Papa, dein Auge ist ekelig!

„Papa dein Auge ist ekelig,“ mit diesem Kompliment reagiert meine Tochter Verena auf meinen sichtlich angeschlagenen Gesundheitszustand. So ist es halt, wenn böse Bakterien sinnlos walten.

Derweil informiert mich das Radio über die Stellungnahme der Bischofs der EKD, Huber, zur Woche für das Leben:

Er warnt davor, die Gesundheit überzubewerten: Auch Krankheit und Sterben gehören zum Leben dazu.

Eigentlich, ja eigentlich hat er ja recht und ich muss ihmals Theologe vollkommen zustimmen.

Aber, jetzt, wenn man darniederliegt, und sich seine bisherige Schaffenskraft zurücksehnt, ruft dieser dieser Satz dann doch Widerspruch hervor: Ich will gesund werden!!!

Ich merke: Zum Hiob bin ich anscheinend nicht geboren

Leere Kirchenbänke … toller Gottesdienst

Es hat schon eine gewisse Härte, wenn der Gottesdienst um 8:45 Uhr anfängt und noch dazu in der Nacht vorher die Uhr umgestellt wurde. Vielleicht waren darum in Simmershofen gestern nur eine Handvoll Leute in der Kirche.

Und dann mussten die erst mal auf den Pfarrer und den Organisten warten: Wir beide kamen – ohne uns extra dazu verabredet zu haben – tatsächlich erst Schlag Dreiviertel in der Kirche an. Die wenigen Besucher waren sichltlich erreut, uns zu sehen:

Na, wie gehts, steckt Ihnen auch die Zeitumstellung in den Knochen … unsere Kühe tun sich auch schwer und geben schon weniger Milch …. und überhaupt …..

Pfarrer, Organist und Gottesdienstbesucher verratschen die ersten fünf Minuten des Gottesdienstes erst einmal ganz entspannt. Erst dann erklimmt der Organist die Stiegen zu seinem Instrument und ich gehe in die Sakristei.

Die Verspätung holen wir nicht meht ein …. aber dafür habe ich ein bisschen Gottesdienst erlebt, wie ich ihn mir wünsche: Ein echtes Begrüßen, ein wirklicher Dialog, ein für-einander-Zeit-haben.

Vielleicht sollte ich öfter zu spät nach Simmershofen kommen?

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Osterflöckchen statt Osterglöckchen

Heute nach der Osternacht hat mich ein Landwirt an eine alte Bauernregel erinnert:

An Weihnachten Klee, an Ostern Schnee.

Dabei kommt Gollhofen noch recht glimpflich davon: Außer einer kleinen Rutschpartie auf dem Weg zur Osternacht hatten wir keine echten Beeinträchtigungen durch Schneefall.

In anderen Regionen Bayerns ist durchaus damit zu rechnen, dass Pfarrerskollegen qua freudschem Versprecher ihren Gemeindegliedern bei Verabschieden im schneebedeckten Kirchhof ein „frohes Weihnachtsfest“wünschen.

Ostern

Fest des Fisches?

„Wenn die Leute zu Ostern oder Weihnachten Fische oder Gänse vorbestellen, dann besorge ich mir immer einige auf Reserve. Denn manche Leute vergessen es, ihre Fisch vorzubestellen, und wenns dann am Karfreitag keinen gibt, ist die Katastrophe groß.“

Erzählt mir die Inhaberin meines Lieblingsgetränkeladens mit angeschlossenem Geflügel- und Fischverkauf. Es gibt sie also, die Menschen, für die Ostern das Fest des Karpfens, und Weihnachten das Fest der Gans ist. – Mich wundert da bald nichts mehr.

„Ist mit doch wurst, ob Jesus auferstanden ist, Hauptsache der Karpfen bleibt tot im Backofen liegen!“

Da brauch ich ja nur drauf zu warten, dass mir mal ein Konfirmand erklärt, weshalb der Fisch das Zeichen der ersten Christen war: „Wegen dem Karfreitagskarpfen!“ – Der geneigte Leser darf sich bei Bedarf auch „Osterkarpfen“ denken und den genitivtötenden Dativ mit der grammatikalisch korrekten Form ersetzen.

Nichtsdestotrotz werde auch ich am Karfreitag einen typisch fränkischen Karpfen genießen.

karpfen.jpgGuten Appetit: http://www.chefkoch.de/forum/2,19,305338/Karpfen-am-Karfreitag.html

Es geht los! – 2 Tage vor Gründonnerstag

Was haben Pfarrer und Pferde außer dem “P” gemeinsam? Sie sind in ihrem Inneren Fluchttiere.

Vor mir stehen Gottesdienste für Gründonnerstag, Karfreitag, Osternacht, Ostersonntag und Ostermontag.- und was mache ich Pferd? Ich fliehe in die nächste sinnfreie Beschäftigung: Ich eröffne einen eigenen BLOG auf pastors-home.de

Wenn das nur gutgeht!

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