Predigt: Die kleinen Lichter am Weihnachtsbaum, und das große Licht, das kommen soll! (Jesaja 9, 1-6) 24. Dezember 1999, Heilig Abend

Liebe Gemeinde,

Heilig Abend – das ist ein ganz besonderer Abend. Anders, als andere Abende. Ein Abend, der voll ist mit Erinnerungen: Man denkt zurück, wie es war, das allererste Weihnachten, an das man sich erinnern kann. Das war faszinierend, geheimnisvoll. Und dabei der Weihnachtsbaum, mit Kerzen – aus Wachs oder mit Glühbirnchen -. Gefunkelt hat er. Sie haben als kleines Kind vielleicht daran hochgeblickt, an den Baum, der sonst ja nie in der Wohnung stand. Haben sie auch die Glaskugeln in Erinnerung: Glänzende mit kräftigen Farben: rot und grün. Oder matte Kugeln, mit einer fremdartig rauen Oberfläche. Und überall Kerzen und Lichter:
– Der Baum,
– beim Frühstück der Adventskranz,
– die Weihnachtspyramide, die mit vier Kerzen am Drehen gehalten wird,
– Ein Lichterbogen aus dem Erzgebirge im Fenster.
Lichter überall.
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Predigt: Ist Jesus mit den bösen Geistern im Bunde? (Lukas 11, 14-23) 7. November 1999

Liebe Gemeinde,

der Predigttext zum heutigen Sonntag steht beim Evangelisten Lukas, im 11. Kapitel:
Und Jesus trieb einen bösen Geist aus, der war stumm. Und es geschah, als der Geist ausfuhr, da redete der Stumme. Und die Menge verwunderte sich. Einige aber unter ihnen sprachen: Er treibt die bösen Geister aus durch Beelzebul, ihren Obersten.
Andere aber versuchten ihn und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Er aber erkannte ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet, und ein Haus fällt über das andre.
Ist aber der Satan auch mit sich selbst uneins, wie kann sein Reich bestehen? Denn ihr sagt, ich treibe die bösen Geister aus durch Beelzebul.
Wenn aber ich die bösen Geister durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein.
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Predigt: Wie groß muß der Glaube sein, damit Wunder geschehen? (Markus 9, 17-27 ) 26. September 1999

Liebe Gemeinde,

in der letzten Woche starb Raissa Gorbatschowa, die Ehefrau des ehemaligen Präsidenten der UDSSR, Michail Gorbatschow. Sie war schon länger an Leukämie erkrankt, nun in Deutschland in Behandlung. Ihr Mann, war an ihrer Seite. Der einst mächtigste Mann der Sowjetunion, der mit Perestroika und Glasnost Weltgeschichte geschrieben hat, war hier machtlos, wie jeder Andere. In dieser Zeit des Bangens und Hoffens sagte er in einem Interview: „vielleicht wird uns auch der Herrgott nicht vergessen. In solchen Fällen fängt man an, auch über Gott nachzudenken.“ – Soweit das Zitat ich will weiterlesen

Predigt mit Anspiel anläßlich eines Sport-Gottesdienstes: „Wenn Viola Fiesel foult“ (Lukas 6, 36-42) 27. Juni 1999

Anspiel: Wenn Viola Fiesel Foult

Personen:
Agathe – die Gefoulte
Viola – hat Agathe gefoult (?)
Kathrin – Freundin
Sabine – Trainerin
Klaus – Agathes Ehemann

Szene 1: Agathe sitzt auf der Couch, das dick verbundene Bein hochgelegt. Ein Telefon liegt auf dem Couchtisch. Evtl. Blumen, ähnlicher Nippes.

