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Radioandachten auf Charivari 98,6 im Januar 2017

Montag: Sei ein Esel!

Guten Morgen,
ist ihnen schon aufgefallen, dass man heute kaum mehr jemand als „dummen Esel“ beschimpft? Früher dachte man, ein Esel ist zu blöd um zu kapieren, was er machen soll, und ist deshalb so störrisch. Inzwischen hat man herausgefunden: Der Esel ist ein hochintelligentes und sensibles Tier – das gute Gründe und hat weshalb es auf stur schaltet: Der Esel sieht keinen Sinn in dem, was wir vorhaben, oder ahnt viel eher als sein Besitzer die Gefahr, die auf dem Weg droht.
Sogar in der Bibel gibt es eine Geschichte, in der die Sturheit einer Eselin ihrem Herrn das Leben rettet: Die hat gespürt, dass er etwas Verhängnisvolles plant und hat einfach keinen Huf mehr vor den anderen gesetzt. Das hat ihr zunächst wilde Beschimpfungen, aber später große Dankbarkeit eingebracht.
Wenn man das so betrachtet, wäre ich auch gerne öfter ein Esel. Einer der schlau genug ist, zu spüren wo etwas falschläuft – und dann eben nicht mehr mitspielt. Auch wenn sie dann alle schimpfen und mich für störrisch und dumm halten …. Ich weiß ja, wie die Geschichte mit dem Esel in der Bibel ausgegangen ist. ich will weiterlesen

Radioandachten im September 2016 auf Charivari 98,5

Radioandachtenreihe mit den Früchten aus unserem Garten

Montag: Die Traube – Sich von Überflüssigem trennen

Guten Morgen
Bei uns in Franken kommt die Weinlese so gerade in Schwung. Wenn man sich jetzt die Trauben in den Weinbergen anschaut, ist das schon beachtlich, was so ein knorriger alter Weinstock alles hervorbringt. Da ist ja eigentlich nicht viel dran: Ein paar Blätter, wenige Äste -und so prächtige, volle Weinreben. In den Monaten zuvor ist der Winzer immer wieder durch den Weinberg gegangen und hat alles Überflüssige weggeschnitten. Er weiß, das die vielen Blätter und Ästchen drumherum zwar schön aussehen, aber die Trauben eher schwächt, als ihnen etwas bringt.
Da kann ich schon verstehen, dass Jesus einmal die Menschen mit Weinreben verglichen hat. Er sagte: Es ist ganz wenig, was ihr zum guten Leben braucht. Und vieles von dem, womit ihr euer Leben schmückt, ist eigentlich nur kraftraubender Ballast. Ich bin der Weinstock, den ihr braucht, der euch die Kraft zum Leben schenkt. Beim den übrigen Dingen, könnt ihr auf mehr verzichten, als ihr denkt – und werdet dadurch mehr gewinnen als verlieren.
Aber ehrlich: So sehr mir das auch einleuchtet: Bis ich mal den Mut habe, mich von Überflüssigen zu trennen, ist das schon immer ein verflixt langer Weg. ich will weiterlesen

Radioandachten auf Charivari 98,6 im Juli 2014

Montag: Schweine naschen
Dienstag: Ich mach mich zum Deppen
Mittwoch: Ohne Mühe blüht nichts
Donnerstag: Die Gebote Nr. 11-13
Freitag: Wer ist da noch im Zimmer?
Samstag: Das Fenster zur Seele

Montag: Schweine naschen
Guten Morgen,
unsere Tochter isst und nascht konsequent vegetarisch. Gerade das Naschen ist bei Gummibärchen wirklich schwierig – denn meistens ist da ja Gelatine aus Schweinefleisch drin. Jetzt kam sie glücklich vom Einkaufen heim: Juhu- ich habs gefunden: Vegetarische Fruchtgummis – es steht auch extra drauf – für Vegetarier! ich will weiterlesen

Predigt: Weihnachten, das verpackte Geschenk (Symbol: Friedenslicht aus Bethlehem) 24. Dezember 2000, Heiliger Abend

Anmerkung: Auf dem Altar steht ein Weihnachtspäckchen – darin (für die Gemeinde noch nicht zu sehen): Ein Kerze, mit dem Friedenslicht aus Bethlehem.

Liebe Gemeinde,

ich sage ihnen zunächst etwas, was Sie 100% schon wissen: Das was hier auf dem Altar steht, ist ein Weihnachtsgeschenk. Deutlich zu erkennen: Es ist bunt verpackt, eine Schleife ist drum herum. Ein Geschenkanhänger dabei.
Ja, es gibt kaum ein Geschenk, das ohne Verpackung daherkommt. Naja, vielleicht ist das ja auch notwendig: Wenn jemand mit einem Buch in der Hand bei mir aufkreuzt, dann frage ich vielleicht: „Ach, was liest du denn zur Zeit? – Harry Potter?“ – „Nein, ich wollte dir das Buch schenken.“ – Achso, ja danke,… – Solche Peinlichkeiten vermeidet eine Geschenkverpackung. Da weiß man sofort: Das da drin ist ein Geschenk.

– Aber was ist da drin?? Das weiß man ja meistens nicht so genau. Und das macht´s ja auch so spannend; gerade für die Kinder – vorausgesetzt, sie reißen nicht gleich mit einem Ratsch die ganze Verpackung weg: Da wird gefühlt, geschätzt, geschüttelt, gedrückt: Was ist da bloß drin? ich will weiterlesen