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Predigt: Mutig der Wolkensäule folgen (2. Mose 13, 20-22) 31.12.2011, Altjahresabend

Awolkemosen der Grenze zum neuen Jahr lesen wir von Mose und den Israeliten, die erleben dürfen, dass Gott sichtbar sie auf ihrem Weg begleitet. Und genau so eine sichtare Wolkensäule, die Gottes Nähe zeigt, hätte ich auch gerne.

Predigttext: 2. Mose, 13:
So zogen sie aus von Sukkot und lagerten sich in Etam am Rande der Wüste. 21 Und der HERR zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht wandern konnten. 22 Niemals wich die Wolkensäule von dem Volk bei Tage noch die Feuersäule bei Nacht.

Der Exodus

Liebe Gemeinde,
wie wäre es, wenn man wirklich einmal ein Zeitreise dorthin machen könnte, wo das, was wir hier hören, sich ereignet hat – der Auszug Israels aus Ägypten. Eine große Gruppe unterdrückter Aramäer, ausgebeutet von der herrschenden Schicht in Ägypten. Sie bereiten darauf vor, Ägypten zu verlassen. Über Wochen laufen die Verhandlungen zwischen Mose und dem Pharao – ein ewiges hin-und her, letztlich ergebnislos. Eine Achterbahn der Gefühle. ich will weiterlesen

Predigt und Erzählung: Der Brückenschlag Gottes (Erzählung und Ansprache), 24. Dezember 2011, Heiligabend

Pweihnachten2011redigt und Erzählung zur Christmette: Es geht um einen Mann, bei dem am  Heiligen Abend so einiges schiefging, so dass er sich von diesem Tag gar nichts mehr erwartete. Und genau darum konnte dieser Abend sich prächtig entwickeln.

 

Erzählung “mein unerwartetes Weihnachten”

“Das haben Sie ja super hinbekommen…” das Lob des Arztes beim Blick auf die Röntgenbilder  hat mich von Anfang an nichts Gutes erahnen lassen. “Ein schöner glatter Bruch … den werden wir einrichten und gipsen, dann können Sie zu den Feiertagen wieder heim”.
Er wusste ja nicht, was “daheim” bedeutet – daheim, mit einem gebrochenen Unterarm und einen höllisch schmerzenden Rücken – allein. Es war das Aus für die Feiertage.
Seit dem Herbst war ausgemacht, dass ich zu meiner Tochter und ihrer Familie fahren würde, endlich mal wieder ein schönes gemeinsames Weihnachtsfest. Alle um den Weihnachtsbaum,  die kleine Sabrina, der Tom, der schon in die Schule ging, meine Tochter, ihr Mann Robert, und ich als Opa. Und die Oma wäre irgendwie auch dabei gewesen, in unseren Erinnerungen, so wie Verstorbene uns eben nie so ganz verlassen.
Und jetzt, mit Gips und verzogenem Rücken? In meinem Zustand die 600 km weite Fahrt nach Hamburg? Nein, das war mir zu viel – das wollte ich mir nicht antun. Ich bleibe daheim! ich will weiterlesen

Predigt: Weihnachten wird in der Krippe entschieden! (Römer 15, 5-15) 11. Dezember 2011, 3. Advent

Ainderkrippeentschiedennders als die Mediamarkt-Werbung behauptet, ist Weihnachten nicht das Fest der Geschenke. Aber weiß denn eigentlich noch, worum es wirklich geht?

Liebe Gemeinde,

Du bist nicht mit eingeladen!

es ist gerade Pause in der Arbeit. In Grüppchen stehen die Kollegen zusammen; eine Wurstsemmel in der Hand und reden miteinander. Du stellst dich zu einigen Kumpels dazu. Vom kommenden Wochenende ist die Rede, man will gemeinsam nach Nürnberg auf den Christkindlesmarkt. Du diskutierst mit, aber als es darum geht, wer mit wem in einer Fahrgemeinschaft unterwegs ist, merkst du: Da hat dich irgendwie keiner auf dem Plan – keiner fragt dich, keiner bietet dir das Mitfahren an – dir wird klar: Du bist eigentlich gar nicht eingeladen gewesen, du standst nur zufällig daneben. Keiner hatte ernsthaft vor, dich mitzunehmen.