A:  (jammert etwas wehleidig, als sie ihr Bein etwas auf ihrem Hocker bewegt)  Autscherla! Mensch tut des weh! Eieieiei… ich will weiterlesen

Predigt: Brandblasen und wackelnde Knie (Jesaja 6, 1-10) 30. Mai 1999 – Trinitatis

Liebe Gemeinde,

Jesaja Ben Amoz war ein Israelit, wie viele andere auch. Er lebte in Jerusalem, gehörte zur etwas besseren Gesellschaft. War verheiratet, hatte einige Kinder. Am Sabbat ging er in den Tempel. Für ihn eine Selbstverständlichkeit. Man geht halt hin, um den Gott der Israeliten zu loben, ihm Opfer darzubringen. Auch dieses eine Mal, an das er sich immer wieder erinnern wird. Er war in den Tempel gegangen. Wie immer. Aber als er den Innenhof des Tempels betrat, war alles ganz anders: Er sah nur noch leuchtendes Weiß. Er sah nicht mehr die anderen Menschen, die dort herumstanden, wie an jedem Sabbat. Jesaja sah etwas Anderes, etwas, das man mit den normalen menschlichen Augen nicht erkennen kann: Er hatte eine Visison. Er war verzückt, entrückt, perplex. ich will weiterlesen

Predigt: Hosianna im Tempel (Matthäus 21, 14-17) 2. Mai 1999 – Kantate

Liebe Gemeinde

Es ist Sonntag, in einer Landgemeinde keine 20km von hier. Die schmucke Kirche, sie hat sogar einen tollen Markgrafenaltar,
ist ganz gut gefüllt. In der aller-ersten Reihe sitzt der Pfarrer. Und, einige Stühle seitlich von ihm noch jemand. Ein Mann um die 50. Klein, in sich zusammengesunken, zugleich irgendwie unruhig. Nein, der Meßner ist es nicht. Ein komischer Typ, wohl auch etwas verwahrlost, zumindest unrasiert.
An diesem Tag singt ein Jugendchor im Gottesdienst. Da wird der Mann lebendig: Er klatscht bei den Liedern mit, als einziger, und er schunkelt dazu: hin und her: Der Spaß daran ist ihm deutlich anzumerken. ich will weiterlesen

Predigt: Jesus ist auferstanden! (Lukas 24, 36-45) 5. April 1999 – Ostermontag

Liebe Gemeinde

kennen Sie Kleopas? Er ist einer der beiden Männer, die von Jerusalem nach Jericho unterwegs waren. 3 Tage nach Jesu Tod am Kreuz. Ihm, und seinem Freund ist Jesus begegnet. Der Auferstandene! Und erst beim Abendessen haben sie ihn erkannt, daß er es ist: Jesus, der tot war, ist wieder unter ihnen. Und kaum hatten sie ihn erkannt, verschwand er vor ihren Augen.
„Jesus ist auferstanden!“ Mit dieser Nachricht kehrten sie noch am gleichen Abend nach Jerusalem zurück. Zu den übrigen Jüngern Jesu. Und die waren da schon in heller Aufregung. Kurz zuvor waren die Frauen von Jesu Grab zurückgekommen und hatten die gleiche Botschaft mitgebracht: „Das Grab ist leer. Jesus ist auferstanden!“. ich will weiterlesen

Predigt: Martha und Maria, wenn zwei Schwestern sich in die Haare geraten…(Lukas 10, 38-42) 14. Februar 1999

Als sie aber weiterzogen, kam er in ein Dorf. Da war eine Frau mit Namen Marta, die nahm ihn auf. Und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria; die setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu. Marta aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, daß mich meine Schwester läßt allein dienen? Sage ihr doch, daß sie mir helfen soll! Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe. Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden. Lukas 10, 38-42 ich will weiterlesen

Predigt: Heißes Thema Jungfrauengeburt (Lukas 1), 20. Dezember 1998

Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes; denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen.
Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist.
Und seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht bei denen, die ihn fürchten.
Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und läßt die Reichen leer ausgehen.
Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf, wie er geredet hat zu unsern Vätern, Abraham und seinen Kindern in Ewigkeit.
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Predigt: Bekennen, aber mit Schmackes! (2. Timotheus 1, 7-10) 27. September 1998

2. Timotheus 1, 7-10:
Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe, und der Besonnenheit. Darum schäme dich nicht des Zeugnisses von unserm Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit mir für das Evangelium in der Kraft Gottes. Er hat uns selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Ratschluß und nach der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor der Zeit der Welt, jetzt aber offenbart ist durch die Erscheinung unseres Heilands Christus Jesus, der dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat durch das Evangelium. ich will weiterlesen