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Predigt: Licht scheint in die Krippe (Zum einem Bild von Quint Buchholz), 1. Weihnachtstag, 25. Dez 2014

Quint Buchholz: Ich steh an deiner Krippe

Quint Buchholz: Ich steh an deiner Krippe

Quint Buchholz hat ein zauberhaftes Bild geschaffen, in dem ein kleiner Junge fasziniert vor einer Futterkrippe im Schnee steht, aus der ihm ein „überirdisches“ Licht entgegenstrahlt. Dieses Bild (hier auf der Homepage von Quint Buchholz) kann als Postkarte beim Gottesdienstinstitut bezogen werden. (Bitte beachten Sie dabei das Urheberrecht und drucken Sie die Datei von der Homepage des Künstler nicht ohne Erlaubnis aus)

Hin zur Krippe
Es ist der erster Weihnachtsfeiertag, die Eltern liegen noch im Bett, aber ihr kleiner Jakob ist schon unterwegs. Aus seinem Kinderzimmer im ersten Stock ist er rausgeschlichen, die Treppe hinunter ins Wohnzimmer, wo die Geschenke stehen, die er am Heiligen Abend ausgepackt hat. Die Holzeisenbahn, das Sandspielset für den Urlaub im Sommer und manches mehr.
Draußen ist es noch dunkel, aber als er durch die Terrassentüre in den Garten blickt, erkennt er da draußen ein Licht. Was ist das? Durch das Glas kann er es nicht richtig erkennen –  da steht etwas, mitten im verschneiten Garten. Er schlupft in seine Gummistiefel, die neben der Terrassentüre bereitstehen, nimmt sich die Jacke, die daneben am Boden liegt. Mit etwas Mühe kann er die Türe zum Garten öffnen, und stapft geradewegs hin, zu dem, was da steht. Zu dieser Krippe, die ein geheimnisvolles Licht verbreitet.
Dort steht er dann, und kann sich gar nicht sattsehen. Fest hält er seinen Teddybären im Arm. Hoch über ihm leuchtet hell der Stern. ich will weiterlesen

Predigt: Die Weihnachtspyramide, Heiliger Abend, 24. Dezember 2014

pyramide1Symbolpredigt in der Christmette mit einer Weihnachtspyramide aus dem Erzgebirge. Tipp: Um den Gottesdienstbesuchern den „Blick“ auf die Pyramide zu erleichtern, ist es sinnvoll, die entspr. Elemente der Pyramide auf dem Liedblatt mit abzubilden.

Liebe Gemeinde,
eine Weihnachtspyramide haben wir heute hier stehen. Bei uns in Franken gehört so etwas eher nicht zur normalen Ausstattung unserer weihnachtlichen Kirchen, in anderen Regionen, zum Beispiel im Erzgebirge sieht man sie öfter auch in der Kirche stehen.
Wie unser Weihnachtsbaum ist auch die Weihnachtspyramide nichts ur-christliches. Aber wenn ich sie mir so anschaue, wie sie so dasteht, wie sich ihr Innenleben im Kerzenschein dreht, da merke ich:
Sie kann mir einiges erzählen, in ihr entdecke ich manche holzgewordene Botschaft. Also schaue ich mir sie doch ein bisschen genauer an. ich will weiterlesen

Predigt: „Freuet Euch” auch, wenns gerade nicht danach ausschaut! (Philipper 4,4-7) 4. Advent, 21. Dezember 2014

advent4Paulus verströmt mit seinen Zeilen Hoffnung und Zuversicht, obwohl er gerade selbst in einer sehr bedrängenden Situation steckt. Wie bekommen wir Weihnachtsfreude und die Nachrichten von IS und brennenden Asylunterkünften in Vorra zusammen? Predigt von zwei Welten, die vielleicht deshalb zusammengehören, weil sie scheinbar nichts gemeinsam haben.