Peinlich – und weh tut es auch.  Wenn ich nicht eingeplant bin. Wenn mir bewusst wird: Für dich war das gar nicht gedacht, andere sind dabei; aber du nicht! Eigentlich ist Weihnachten auch so ein Fest. Der Heiland ist geboren, der Messias kommt zur Welt. Aber wirklich für Sie ….und für mich?
Ist das nicht der Messias der Juden, des Gottesvolks?
Denen hat Gott doch den Erlöser versprochen. Dem Volk Israel – was haben wir als Nachfahren der Germanen damit zu tun? ich will weiterlesen

Predigt: Klug, phantasievoll, vorausschauend und ein bisschen raffiniert (Lukas 16, 1-8) 13. November 2011

Dverwalteras Gleichnis vom untreuen Verwalter kann einen so richtig ärgern! Schließlich lobt Jesus da einen Gauner! Aber dennoch taugt er als Vorbild

Predigttext: Lukas 16,1-8
Jesus sprach aber auch zu den Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Verwalter; der wurde bei ihm beschuldigt, er verschleudere ihm seinen Besitz. [2] Und er ließ ihn rufen und sprach zu ihm: Was höre ich da von dir? Gib Rechenschaft über deine Verwaltung; denn du kannst hinfort nicht Verwalter sein. [3] Der Verwalter sprach bei sich selbst: Was soll ich tun? Mein Herr nimmt mir das Amt; graben kann ich nicht, auch schäme ich mich zu betteln. [4] Ich weiß, was ich tun will, damit sie mich in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich von dem Amt abgesetzt werde. [5] Und er rief zu sich die Schuldner seines Herrn, einen jeden für sich, und fragte den ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? [6] Er sprach: Hundert Eimer Öl. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich hin und schreib flugs fünfzig. [7] Danach fragte er den zweiten: Du aber, wie viel bist du schuldig? Er sprach: Hundert Sack Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreib achtzig. [8] Und der Herr lobte den ungetreuen Verwalter , weil er klug gehandelt hatte; denn die Kinder dieser Welt sind unter ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichts. [9] Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.
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Predigt: Mut zum Dachschaden (Markus 2, 1-12), 30. Oktober 2011

IDachschaden-Bild: Matthias Preisinger/Pixelio.den der Erzählung vom geheilten Gichtbrüchigen wird das Dach eines Hauses beschädigt. Diese Predigt betrachtet das Motiv des “Dachschadens” etwas genauer

Die Heilung eines Gelähmten (Markus 2, 1-12)
1 Und nach einigen Tagen ging er wieder nach Kapernaum; und es wurde bekannt, dass er im Hause war. 2 Und es versammelten sich viele, sodass sie nicht Raum hatten, auch nicht draußen vor der Tür; und er sagte ihnen das Wort. 3 Und es kamen einige zu ihm, die brachten einen Gelähmten, von vieren getragen. 4 Und da sie ihn nicht zu ihm bringen konnten wegen der Menge, deckten sie das Dach auf, wo er war, machten ein Loch und ließen das Bett herunter, auf dem der Gelähmte lag.
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Predigt: Hoffen und Warten ist manchmal die beste Option (Klgl 3, 22-32) 9. Oktober 2011

Jejeremiaremia ruft inmitten des Desasters: “Gott sei Dank ist es nicht schlimmer gekommen.” Gerade jetzt braucht man Geduld und Hoffnung.

 

22 Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, 23 sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß. 24 Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen. 25 Denn der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt. 26 Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des HERRN hoffen. (…)
31 Denn der HERR verstößt nicht ewig; 32 sondern er betrübt wohl und erbarmt sich wieder nach seiner großen Güte. (Klagelieder Jeremias 3,22-32)

Liebe Gemeinde,
„die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind.” So beginnt Jeremia seine Gedanken. Mit anderen Worten: „Gott sei Dank, dass wir überhaupt noch leben!” Oder nochmal umformuliert: „Leute, das hätte auch ganz anders ausgehen können; da könnt ihr eurem Gott danke sagen, dass ihr überhaupt noch mal davon gekommen seid”. ich will weiterlesen

Predigt: Wir brauchen Erinnerungsstücke (Josua 4, 1-9) 25. September 2011

Bild: Mose / Dieter Schütz/pixelio.dePredigt zur Begrüßung der neuen Präparanden in Wilhelmsdorf und Brunn. Die Israeliten im Predigttext und wohl auch junge Leute fragen sich mitunter: Wozu soll das alte Zeug gut sein?

Unser Predigttext steht im Buch Josua, im 4. Kapitel. Darin finden wir den Abschluss der Wanderung des Volkes Israel aus Ägypten in das versprochene Land. Im 4. Kapitel ist es endlich soweit: Sie überqueren des Flüsschen Jordan und sind endlich am Ziel:

1 Als das ganze Volk durch den Jordan gezogen war, sprach der Herr zu Josua: 2 „Ruf jetzt die zwölf Männer, die das Volk aus seinen Stämmen ausgewählt hat. 3 Befiehl ihnen, zwölf große Steine aus dem Jordan zu holen, genau an der Stelle, wo die Priester stehen. Sie sollen die Steine zu dem Ort bringen, an dem ihr heute übernachten werdet.“ 4 Josua rief die zwölf Männer 5 und wies sie an: „Geht zurück in den Jordan, bis an die Stelle, wo die Priester mit der Bundeslade des Herrn, eures Gottes, stehen. Jeder von euch soll sich dort einen großen Stein auf die Schulter laden, damit wir zwölf Steine haben, für jeden Stamm Israels einen. 6 Aus ihnen soll ein Denkmal gebaut werden. Wenn euch eure Kinder später einmal fragen, was diese Steine bedeuten, 7 dann erklärt ihnen: ‚Als man hier die Bundeslade hindurchtrug, staute sich das Wasser des Jordan, und wir konnten durch das Flussbett ziehen. Daran soll dieses Denkmal die Israeliten zu allen Zeiten erinnern.´

