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GAC – die Karawane zieht weiter

gacdez12Heute geht die Geocacher-Abnehm-Challenge zu Ende. Ein Jahr lang hat eine Herde von Geocachern versucht, ihr Kampfgewicht zu reduzieren.

Mit allerlei Drumherum an Wettbewerben und Aufgaben haben wir uns dabei bei Laune bzw. bei der Stange zu halten versucht.

An der Ziellinie wird einmal Bilanz gezogen:
– Das Beste zuerst: Einige Wenige haben tatsächlich enorme Erfolge zu verbuchen. Und das ist einfach schön. Respekt angesichts dieser Leistung.
– Das ernüchternde:  Ich gehöre zu denen, bei denen sich zumindest ein bisschen getan hat. Es hätte mit mehr Disziplin besser aussehen können. Aber die Realität des Alltags lässt leider machmal verflixt wenig Spielraum für ein ambitioniertes Sportprogramm.
– Das Nette: Es hat Spaß gemacht. Und mit unserem GAC-Coin haben wir auch „bleibende Werte“ geschaffen.

Ich werde die GAC vermissen. Das wöchentliche Wiegen und Messen, das den inneren Schweinehund regelmäßig in den Zwinger geperrt hat.
Ein herzliches Dankeschön, an alle Mitstreiter, die bis zum Ende durchgehalten haben, und an unseren Initiator Schwede76, der die GAC-Homepage gepflegt hat und jede Menge Arbeit mit uns hatte.

Weihnachtsgeschichte für Geocacher: Event im Stall

christmascoinEine kleine Krippenszene zur Heiligen Nacht. Die Audioversion findet ihr als Türchen Nummer 16 im Dosenadvent.

  • Warnhinweis:
    Diese Weihnachtsgeschichte ist wirklich nur für Geocacher gedacht! Insbesondere für solche mit Event-Erfahrung.  Allen Anderen wird trotz aller Mühe und Imaginationskraft der Großteil der Bilder und Anspielungen verborgen bleiben.

Gerade noch hatte er es geschafft, den Kopf einzuziehen, um nicht an den tief durchhängenden Türbalken zu stoßen. Balthasar betrat den Raum und blickte suchend im dunklen Stall umher.

Ein Dutzend Männer Männer war  eifrig im Gespräch vertieft, manche hatten einen Becher Schafsmilch in der Hand. An der Wand auf einem Schemel stand eine kleine Öllampe, die den Raum in warmes Licht tauchte. ich will weiterlesen

„Das liebe Gott“ – Ein Shitstorm um sowas von Nichts bei Kristina Schröder.

Es stürmt Scheiße durch die Gazetten!  Kristina Schöder das „das liebe Gott“ gesagt!!!
Oh Schreck! Was hat sie getan! Legen wir also schon mal Holz für einen ordentlichen Scheiterhaufen bereit…

Was war passiert?

Im Interview mit der ZEIT hat die Ministerin folgende Frage beantwortet:

Frage: Wie erklärt man einem kleinen Mädchen, das alle zu DEM lieben Gott beten, nicht zu DER Gott?
Dr. Kristina Schröder: Ganz einfach: Für eins musste man sich entscheiden. Aber der Artikel hat nichts zu bedeuten. Man könnte auch sagen: Das liebe Gott.
Quelle: Originaltext

Und schon prügeln Hinz und Kunz auf sie ein:

CSU-Hadertauerin bewertet das als unsinnige political correctness.
Autor Manfred Lütz (wer kennt den außer aus diversen Talkshows?) rekurriert aufs Glaubensbekenntnis mit „Gott als Vater“
Norbert Geis (CSU) lässt sich zitieren: „Gott ist uns von Christus als Vater offenbart. Dabei sollte es bleiben.“​
Prälat Wilhelm Imkamp aus dem Wallfahrtsort Maria Vesperbild wirft ihr „religiösen Analphabetismus“ vor und Unkenntnis der „religiösen Grundrechenarten“. (Die Tatsache, dass er Deutsch und Mathe im gleichen Atemzug erwähnt,  lässt erkennen, dass er geradezu vor Wut schäumt).

Ist die CSU jetzt die Bastion eines männlichen Gottesbildes?
Sollen wir Bibelstellen, die Gott weibliche Attribute beilegen, jetzt streichen?
Kommt Jesaja 66, 13 auf den Index? Darf Gott nicht mehr trösten, wie eine Mutter?