 

Freuet euch in dem Herrn allewege,
    und abermals sage ich: Freuet euch!
Eure Güte lasst kund sein allen Menschen!
Der Herr ist nahe!
Sorgt euch um nichts,
    sondern in allen Dingen lasst eure Bitten
    in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!
Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft,
    bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.
Philipper 4,4-7

Liebe Gemeinde,
manche Predigttexte sind so schön, die würden sich sogar als Sinnspruch für eine Weihnachtskarte eignen. Denn hier finde ich Worte und Gedanken, die Mut machen, die auf das Gute hinweisen, die manche dunkle Sorgen-Wolke wegpusten: ich will weiterlesen

Predigt: Ich werde auferstehen (zu einem Bild von Heribert A. Huneke, Ewigkeitssonntag, 23. November 2014

ewigkeitssonntag2014Das Gemälde „´ich werde auferstehen´ oder ´… komm heraus´“ von Heribert A. Huneke lenkt den Blick auf das Licht Gottes, das die Trennung von Tod und Leben überwindet.
Das Bild kann als Karte vom Gottesdienstinstitut bezogen werden. Dort finden Sie auch eine Datei mit dem Bild. (Auf eine Veröffentlichung des Bildes in „verwendbarer“ Darstellung verzichte ich hier aus Gründen des Urheberrechts).

Liebe Gemeinde,

ein Bild möchte ich heute morgen mit Ihnen betrachten. Das Gemälde ist vom Künstler Herbert A. Huneke. Eigentlich sind es zwei Bilder in einem – ein großes quadratisches oben und ein deutlich kleineres rechteckiges unten. Beide umgeben von tiefem Schwarz.

Im oberen Bild sehe ich eine Sonne – das Licht. Wobei diese Sonne schon recht gedämpft wirkt. Wie durch einen Schleier. Es erinnert mich an einen herbstlichen Morgen: Alles ist noch nebelig, die Sonne ist schon aufgegangen – aber man sieht sie nur als matte Scheibe durch den Dunst hindurch. Man erkennt die Schlieren des Nebels, das Weiß ist eher gelblich. Mir ist klar, es wird noch einige Zeit dauern, bis sich die Sonne durch den Nebel gekämpft hat. Darum herrscht vorerst eher diese halbdüstere Morgenstimmung. ich will weiterlesen

Predigt: Wenn das Leben ein Bekenntnis wird (Hebräer 13, 15-16) Erntedankfest 2014, 5. Oktober 2014

erntedank14Hebr. 13, 15-16: Zwei Sätze mit zwei Themen
Es geht um die Bereitschaft mit anderen zu teilen und seinen Glauben zu bekennen. Und um die Beobachtung, dass so ein Erntedankaltar ohne jede großartige Erklärung bereits ein Bekenntnis des Glaubens ist. Warum sollte das mit unserem Leben anders sein?

 

Liebe Gemeinde,
zum Erntedankfest werden selbst die unscheinbarsten Dorfkirchen zu prächtigen Königinnen. Farbenfroh und prächtig liegen die Früchte da: Kartoffeln, Tomaten und Äpfel, Getreide, Weintrauben und die großen Kürbisse. Das alles haben Sie, die Wilhelmsdorfer / Brunner Gemeindeglieder, hier hergebracht, in die Kirche als ein Dankeschön Gott gegenüber. Und dann haben es viele kreative Hände mit Liebe zum Detail hier so drapiert, dass unser Altarraum, ja die ganze Kirche ein kleines Kunstwerk geworden ist. ich will weiterlesen

Predigt: Die drei Entscheidungen der Apostel (Apostelgeschichte 6, 1-7) 14. September 2014 – Zur Einführung des neuen Vikars

Als grado4jhdes in der Urgemeinde Jerusalems einen Konflikt um die Versorgung der griechischstämmigen Witwen gab, haben die Apostel nicht nur eine pragmatische Lösung gefunden, sondern zugleich auch drei wichtige Entscheidungen für kirchliches Arbeiten getroffen.

 

Predigttext: Apg 6, 1-7
1 In diesen Tagen aber, als die Zahl der Jünger zunahm, erhob sich ein Murren unter den griechischen Juden in der Gemeinde gegen die hebräischen, weil ihre Witwen übersehen wurden bei der täglichen Versorgung.
2 Da riefen die Zwölf die Menge der Jünger zusammen und sprachen: Es ist nicht recht, dass wir für die Mahlzeiten sorgen und darüber das Wort Gottes vernachlässigen.
3 Darum, ihr lieben Brüder, seht euch um nach sieben Männern in eurer Mitte, die einen guten Ruf haben und voll Heiligen Geistes und Weisheit sind, die wir bestellen wollen zu diesem Dienst. ich will weiterlesen