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Predigt: Wenn Herzen sich verändern… (Jesaja 29, 17-24) 11. September 2011, Predigt zur Installation in den Gemeinden Brunn und Wilhelmsdorf

PBild "Herz" - Simone Hainz/pixelio.deredigt zu meiner Installation als Pfarrer für Wilhelmsdorf und Brunn.

Predigttext : Jesaja 29, 17-24
Wohlan, es ist noch eine kleine Weile, so soll der Libanon fruchtbares Land werden, und was jetzt fruchtbares Land ist, soll wie ein Wald werden. 18 Zu der Zeit werden die Tauben hören die Worte des Buches, und die Augen der Blinden werden aus Dunkel und Finsternis sehen; 19 und die Elenden werden wieder Freude haben am HERRN, und die Ärmsten unter den Menschen werden fröhlich sein in dem Heiligen Israels. 20 Denn es wird ein Ende haben mit den Tyrannen und mit den Spöttern aus sein, und es werden vertilgt werden alle, die darauf aus sind, Unheil anzurichten, 21 welche die Leute schuldig sprechen vor Gericht und stellen dem nach, der sie zurechtweist im Tor, und beugen durch Lügen das Recht des Unschuldigen. 22 Darum spricht der HERR, der Abraham erlöst hat, zum Hause Jakob: Jakob soll nicht mehr beschämt dastehen, und sein Antlitz soll nicht mehr erblassen. 23 Denn wenn sie sehen werden die Werke meiner Hände – seine Kinder – in ihrer Mitte, werden sie meinen Namen heiligen; sie werden den Heiligen Jakobs heiligen und den Gott Israels fürchten. 24 Und die, welche irren in ihrem Geist, werden Verstand annehmen, und die, welche murren, werden sich belehren lassen.

Das Herz ist das Problem!

Herr Doktor, aber des wird so wieder? – Oder? Ich meine, sie kennen sich da doch aus … also … sie haben so was schon mal behandelt, gell? Da muss man doch was machen können.
Ja, sagt der Arzt, neigt seinen Kopf nach unten und schaut seinen Patienten über die Oberkante der Brille hinweg an, ihr offenes Beis ist ja eigentlich nicht das zentrale Problem. ich will weiterlesen

Predigt: Der Pfarrer geht – Ein Turnschuh, eine Cachedose und ein Kreuz (Symbolpredigt) 24. Juli 2011

   abschied0Predigt zu meiner offiziellen Verabschiedung aus Gollhofen:
“Ein Turnschuh, eine Cachedose und ein Kreuz.”

 

Der Turnschuh

Als erstes ist Ihnen auf der Einladung, sicherlich  der Schuh aufgefallen. Mein aktueller Lauschuh „Mizuno Wave Inspire 4″ grade mal 470 Kilometer auf der Uhr. Dieser Laufschuh steht für Bewegung, für „nicht auf der Stelle stehen”.
Das ist und bleibt für Kirche immer eine Herausforderung.
Wer fast 2000 Jahre als Gemeinschaft existiert,
wer seit 250 Jahren die gleiche Möblierung in der Kirche hat
wer seit 530 Wochen den gleichen Pfarrer auf der Kanzel sieht …
… der steht in der Gefahr alles was ist, den Status quo, für das Richtige und einzig Wahre zu halten und jede Form der Veränderung und Bewegung als Bedrohung anzusehen. ich will weiterlesen

Gottesdienst: Ferien als große Pause (Schulschlussgottesdienst) 29. Juli 2011

Dferienieser Gottesdienst wurde zusammen mit der Klasse 8cR der Christian-von-Bomhard-Schule erarbeitet. Die Schülertexte stammen aus der Feder dieser Klasse.
Notwendige Symbole/Requisiten: Schüler auf einer Sonnenliege, kleine Cocktailbar, Schüler auf Skateboards, Darseller, die gelangweilt dreinschauen können.

Einleitung: (Pfarrer)

Ferien sind ja eine Art „Arbeitsunterbrechung”: Man werkelt, dann ist eine Zeitlang Pause, dann geht es im September wieder weiter.
Ich sagte gerade Pause – sowas habt ihr ja eigentlich jeden Tag: Wenn um 9:35 Uhr die Bomhardschüler in die Pause gehen, dann ist das je irgendwie auch so ein Mini-Urlaub. OK, er ist viel zu kurz. Aber manche von euch machen da doch auch Dinge, die man auch im Urlaub macht. Die Klasse 8cR hat da einiges beobachtet. ich will weiterlesen