Wenn wir Indizien für den nahenden Weltuntergang brauchen, und das mit dem Maja-Kalender heute nicht klappt, können wir ja dieses Theater dafür heranziehen.

Aber ein Lichtblick  sollte nicht verschwiegen werden:
Günther Beckstein soll laut BILD gesagt haben:
Theologisch hat Frau Ministerin Schröder recht: Gott steht über den Geschlechtern. Aber emotional ist das nicht meine Welt; für mich ist es wichtig, Gott als Vater zu haben.

Mehr als genau das gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.

Außer: Lesen Sie das Interview im Original und in voller Länge, dann wissen Sie, dass  Sie die meisten Shitstorm-Beiträge getrost in die Tonne treten können!

Bitte kein Schnee-Schulfrei für Tomi S.!

Seit ein paar Tagen gibt es auf facebook eine „Schulfrei Bayern“- Infoseite.
Sie will informieren, ob und wann irgendwelche Wetterkatastrophen für Schulausfälle sorgen.
Offenbar ist die facebook-Gemeinde noch nicht auf den Trichter gekommen, direkt auf den Seiten der eigenen Schulen und Landratsämter zu suchen.

Kaum sind nun ein paar Flocken gefallen, kommentiert das Volk wie verrückt und fordert auf dieser Seite schneebedingtes Schulfrei:

schneefrei

Ich zitiere Tomi S: „Bei uns Hatz nunmal 15 cm neu Schnee geben

Bitte? – Und da will Tomi S schulfrei?
Bei 9 Wörtern vier Rechtschreibfehler zu generieren!
Lieber Kamerad: Bei dieser orthografischen Meisterleistung sollten dich deine Eltern im Notfall auf einem Esel zur Schule transportierten, damit du nie nie wieder in deinem Leben eine Deutschstunde verpasst!

Adventskyrie mit Windings-Geheimbotschaften (Sind hier die Illuminati im Spiel?)

Heute, am ersten Advent, hat mein Rechner mir einen Streich gespielt: Weil die Gesangbuchsoftware den TTF-Font für die Darstellung der Lieder-Noten nicht geladen hat, druckte er das Adventskyrie spontan mit Windings-Symbolen statt Noten:

adventskyrie

Geheimisvoll: Windings interpretierte den Inkarnationsgedanken „Komm vom Himmelsthron“ mit den definitiv passenden Symbolen:

„Victory-hand“
„Flugzeug“
„Pfeil nach unten“

Wie kann man mit Windings besser umsetzen, dass der Sohn des Chefs auf dem schnellsten Weg herab auf die Erde unterwegs ist?adventskyrie2

Franken macht den „FTF“: Der erste Geocacherbaum… ist ein Mammutbaum!

Jaja, wir wissen es schon lange:

Geocacher machen den Wald kaputt! Sie pflügen beim Suchen den Boden um, trampeln goldige  Schlüsselbumen nieder, graben unschuldige Wurzeln aus, plündern arglose Vogelhäuschen, treiben süße Wildschweine in den Herzinfarkt und verursachen bei den Ausschachtungsarbeiten für ihre im Boden versenkten 14-cm-Plastikröhrchen regelmäßig landschaftsverändernde Erdrutsche und Absenkungen des Grundwasserspiegels.

Um das alles vergessen zu machen, haben wir in Franken heute den ersten deutschen Geocacher-Baum gepflanzt.

„Die wilden fünf“, bekannt als überaus kreative Owner  aus Neustadt/Aisch, haben bereits im Frühjahr mit einem CITO im Rahmen der Stadtsäuberungsaktion in ihrer Heimatstadt einen Gutschein eingesackt und die Zusage der Stadt erhalten, dass sie das Geld für einen „Geocacherbaum“ auf städtischem Grund investieren können.

Am 3.  Novenber war es soweit.

Nach einer bürokratischen Odyssee ohnegleichen (Bürgermeister … Kämmerer … Stadtrat … Ortsbegehung … 3.Bürgermeisterin … Jäger … Förster …. Hick und Hack  … und und und) war der Ort und die Zeit klar, um bei N 49° 33.893 E 010° 39.800 den jungen hübschen Mammutbaum zu pflanzen.

