Predigt: Baustelle Gemeinde (Themenpredigt zum Sommerfest) 20. Juni 2010

„Mitbaustelle2010 unsern Plänen und Ideen bauen wir die Welt
in der wir miteinander leben, wie es Gott gefällt.
Alle sind am Bau beteiligt, heute, jeden Tag,
komm bau mit an unsrer Welt, wie in dieser Stadt.”

Es wird gebaut in Gollhofen

Liebe Gemeinde,
eine Baustelle gibts bei uns im Dorf eigentlich immer irgendwo. Es wird gebaggert, gebuddelt, eingerüstet, abgerisen, aufgerissen … das volle Programm. Nicht bloß jeder für sich, auch auf der Ebene der Dorfgemeinschaft wurde gebaut und wird gebaut:
Die Kinderkrippe ist im Herbst entstanden, zuvor wurde das Gemeindehaus renoviert, im Friedhof die Urnenanlage angelegt, das neue Baugebiet wird ausgewiesen, ein neuer Spielplatz hier am Sportplatz ist ihn Planung. Einige potentiell leerstehende Häuser haben wieder Bewohner gefunden.  Im Industriegebiet geht auch immer irgendwas.
Das hat schon seinen Charme, die Bewegung, die in Gollhofen drinsteckt. Dass wir hier keinen Stillstand haben, sondern immer ein bisserl was geht.
Denn wo sich nichts tut, da droht Verfall. Denn Nichtstun – das kann man an Häusern genauso erleben wie am eigenen Körper, an einer Gemeinschaft oder einer Beziehung – Nichtstun führt dazu, dass der Zahn der Zeit unweigerlich anfängt zu knabbern. Verschleißerscheinungen, Abnutzung – aber auch Gewöhnung und Abstumpfen – das alles droht, wenn sich nichts tut. ich will weiterlesen

Predigt: Willkommen im Haus mit dem besonderen Fundament (Epheser 2, 12-22) 13. Juni 2010

Soepheser2_b seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist.

Zutritt verboten

“Zutritt verboten.  Nur für Befugte.” Solche Schilder kennen wir aus unserem Alltag. Sie sperren uns aus; sagen: Dieser Bereich hier ist nichts für dich; vielleicht weil er jemand anderem gehört, oder weil dort Gefahren lauern. Wenn ich so ein Schild lese, freue ich mich nicht besonders, weil ich es nicht mag, wenn man mich aussperrt, ich nicht zu denen gehöre, die dorthin dürfen.
Wenn ich vor 2000 Jahren leben würde, und in Jerusalem den Tempel besuchen wollte, dann würde ich da auch so ein Schild entdecken: In Stein gemeißelt, eingelassen in ein Mäuerchen, das den gesamten Tempelbezirk umgab: „Achtung: Kein Fremder darf den Bereich innerhalb der Brüstung um den Tempel betreten. Wer erfasst wird, ist für seinen Tod selbst verantwortlich.” ich will weiterlesen

Predigt: Dem Evangelium seine Sprache geben Pfingstsonntag (Apg 2, 1-18) 23. Mai 2010

Undpfingsten10 es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen,  und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist

[1] Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. [2] Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. [3] Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, [4] und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen. [5] Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. [6] Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. [7] Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa? [8] Wie hören wir denn jeder seine eigene Muttersprache? [9] Parther und Meder und Elamiter und die wir wohnen in Mesopotamien und Judäa, Kappadozien, Pontus und der Provinz Asien, [10] Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Einwanderer aus Rom, [11] Juden und Judengenossen, Kreter und Araber: wir hören sie in unsern Sprachen von den großen Taten Gottes reden. ich will weiterlesen

Predigt: Damit ihr Hoffnung habt (2. Kor 3,12) 9. Mai 2010

AmBild: Dieter Schütz/Pixelio.de Beispiel einer Szene aus „Wer wird Millionär“ geht es darum welche Kraft und Macht Hoffnung im Leben eines Menschen entfalten kann.