Predigt: Zur Kirchweih wird sich rausgeputzt (Matthäus 22, 2-14) 17. August 2014, Kirchweih in Wilhelmsdorf

Zrausgeputztu dieser Kirchweih-Predigt gab es eine Aktion. Die Gemeindeglieder waren aufgerufen worden, sich zum Kirchweihgottesdienst „herauszuputzen“ entweder besonders elegant, oder auch auch provokant leger (bis zum Schlafanzug). Vor der Kirche wurden dann alle Besucher durch die Kerwa-Buschen und Kerwa-Madli empfangen und einer optischen Prüfung unterzogen. Immer mit dem gleichen Ergebnis: „Eine Kleinigkeit fehlt noch!“ SO wurden sie ausgestattet mit einer Auswahl verschiedener schmückender Accessoires. Was das alles soll? Das erklärt erst die Predigt.

Liebe Wilhelmsdorfer Gemeinde,

zur Kirchweih wird sich rausgeputzt. Eigentlich, könnte man denken, ist es doch heutzutage völlig egal, was einer anhat. Ob Blümchenkleid, Dirndl, Hochzeitsanzug, Jeans, Arbeits-Overall oder Schlafanzug. Es ist doch nur etwas öberflächlich-äußeres, was wir da auf der Haut tragen … könnte man denken. ich will weiterlesen

Predigt: Die große (Illusion von) Freiheit (Römer 6, 19-23) 10. August 2014

freiheitWie frei sind wir Menschen eigentlich? Auch Paulus bezeichnet uns als „Sklaven“. Die Frage ist nur, wessen Sklave wird sind und wieviel an echter Freiheit daraus erwächst.

Irgendwie ist dieses Leben wie ein Marktplatz: Alles mögliche wird da getauscht und gekauft. Selten geht dabei Bares über den Tisch.
Da wird die Hoffnung auf eine Traumkarriere als Vertreter gegen die solide Existenz im Büro eingetauscht. Die gute Note in Quali gibt´s nur um den Preis vieler Nachmittage an den Schulbüchern. Ein anderer berauscht sich am Erfolg seiner kleinen Firma und merkt erst Jahre später, dass seine Familie den größten Teil des Preises gezahlt hat. Eine junge Frau verwirklicht sich den Wunsch, in Asien als Architektin bahnbrechend Neues umzusetzen, und verzichtet darum gerne darauf, eine eigene Familie zu gründen. ich will weiterlesen

Spielszenen als Predigt: Wasser zum Leben (Johannes 4, 4-14 ) 29. Juni 2014

wasser0Gottesdienst im Grünen: In der Lesung und drei Dialogen geht es um die Facetten der Bedeutung des „lebendigen Wassers“. Der Pfarrer begegnet einer Frau, die ihre Blumen gießt, einem Aquarienfreund und einem Landwirt.

Lesung: Jesus und die Frau am Jakobsbrunnen (Joh 4, 4-14)

4 Sein Weg führte ihn auch durch Samarien,
5 unter anderem nach Sychar. Dieser Ort liegt in der Nähe des Feldes, das Jakob seinem Sohn Josef geschenkt hatte. ich will weiterlesen

Symbolpredigt: Der richtige Empfang ist Einstellungssache (Symbolpredigt Radio) 18. Juni 2014

Symbolpredigtradio zum Radio. Anlässlich einer Radfahrer-Andacht in der Kirche in Brunn hat das Rundfunkmuseum uns einen schönen alten Radioenpfänger zu Verfügung gestellt.

Ein Radio steht hier vorne – aus dem Brunner  Rundfunkmuseum haben wir es uns einmal ausgeliehen. So ein richtig schöner alter repräsentativer Röhrenempfänger.
Das hat nicht nur damit zu tun, dass wir auf unser Museum stolz sind, sondern: Das Radio und unser Glaube haben es beide mit etwas zu tun, was für unser Auge unsichtbar ist.
Unsere Welt ist durchwoben mit elektronischen Signalen unzähliger Sender. Deutsche, englische, russische. Regionale aus Franken und Bayern, aber auch die Wellen ferner Sender, aus Monaco oder sonstwo kommen hier bei uns an.
Alles da – aber wir können es nicht sehen, nicht fühlen nicht hören! Was man braucht, ist ein Radioempfänger, den wir auf die richtige Frequenz einstellen. – Dann gibt es etwas zu hören. ich will weiterlesen