Etwa 50 Geocacher kamen zu diesem Event zusammen.  Mit Schaufeln, Spaten, Rucksäcken und Kuchen gings in den Wald.  Das vorbereitete Pflanzloch war durch den Regen der Nacht komplett vollgelaufen und Volker hatte als Initiator das Vergnügen, mit gutem Beispiel beim Auslöffeln der Chose voranzugehen.
Eine gefühlte Tonne Humus wurde von uns dann wieder in die Grube geschaufelt und letzlich haben wir den zwischenzeitlich auf den Namen „Fritz“ getauften Mammutbaum irgendwie halbwegs im schwabbeligen Untergrund befestigt.

Halleluja: Die Idee einiger Anwesender, dass ich als Pfarrer den Baum doch eigentlich „irgendwie“ segnen könnte, hatte sich nicht schnell genug bis zum Event-Manager fortgepflanzt. So ging dieser Kelch erfreulicherweise an mir vorüber.

Fürs abschließende Catering gings ins „Baumhaus“ von Rennhofen – mit schöner Atmosphäre und leckeren Brodwörscht und Kraud zu sehr zivilen Preisen.

Und die Moral von der Geschicht´:

Nach ein bisschen meditieren stelle ich fest:  Es war ein Event für jede meiner multiplen Persönlichkeiten:

Der Genießer delektierte sich an frisch gebrutzelten Brodwörscht und schönem klassischen Sauerkraut.

Der Gutmensch lehnt sich zurück und freut sich, dass mit dem Mammutbaum ein Exemplar der „roten Liste“ gepflanzt wurde.

Das Rudeltier genoss das Zusammensein mit lieben Mitcachern.

Der Drefachpapa freut sich über den anstehenden Nachwuchs bei J&K (auch wenn dieses anstehende Ereignis nicht auf ihrem GC_profil vermerkt ist).

Der Logiker schüttelt darüber den Kopf dass hier keine Dose gelegt werden darf, da 1-2 Cacher pro Woche an diesem Platz nicht tolerabel sind, aber 4 Jogger pro Stunde dann doch irgendwie kein Problem sind.

Der Verwaltungs-Pfarrer überlegt sich: Wenn man für einen gepflanzten (!) Baum einen derartigen bürokratischen Bohei veranstalten muss, ist es offenbar für die Zukunft die einfachere Lösung: den Wald kaputtzumachen, die Schlüsselblumen zu zertrampeln und die Wildschweine zu erschrecken – denn dafür braucht man keine extra Stadtratsbeschlüsse….

Fotos: Winfried von den „die Schbreits“ (herzlichen Dank dafür)

Fränkische Liqueurmanufactur Seidel

Hmanufaktur-1eute wurde er abgefüllt: Mama Seidels Stachelbeer- und Johannisbeer-Likör.

Lange genug ruhte der Ansatz in der Speisekammer und lachte uns beim Betreten desselbigen immer in fröhlichen Farben an.
Nun ist er fertig – und wirklich klasse geworden.

manufaktur-2

Da wir in Wilhelmsdorf jetzt keine Hühner mehr haben, konnten wir leider nicht „Michel aus Lönneberga“ nachspielen und unsere Viecher ins Komasaufen, besser gesagt Komafressen mit den übriggebliebenen Früchten einladen. – Und bei unserem Meerschweinchen waren wird da doch etwas skeptisch.

 

Klötzchen-Ästhetik in Langenzenn

Langenzenn ist ja mit Ausnahme des alten Klosters nicht gerade reich an städtebaulichen Akzenten.

Aber immerhin: Einen Hingucker habe ich jetzt doch gefunden – wobei ich selbst nicht so genau weiß, obs mir wirklich  gefällt – oder doch abstößt. Jedenfalls ist diese Fassade in der Hauptstraße in Langenzenn das Einzige, was mal wirklich das Auge kitzelt.

Project Geogames in Leipzig – Erstens kommt es anders…

Schon seit dem letzten Sommer war das Mega-Event in Leipzig fest im Kalender markiert.
Mit Dosenfischer-Konzert, olympischen Geocachen und allem Drum und dran war es einfach ein Muss. Immerhin war mit Papa und unseren beiden Großen auch eine Zelt-Besatzung mit am Start. Als sich dann abzeichnete, dass es das weltweit größte Cachervent wird, wurde die Sache so richtig prickelnd.

Erstens kommt es anders … die Erste:
Das Auto wurde schon am Freitag gepackt, Tracking-Code lesbar an der Heckscheibe montiert, Zelt-Heringe bei der Baywa nachgefüllt – gpx-Files geladen und Trackables eingepackt. Alles war dabei…. bis auf wetterfeste Jacken! Das ist uns aber am Samstagvormittag nach einer halben Stunde Fahrt eingefallen: Also fluchen, umdrehen und eine runde Stunde  mehr Fahrzeit kassieren.

