Predigt: Für dich solls Gottes Worte regnen… (Jesaja 55, 10-12) 18. Februar 2001

Jesaja 55, 10-12:
Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und läßt wachsen, daß sie gibt Samen, zu säen, und Brot, zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.
Denn ihr sollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden.

Liebe Gemeinde,

Heute scheinen sie sich mal wieder ganz besonders einig zu sein: die Evangelien-Lesung von vorhin und der Predigttext aus dem Alten Testament – beide sprechen vom Gotteswort und von der Landwirtschaft. Das ist mir recht, an meinem letzten Gottesdienst hier in Herzogenaurach, bevor ich zum Land-Pfarrer werde. ich will weiterlesen

Predigt: …alles nur innerlich? (Jesaja 51, 9-16) 28. Januar 2001

Jesaja 51, 9-16:
Wach auf, wach auf, zieh Macht an, du Arm des HERRN! Wach auf, wie vor alters zu Anbeginn der Welt! Warst du es nicht, der Rahab zerhauen und den Drachen durchbohrt hat? Warst du es nicht, der das Meer austrocknete, die Wasser der großen Tiefe, der den Grund des Meeres zum Wege machte, daß die Erlösten hindurchgingen?
So werden die Erlösten des HERRN heimkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen, und ewige Freude wird auf ihrem Haupte sein. Wonne und Freude werden sie ergreifen, aber Trauern und Seufzen wird von ihnen fliehen.

Liebe Gemeinde,

wach auf, wach auf! Komm, mach doch etwas! Ich brauche dich.
Das ruft Jesaja seinem Gott zu – stellvertretend für die ganze israelitische Gemeinde. Ein Notruf.
Denn das Volk steckt in der Bredouille: Kriegsopfer sind sie… von den Eroberern, den Babyloniern, vom Kriegsschauplatz Jerusalem weg verschleppt in die Ferne an den Euphrat, an den Stadtrand von Babylon. Lange hatten sie in Zelten gehaust, nach einiger Zeit haben Sie dann primitive Hütten gebaut. Mittlerweile hat so mancher schon ein Häuschen sich hingestellt. Aber dennoch: sie sind immer noch Gefangene, Verschleppte,… fern der Heimat… mit den furchtbaren Erinnerungen an die blutige Eroberung ihrer geliebten Stadt Jerusalem. Die Babylonier sind ihre Herren, haben Macht und lassen das die Israeliten auch spüren. ich will weiterlesen

Predigt: Weihnachten, das verpackte Geschenk (Symbol: Friedenslicht aus Bethlehem) 24. Dezember 2000, Heiliger Abend

Anmerkung: Auf dem Altar steht ein Weihnachtspäckchen – darin (für die Gemeinde noch nicht zu sehen): Ein Kerze, mit dem Friedenslicht aus Bethlehem.

Liebe Gemeinde,

ich sage ihnen zunächst etwas, was Sie 100% schon wissen: Das was hier auf dem Altar steht, ist ein Weihnachtsgeschenk. Deutlich zu erkennen: Es ist bunt verpackt, eine Schleife ist drum herum. Ein Geschenkanhänger dabei.
Ja, es gibt kaum ein Geschenk, das ohne Verpackung daherkommt. Naja, vielleicht ist das ja auch notwendig: Wenn jemand mit einem Buch in der Hand bei mir aufkreuzt, dann frage ich vielleicht: „Ach, was liest du denn zur Zeit? – Harry Potter?“ – „Nein, ich wollte dir das Buch schenken.“ – Achso, ja danke,… – Solche Peinlichkeiten vermeidet eine Geschenkverpackung. Da weiß man sofort: Das da drin ist ein Geschenk.

– Aber was ist da drin?? Das weiß man ja meistens nicht so genau. Und das macht´s ja auch so spannend; gerade für die Kinder – vorausgesetzt, sie reißen nicht gleich mit einem Ratsch die ganze Verpackung weg: Da wird gefühlt, geschätzt, geschüttelt, gedrückt: Was ist da bloß drin? ich will weiterlesen

Predigt: Wenn die Zukunft die Gegenwart erhellt (Jesaja 35, 3-10) 10. Dezember 2000, 2. Advent

Liebe Gemeinde,
unser Predigttext steht beim Propheten Jesaja, im 35. Kapitel.
Ich möchte ihnen diesenText nicht einfach so vorlesen. Ich möchte ihn in eine Geschichte hineinstellen. Damit er dort zu Wort kommt, wo er ursprünglich gehört worden ist: Vor über zweieinhalb tausend Jahren in Israel. Von Miriam und ihrer Mutter Rahel möchte ich Ihnen erzählen:
ich will weiterlesen

Die Liste: sieben untrügliche Anzeichen, dass sich in der Ökumene wirklich etwas tut.

