein echtes Sauwetter – manche sagen, es sei gesund – „Reizklima”. Aber der einzige, der gereizt ist, bin ich, weil ich mir meine Urlaubstage anders vorstellt habe. Und jetzt sagen die im Wetterbericht, dass die Großwetterlage bis auf weiteres unverändert bleibt.- Toll. Schietwetter bis zum Ende des Urlaubs. ich will weiterlesen

Predigt: Gottes neue Form der Kommunikation (Johannes 1, 1-14) 25. Dezember 2008

Liebe Gemeinde,

an Weihnachten feiern wir, dass Jesus zu uns in die Welt kam. Und ganz selbstverständlich denken wir an den Stall von Bethlehem, die Hirten, an Maria und Josef. Wir können es uns auch kaum anders vorstellen. Dabei müsste das gar nicht so sein: Von den vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes erzählt nur Lukas von der außergewöhnlichen Geburt im Stall. Die übrigen drei fanden andere Begebenheiten wichtiger, zum Beispiel Matthäus, der von den Weisen aus dem Morgenland berichtet. ich will weiterlesen

Predigt zur Taufe von Jule M. und Konstantin K. 30. November 2008

Predigt zur Taufe von Jule M. und Konstantin K.  am 30. November 2008

Taufspruch Jule: Ps 91,4: Der Herr breitet seine Flügel über dich; ganz nah bist du bei ihm geborgen. (Übers. „Gute Nachricht”)

Taufspruch Konstantin:  1. Joh 3,18 Meine Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit

Liebe Familien M.  und K. , liebe Paten, liebe Tauf-Gemeinde,

„Der Herr breitet seine Flügel über dich; ganz nah bist du bei ihm geborgen”, so heißt es im Psalm 91 im vierten Vers. Das ist Jules Taufspruch; mit ihrem möchte ich anfangen – Ladies first; davon profitiert sie schon im zartesten Alter.
Unter den Flügeln Gottes geborgen zu sein, das ist ein schönes Bild, es erzeugt in mir ein gutes Gefühl: Schutz, Wärme, Geborgenheit, Liebe. Das alles steckt da mit drin. Wenn ich in der Taufe meine Tochter oder meinen Sohn Gott anvertraue, erhoffe ich mir oft genau das: Die Gegenwart eines Gottes, der mein Kind behütet, genauso wie ich für meine ganze Familie diesen Schutz erhoffe. ich will weiterlesen

Predigt zur Kirchweih: Der Zöllner Zachäus,Reservierte Plätze in der Kirche (Lk 19) 26. Oktober 2008)

Aktion kirchweih08_1vor dem Gottesdienst:
Jeder Gottesdienstbesucher wurde mit einer Reservierungskarte ausgestattet, mit der er  die Kirche betreten durfte und mit der er seinen persönlichen reservierten Platz einnehmen durfte.

Begrüßung im Gottesdienst:

Zu unserem Kirchweih-Gottesdienst grüße ich Sie ganz herzlich. Sie, die Gollhöfer, und auch die Gollhöfer, die nicht mehr hier wohnen, aber zur Kirchweih zu Besuch hierher kommen. Haben sie alle ihre Reserviert-Kärtchen? Und liegen sie jetzt vorschriftsm äßig auf der Gesangbuchablage? ich will weiterlesen

Predigt: Jetzt habt euch wieder lieb! (1. Johannes 2, 7-11) 19. Oktober 2008

1. Joh. 2, 7-11:schatz3
Meine Lieben, ich schreibe euch nicht ein neues Gebot, sondern das alte Gebot, das ihr von Anfang an gehabt habt. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr gehört habt. 8 Und doch schreibe ich euch ein neues Gebot, das wahr ist in ihm und in euch; denn die Finsternis vergeht und das wahre Licht scheint jetzt. 9 Wer sagt, er sei im Licht, und hasst seinen Bruder, der ist noch in der Finsternis. 10 Wer seinen Bruder liebt, der bleibt im Licht, und durch ihn kommt niemand zu Fall. 11 Wer aber seinen Bruder hasst, der ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis und weiß nicht, wo er hingeht; denn die Finsternis hat seine Augen verblendet.

 

Und jetzt habt euch wieder lieb!

