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Weihnachts-Helden

Meine Helden des Weihnachtsfestes stehen fest: Unsere Heizungstechniker

aber hierzu die Chronologie des Heizungswahnsinns:

23. Dezember  20:30 Uhr – Die pfarrhäusliche Gasheizung tritt in den Streik. Handy-Anruf beim Gollhöfer Fachmann beamt ihn in rekordverdächtigen 15 Minuten zu uns her. Nach einer Stunde Schrauben und Messen kommt die  Diagnose: „Gebläse kaputt, ich rufe sofort meinen Kollegen an, der am Heiligen Abend Dienst hat – der soll sehen, dass er ein Ersatzteil herbekommt.“ Außentemperatur: -2 Grad, Innentemperatur im Flur: 19 Grad, Tendenz fallend.

24. Dezember 12 Uhr – Es stellt sich heraus: Das Ersatzteil ist nirgends vorrätig. Bei den Großhändlern ist vor Dienstag (also in 5 Tagen) nichts zu erwarten. Aber es gäbe ja den Service des Herstellers, der auch am Heilgen Abend unterwegs ist. – Der kommt tatsächlich gegen 16 Uhr (noch 2 Stunden bis zum Gottesdienst…). Aber nach eineinhalb Stunden muss er aufgeben.  Sein Verdacht:  Das fabrikneue Ersatzteil ist auch kaputt (kanns alles geben). Für morgen wird ein weiterer Kollege angefordert. Ich schleiche um 17:30 Uhr aus dem kalten Keller fast direkt in die Christvesper. Da issses wenigstens ein paar Grad wärmer als im Pfarrhaus… (Raumtemperaur außerhalb des kaminofenbeheizten Wohnzimmers: 13 Grad)

25. Dezember 11 Uhr – Während ich in der Kirche feiere und taufe, kommt der mittlerweile vierte Fachmann mit dem JunkersMobil. Tatsächlich: Er hat ein funktionierendes Ersatzteil dabei. Nach einer Stunde können wir das Pfarrhaus temperaturmäßig wieder hochfahren.

Herzlichen Dank an alle Service-Leute, dich auch mal an den Feiertagen in den sauren Apfel beißen, und Leuten in allerlei Schwierigkeiten unter die Arme greifen. (Und das ausnahmslos mit guter Laune). Ihr seid klasse, auch wenn wir zwei Tage elend gefroren haben.

Neues Wortbaby geboren: Tigerentenkoalition

Der nervenzerfetzende Thriller „Kandidatenduell Merkel vs. Steinmeier“ hat immerhin ein bisschen was Neues gebracht:

Das Wort „Tigerentenkoalition“ wurde von Moderatorin Illner ins Spiel gebracht und ist blitzartig um den Globus gerauscht. Sie hats natürlich nicht selber erfunden, aber ich vermute, ab heute wirds zum geflügelten Wort.

Direkt nach dem Kandidatenduell gabs bei Google 15 Funde für das schöne Wort. Mal sehen, wie viele Funde es in einer Woche gibt. 100, 1000 oder mehr?

Dabei ist das Wort schon so alt wie die große Koalition.  Schon im September 2005 hat unter http://www.rc-network.de ein Forenschreiber das Wort erwähnt  und in weiser Voraussicht geschrieben:

Hat sich der FOCUS-Marquart den Begriff Jamaikakoalition eigentlich schützen lassen? So wie das eingeschlagen ist…
Vielleicht sollte ich den Begriff „Tigerentenkoalition“ auch urheberrechtlich schützen lassen?

Mal sehen, was draus wird (die Internetdomain „tigerentenkoalition.de ist bereits vor wenigen Minuten von A. Thomas reserviert worden) …tigerentenkoalition_funde

Robbie Williams auf der Bibelschule?

Heute kam Robbie Williams´ neue Single „Bodies“  erstmals on Air im Radio.

Ich war gerade beim Abspülen, da hörten meine Ohren ein paar unerwartete Worte:

God gave me the sunshine, then showed me my lifeline
I was told it was all mine, then I got laid on the layline
What a day, what a day, and your Jesus really died for me
Then Jesus really tried for me.

So ganz ist nicht klar wie, wo, was, warum und so.

Auch wenn diese  Zeilen ins Deutsche übersetzt frömmer klingen als frühmorgens  im handelsüblichen Gottesdienst,  lässt Herr Williams uns mit allerlei sonstigen Zeilen auch ratlos zurück.

All we’ve ever wanted is to look good naked hope that someone can take it
So God save me rejection from my reflection, I want perfection
Jesus didn’t die for you, what do you want?
(I want perfection)
Jesus didn’t die for you, what are you on?

Da bleibt noch viel zu rätseln. Aber schon interessant, dass irgendwie auch Robby Williams nicht um unsere alten theologischen Topoi herumkommt. Was er draus macht, bleibt mir selber ein Rätsel. – Wer rätselt mit?



Das Aus für die Playmo-Bibel?

Wenn die Juristen großen Unternehmen Langeweile haben … dann wirds gefährlich.

So hats jetzt das Playmo-Bibel-Projekt von Pfarrer Markus Bomhard erwischt. Das vielgelobte Projekt, in dem er mit Playmobil-Figuren biblische Szenen darstellt, musste er jetzt vom Netz nehmen.

Offenbar verlangt Playmobil, dass die Szenen nur mit unveränderten Playmobil-Figuren dargestellt werden dürfen. Also keine verlängerten Bärte oder gebogenen Arme. Der Name Playmo-Bibel war den Fürthern auch ein Dorn im Auge.

Ich denke, die PR-Leute von Playmobil werden im Gedanken den zuständigen Playmobil-Juristen in die Hölle wünschen. Die Pressemeldungen zu diesem Urheberrechts-verstoß sind ja eine  Image-Katastrophe für Playmobilisten.
Die Playmo-Bibel hat dem Konzern sicher nicht geschadet.
Der Wirbel jetzt geht sicher durch alle Gazetten … und alle Welt schüttelt den Kopf über die bornierte fränkische Plastik-Firma.

Beim jetzigen Stand gibts nur Verlierer.

Winnenden – leider „wieder mal“

kreuzWährend ich heute „endlich mal“ mein Arbeitszimmer aufräume, liefert mir B5-Aktuell im 15-minuten Ryhthmus den aktuellen Stand der Tragödie um den Amoklauf an der Albertville-Schule. Die Situation ist so unwirklich und unvorstellbar, dass mir erst am Nachmittag bewusst wird, was da geschehen ist.

Ein Amoklauf, der auch an jeder anderen – auch an meiner Schule hätte passieren können.  Abends beim Kinder-ins-Bett-bringen spüre ich die Unsicherheit meiner Tochter und die offenen Fragen, die bleiben.

Jetzt sitze ich beim Vorbereiten der morgigen Schultages „1“ nach dem Amoklauf und weiß nicht, wie es morgen meinen Schülern geht. – Irgendwie sollte ich auf alles vorbereitet sein…

Da fällt mein Blick auf eine Datei aus dem Frühjahr 2002:  Da war das Attentat in Erfurt. Meine abgespeicherten Versuche, mit den Schülern das Thema zu bearbeiten. Ein Lied von POD (Youth of the nation), ein Arbeitsblatt ….

Ja, „wieder mal“ so eine Katastrophe.

Ja, „wieder mal“ reagieren und etwas vorbereiten.

Ja „wieder mal stellen wir uns alle die gleichen Fragen …