Nachdem unser bayerischer Landesbischof Dr. Johannes Friedrich mit der völlig unauffälligen Bemerkung, dass der Papst durchaus als Sprecher der Christenheit denkbar wäre, einen mittelschweren Kiesel ins Schnapsglas geworfen hat muss Pastors-Home nachziehen:

Hier die Liste der 7 untrüglichen Anzeichen, dass sich in der Ökumene wirklich etwas tut: ich will weiterlesen

Predigt: Paulus und meine Aktien beim lieben Gott (Galater 5, 1-6) 5. November 2000, Reformationstag

Liebe Gemeinde,

Er sitzt noch immer an seinem Schreibtisch. Es ist inzwischen dunkel geworden. Zwei Öllampen spenden eher schlecht als recht einen schwachen Schimmer. In seiner rechten Hand die Schreibfeder. Die Tinte an ihrer Spitze ist schon wieder eingetrocknet.
Paulus, der Apostel, grübelt schwermütig: Warum? Warum lassen sie sich nur so leicht von anderen Leuten im Glauben irre machen? Damals, als er die Christen in Galatien verließ, hatte er ein gutes Gefühl gehabt. Diese Frauen und Männer in Kleinasien hatten verstanden, worum es beim christlichen Glauben ging. Sie hatten sich taufen lassen. Einige besonders Fähige unter ihnen hatte er gebeten, als Gemeindeälteste für die Einheit der Gemeinde zu sorgen, und das Evangelium weiter zu verkündigen. So hatte er es bei fast allen seiner neu gegründeten Gemeinden gemacht. ich will weiterlesen

Predigt über eine Zigarettenwerbung: Von Bungee-Jumping und Gottvertrauen , 20. August 2000

Liebe Gemeinde,
August ist Urlaubs- und Ferienzeit. Das ist man oft mehr unterwegs als sonst, schaut sich etwas an. Man sieht sich um in der Welt. Es ist vielleicht die Zeit, in der wir unseren Augen etwas sonst ungewohntes zeigen wollen: Hohe Berge, die Weite des Meeres, schöne Landschaften, bunte Blumen.

Ich möchte ihnen heute auch ein Bild zeigen. Es ist kein Kunstwerk, es könnte auf dem ersten Blick fast als Urlaubsfoto durchgehen. Es ist aber keines: – Schauen sie es sich einmal selbst an: Zunächst einen Ausschnitt daraus.

ZIGGI1Ja, sie sehen richtig: Das Bild ist eine Zigarettenwerbung. Auf Plakatwänden und in Zeitungen hat eine Tabakfirma vor einiger Zeit damit für ihre Glimmstängel geworben. ich will weiterlesen

Predigt: Karls Rache am Maschendrahtzaun (1. Petrus 3, 8-15a ) 16. Juli 2000

Liebe Gemeinde,

er Predigttext für heute steht im ersten Petrusbrief, im dritten Kapitel:
Endlich aber seid allesamt gleichgesinnt, mitleidig, brüderlich, barmherzig, demütig. Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, daß ihr den Segen ererbt.
Denn »wer das Leben lieben und gute Tage sehen will, der hüte seine Zunge, daß sie nichts Böses rede, und seine Lippen, daß sie nicht betrügen. Er wende sich ab vom Bösen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach. Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten, und seine Ohren hören auf ihr Gebet; das Angesicht des Herrn aber steht wider die, die Böses tun« (Psalm 34,13-17).
Und wer ist’s, der euch schaden könnte, wenn ihr dem Guten nacheifert?
Und wenn ihr auch leidet um der Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch selig. Fürchtet euch nicht vor ihrem Drohen und erschreckt nicht; heiligt aber den Herrn Christus in euren Herzen.
ich will weiterlesen

Predigt: Glaube, du bist ein Schatz (Epheser 4, 11-16 ) Pfingstmontag – 12. Juni 2000

Liebe Gemeinde,
unser Predigttext für heute steht im Brief des Paulus an die Epheser:
11 Und der Herr hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer,
12 damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden,
13 bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi,
14 damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen.
15 Laßt uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus,
16 von dem aus der ganze Leib zusammengefügt ist und ein Glied am andern hängt durch alle Gelenke, wodurch jedes Glied das andere unterstützt nach dem Maß seiner Kraft und macht, daß der Leib wächst und sich selbst aufbaut in der Liebe.

ich will weiterlesen

Predigt zur Konfirmation: Das G-Netz Handy (Symbolpredigt), 28. Mai 2000

Liebe Konfirmandinnen, liebe Konfirmanden,

liebe Eltern und Paten,
liebe Festgemeinde:

Was hat die Konfirmation, die wir heute feiern, mit einem Handy – einem Mobiltelefon zu tun?
– Liebe Konfis, ich weiß: Etliche von euch haben schon so ein Ding.
– Ich vermute: Manche von euch werden sich gleich nach der Konfirmation von den Geldgeschenken eines anschaffen.
– Und ich hoffe, dass es auch noch ein paar unter euch gibt, die sagen: Brauch ich nicht, das Geld spar ich mir. ich will weiterlesen