 

Szene bei „Wer wird Millionär”

Da sitzen sie zusammen im Backstage-Bereich, die Kandidaten zu „Wer wird Millionär”. Nervös sind sie alle. In 20 Minuten beginnt die Aufzeichnung.  Frau Friedrichs trinkt die fünfte Tasse Kaffe an diesen Nachmittag, sie will ja topfit sein für die Auswahlrunde, bei der es um Sekundebruchteile geht, wenn man Begriffe in die richtige Reihenfolge bringen muss. Und nur der Schnellste kommt in die Mitte und darf mit Günther Jauch ums große Geld spielen. Herr Morchat sitzt mit geschlossenen Augen im Schneidersitz in der Ecke auf dem Fußboden. Er meditiert … so will er durch große Gelassenheit den Sieg erringen. Friedemann Walter blättert im aktuellen Kölner Tagblatt, es könnte ja sein, dass eine tagesaktuelle Frage kommt, und da will er auf alles vorbereitet sein. ich will weiterlesen

Predigt: Weichenstellungen: Gottes Wege gehen (Psalm 25,4-5) 25. April 2010, Silberne Konfirmation

Diesesilberkonf2010 Predigt zur Silbernen Konfirmation blickt zurück auf die Lebenswege der Jubilare. Es geht um Weichenstellungen und das Wertschätzen des eigenen Lebenswegs.

Liebe Festgemeinde, Liebe Silberne Konfirmanden

an Festtagen wie heute hat man meist einen doppelten Blick: Man sieht sich in der Gegenwart – so wie immer, aber man schaut eben auch zurück, auf die letzten 25 Jahre und und noch ein bisschen weiter. Mannonan, jetzt bist du um die vierzig. Und damals, bei deiner Konfirmation, da waren 40-jährige schon alte Leute! – Ja so schnell vergeht die Zeit. ich will weiterlesen

Predigt: Verstecktes wird offenbar (2. Timotheus 1,20) Ostersonntag, 4. April 2010

Predigt ostern2010am Ostersonntag 2010 rund ums Osternestverstecken

 

Liebe Gemeinde,
das Osterfest ist auch das Fest der Ostereier und der versteckten Osternester. Auch wenn wir heute morgen die Auferstehung Jesu feiern: Daheim lauert schon das Osternest. Noch schlimmer: Unsere Kindergottesdienstkinder sind auch schon beim Osternestersuchen im Gemeindehausgarten. Schon seit dem 17. Jahrhundert gibt es die Tradition, dass man für die Kinder die bunten Eier im Garten versteckt. Und seitdem hat dieser Brauch nichts an seiner Beliebtheit eingebüßt. ich will weiterlesen

Predigt: Die Anziehungskraft des Glaubens (Hebr. 10,23) 28. März 2010, Konfirmation mit dem Symbol des Magneten

Die konf10_1Anziehungskraft des Glaubens wird am Beispiel von verschiedenen Magneten entfaltet. Ein bisschen Physikunterricht und ein großes Stück Glaubens-Kurs.
Hebr 10,23 Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat.

Liebe Konfirmanden, liebe Eltern und Paten, liebe Gemeinde,
in der biblischen Lesung von vorhin ging es darum, dass man am Bekenntnis, am Glauben festhalten soll. Da ist mir eingefallen: An etwas Festhalten, das können nicht nur Menschen, da sind Magnete unglaublich fit. Ich möchte heute morgen mal schauen, ob Menschen und Magnete, Glaube und Festhalten nicht irgendwie etwas miteinander zu tun haben und wir was daraus lernen können.Ich hoffe, ihr verzeiht, wenn da jetzt ein bisschen Physikstunden-Feeling entsteht. ich will weiterlesen

Predigt: lebendig und kräftig und schärfer (Hebr 4, 12-13) 7. Februar 2010

PredigtBild: Michael Ottersbach/pixelio.de zum Partnerschaftssonntag. Hintergrund ist die Partnerschaft des Dekanats Uffenheim mit der Diözese Massai-Nord in Tansania

Hebr 4, 12-13:
Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. 13 Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen.

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Predigt: Aus der Krise zum Licht (2. Korinther 4, 6-11) 24. Januar 2010

EineBild: Christian Evertsbusch / pixelio.de Krise positiv zu sehen – mancher Zeitgenosse kann diesen Appell schon nicht mehr hören. Und doch kann Paulus nicht anders!

Predigttext:
[6] Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi. [7] Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns. [8] Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. [9] Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. [10] Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, damit auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde. ich will weiterlesen