Der Lärm aus der Kinderzimmer schallt bis in die Küche. Genervt legt die Mutter die halbeingefettete Backform auf den Herd und trocknet sich die Hände ab: Furchtbar, dieser Zickenkrieg, warum können die beiden Geschwister nicht einfach friedlich miteinander spielen? Warum müssen sie sich immer wieder derart in die Wolle kriegen? Mit festem Schritt steuert sie ins Kinderzimmer und staucht die beiden jungen Damen zusammen. ich will weiterlesen

Predigt: Ein Herz und eine Seele (Epheser 4, 1-4: ) 14. September 2008

Der Predigttext steht im Epheserbrief im 4. Kapitel._herz
So ermahne ich euch nun, ich, der Gefangene in dem Herrn, daß ihr  der Berufung würdig lebt, mit der ihr berufen seid, 2 in aller Demut und Sanftmut, in Geduld. Ertragt einer den andern in Liebe, 3  und seid darauf bedacht, zu wahren die  Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens: 4  EIN Leib und EIN Geist, wie ihr auch berufen seid zu EINER Hoffnung eurer Berufung; 5  EIN Herr, EIN Glaube, EINE Taufe;
6 EIN Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen.

Das Ehepaar

Ein Herz und eine Seele, wirklich! – so sprechen die Leute über Hans und Erika. Seit über 30 Jahren sind sie verheiratet und gelten in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis als Traumpaar. Bei den beiden scheint einfach alles zu passen. Auch Freunde die  mit ihnen zusammen in den Urlaub fahren, erleben sie als harmonisches Pärchen – ohne den Zoff, kein Streit. ich will weiterlesen

Predigt: Stroh – Vom Wert des Nutzlosen (Symbolpredigt) 10. August 2008

Die Predig_Stroht wird von verschiedenen ehrenamtlichen Mitarbeitern vorgetragen. Dazwischen jeweils einige Verse des Liedes 324 1-3 Ich singe dir mit Herz und Mund

Das nutzlose Stroh

Stroh – wir haben hier an der Linde schon einen Gottesdienst mit Halbedelsteinen gemacht … aber jetzt mit Stroh?  Hat denn der Pfarrer nur noch Stroh im Kopf? Natürlich hatte er beim Vorbereiten laufend das Thema “Stroh” im Kopf – und hoffentlich nicht in dem Sinne, wie wir es als Sprichwort verwenden: ich will weiterlesen

Predigt: Vergebung und Verantwortung (2. Samuel 12) 3. August 2008

Liebe Gemeinde,

Der Predigttext für heute steht im 2. Samuelbuch. Er beschreibt eine Szene im Palast von König David. Darin kommt der Prophet Nathan zu einer Audienz des Königs. Offenbar möchte der Prophet dem König einen Streitfall zwischen zwei Bürgern vorstellen und erbittet von David ein Urteil: ich will weiterlesen

Predigt: Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht! (Apg 18,0-10) 13. Juli 2008, Taufe von Paula

Liebe Gemeindeschweigen

Immer, wenn er auf der schmalen Pritsche in seiner Zelle lag, wanderte sein Blick über die Worte und Sätze, die die früheren Insassen an die Wand gekritzelt hatten. Teils mit Kreide, manche wurden auch mit einem spitzen Gegenstand in den Mörtel der Wand geritzt.iebesschwüre, Hasstiraden, alles war auf den 5 Quadratmetern vertreten.
Und er dachte sich: H ätte ich doch lieber nur geschrieben und nichts gesagt – den Mund nicht so weit aufgemacht. Jetzt sitze ich hier, weil ich den Mächtigen zu gefährlich wurde. Kein Mensch weiß, was aus mir wird, ob und wann ich einmal von einem Richter angehört werde.
Und was ist, wenn sie mich holen und verhören? Was soll ich tun?
Lieber schweigen, nichts sagen, nur nicht anecken – oder soll ichs doch wagen, meine Meinung zu sagen – die unbequeme Wahrheit laut aussprechen? ich will weiterlesen

Predigt: Menschenfischer – Ins Wasser fällt ein Stein (Anspiel mit Predigt) 22. Juni 2008, Gemeindefest

Anspiel: Szene im Clubhaus der Menschenfischerwasserstein2

Erzähler:
Folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen! – Das hat Jesus einst zu seinen Jüngern gesagt. Und sie haben viele Menschen gefischt. Oft haben sie sie herausgefischt aus schwierigen Situationen, aus menschlicher Not und Verzweiflung, und sie ans rettende Ufer gebracht.
So wurden sie zu einer richtigen Menschen-aus-der-Not-herausfisch-Organisation. Und sie haben sich schnell verbreitet, denn ihre Botschaft von der Rettung war den Leuten willkommen.
Werfen wir einmal einen Blick darauf, was aus dieser Truppe inzwischen geworden ist. ich will weiterlesen