Auf dem Messegelände haben wir uns gleich ins Getümmel gestürzt. Die Geogames waren wirklich ein Spiele-Event! Magnet-Dosenangeln, Wathosen-Lauf im Messeweiher, Orientierungslauf, Filmdosenstapeln und vieles mehr. Auch die Universums-Weltmeisterschaft im Petling-Weitwurf wurde hier ausgetragen (wobei der Titelverteidiger seinen Wanderpokal glatt wieder zurückerkämpft hat!).  Vor lauter Spielen haben wir glatt die Zeit vergessen; aber so soll es sein. Ich spiele, also bin ich.

Erstens kommt es anders … die Zweite:

Aus den Ulm-Erfahrungen habe ich so einiges an Leerlauf erwartet, den man mit den Einsammeln der vielen vielen umliegenden Caches verbringen kann. Außerdem habe ich mit den Dosenfischern als dem absoluten Highlight gerechnet.  Aber es kam anders. Diesmal langte die Zeit vorne und hinten nicht. Grade mal, dass wir in der Shopmeile ein bisschen was einsacken konnten. Die Dosenfischer sahen in ihrem Trainingsanzug-Outfit grenzwertig aus (bei 34 Grad Hitze schwitzt und stinkt man da schon beim Zusehen), es hat riesigen Spaß gemacht, zuzuhören und mitzusingen und gerade gegen Ende gaben sie mal so richtig Gas. Obwohl wir nur ein paar Schritte von der Bühne entfernt saßen, war aber irgendwie die Atmosphäre nicht so dicht, wie in Ulm. Wars die Hitze, die tiefstehende Sonne oder die unglückliche Bühnenkonstellation? Egal. Man kann ja auch genießen ohne immer gleich zu vergleichen.
Den geplanten Kultur-Schlenker in die Innenstadt haben wir dann auf den Sonntagvormittag verlegt: Thomaskirche, Nikolaikirche, Bahnhof, Altes Rathaus – und unterwegs immer wieder große Augen angesichts der vielen lost places mitten in der Stadt. Wahnsinn, was hier an Bausubstanz und Fläche vor sich hinverrottet.

Erstens kommt es anders … die Dritte:
Der Campingplatz war ohne überflüssigen Luxus. Auch ohne ohne den Luxus eines Bodens, in den man ohne schweres militärisches Gerät einen Hering hineinbekommt. Nach enormen Kämpfen haben wir die 30cm-Geräte grade mal 7cm in den Boden gedroschen. Die mickrigen Aldi-Heringe sind bei dem Versuch elend verendet.
Als dann gegen 2 Uhr nachts zum Gewitter auch noch Orkanböen kamen, die unser Zeltchen einfach platt machten, haben wir dem Evakuierungs-Aufruf Folge geleistet und haben den Rest der Nacht in Messehalle 2 verbracht: Flüchtlings-Feeling pur. Die Atmosphäre war unbeschreiblich: Fremd, unwirklich. Da verlieren sich ein paar hundert Geocacher auf Matratzen auf den zehntausend Quadratmetern der Messehalle. Jedes Reißverschlussgeräusch hallt mehrfach wieder, genauso jedes Schluchzen eines erschreckten Cacherkinds.

Und schon isses wieder vorbei…

Es war anders, aber es war umwerfend schön. Kaum zu glauben was die Leipziger Cacher-Community da auf die Beine gestellt hat.
Und auch die Zeltevakuierung wird als Abenteuer im Hinterkopf unserer Kinder für lange Zeit gespeichert bleiben.
Tja, und da war die Frage: „Gehen wir 2013 zu den Geogames nach Koblenz?“ – Mal sehen ….

Wenn die Muse die Kettensäge küsst

Es hat 20 Jahre gedauert, bis nun endlich die Verbindungsstraße zwischen Obermaiselstein und Fischen im Allgäu erneuert werden kann. So lange hatten die Grundstücksbesitzer sich gesträubt.
Jetzt wird gebaggert, planiert und abgeholzt…. Kettensägenmassaker

Am Rande der Baustelle habe ich diese kreative Umsetzung des Abholz-Auftrags entdeckt.
Eine stille Verbeugung vor der Natur, die hier noch mal eine Schonfrist von 20 Jahren bekommen hat?

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