• Werbung

Predigt zur Konfirmation: Das G-Netz Handy (Symbolpredigt), 28. Mai 2000

Liebe Konfirmandinnen, liebe Konfirmanden,

liebe Eltern und Paten,
liebe Festgemeinde:

Was hat die Konfirmation, die wir heute feiern, mit einem Handy – einem Mobiltelefon zu tun?
– Liebe Konfis, ich weiß: Etliche von euch haben schon so ein Ding.
– Ich vermute: Manche von euch werden sich gleich nach der Konfirmation von den Geldgeschenken eines anschaffen.
– Und ich hoffe, dass es auch noch ein paar unter euch gibt, die sagen: Brauch ich nicht, das Geld spar ich mir. ich will weiterlesen

Predigt: Wie sollen Tote auferstehen? (1. Korinther 15, 50-59) 24. April 2000 – Ostermontag

Neben Altar steht ein Kleiderständer mit braun gestreiftem Hemd, brauner Lederweste und brauner Hose. – Außerdem liegt ein Koffer auf dem Boden.


Liebe Gemeinde,
an Ostern feiern wir die Auferstehung Jesu. Er war tot und ist wieder lebendig geworden – auferstanden von den Toten. Paulus hat der Gemeinde in Korinth mehrere Briefe geschrieben. Zwei davon haben wir in der Bibel überliefert. In dem ersten der beiden erklärt er den Korinthern die Bedeutung der Auferstehung Jesu. Denn auch wenn die Leser seines Briefes sich als Christen verstehen: Sie sind sich nicht einig darüber, was es für sie bedeutet, wenn Jesus von den Toten auferstanden ist.
Der Apostel schreibt ihnen über die Auferstehung selbst, von den Zeugen, die Jesus mit eigenen Augen gesehen haben. Und er bekennt ganz dramatisch: Wenn Jesus nicht auferstanden wäre, dann wäre alles umsonst. Nur weil Jesus nicht im Grab geblieben ist, nimmt er – Paulus- die Ochsentour auf sich und reist als Missionar durch halb Europa. Wäre Jesus immer noch tot, könnte er sich das alles schenken.
ich will weiterlesen

Predigt: Der Blick hinter den Vorhang ( Offenbarung 1, 9-18) 13. Februar 2000

Liebe Gemeinde,
„Offenbarung“ so nennt man es, wenn man Dinge entdeckt, wenn etwas aufgedeckt wird, was zuvor nicht sichtbar war. Es ist, als wenn ein Vorhang weggezogen wurde, ein Vorhang, der uns den Blick in die Welt Gottes – in die himmlische Wirklichkeit – versperrt hatte. Dann sieht man Dinge anders, man sieht sie im Licht Gottes.

In dem Buch, das wir Offenbarung des Johannes nennen, steht unser heutiger Predigttext. Viele – auch treue – Bibelleser zucken vor diesem letzten Buch der Bibel zurück. Denn dort blickt dieser Johannes auch hinter diesen Vorhang. In Visionen – vor seinem inneren Auge – blickt er in die Welt Gottes. Und was er dort sieht, beschreibt er in Bildern. In Bildern, die uns oft sehr fremd sind. ich will weiterlesen

Jedes Jahrhundert hat seine eigene Pfarramtssekretärin

 Das Stück ist ein ultrakurzer Durchzug durch die Kirchengeschichte und ist als Hymnus auf die epochalen Leistungen der Pfarramtssekretärinnen gedacht.
Folgende Stationen werden abgeklappert:
– Apostel Paulus: Sekretärin bringt dem vergeßlichen Paulus Zeitmanagment bei
– Euseb von Caesarea: Sekretärin als Urheberin des Nizänischen Glaubensbekenntnisses
– Martin Luther: Eine evangelisches Heiligenbild wird erschüttert
– Zinzendorff: Sekretärin erfindet die Herrnhuter Losungen
– Pfarramt 2022: …. Überraschung!

Die einzelnen Szenen sind in einen Rahmen eingebettet, der in der Gegenwart spielt: Sekretärin Emilie Fleißig blickt mit dem Fernrohr in Vergangenheit und Zukunft. Das Rohr sollte am Rande der Bühne aufgebaut sein; so wird klar, daß man immer zwischen Rahmen und Zeitreise wechselt.

ich will weiterlesen

Predigt: Die kleinen Lichter am Weihnachtsbaum, und das große Licht, das kommen soll! (Jesaja 9, 1-6) 24. Dezember 1999, Heilig Abend

Liebe Gemeinde,

Heilig Abend – das ist ein ganz besonderer Abend. Anders, als andere Abende. Ein Abend, der voll ist mit Erinnerungen: Man denkt zurück, wie es war, das allererste Weihnachten, an das man sich erinnern kann. Das war faszinierend, geheimnisvoll. Und dabei der Weihnachtsbaum, mit Kerzen – aus Wachs oder mit Glühbirnchen -. Gefunkelt hat er. Sie haben als kleines Kind vielleicht daran hochgeblickt, an den Baum, der sonst ja nie in der Wohnung stand. Haben sie auch die Glaskugeln in Erinnerung: Glänzende mit kräftigen Farben: rot und grün. Oder matte Kugeln, mit einer fremdartig rauen Oberfläche. Und überall Kerzen und Lichter:
– Der Baum,
– beim Frühstück der Adventskranz,
– die Weihnachtspyramide, die mit vier Kerzen am Drehen gehalten wird,
– Ein Lichterbogen aus dem Erzgebirge im Fenster.
Lichter überall.
ich will weiterlesen

Predigt: Ist Jesus mit den bösen Geistern im Bunde? (Lukas 11, 14-23) 7. November 1999

Liebe Gemeinde,

der Predigttext zum heutigen Sonntag steht beim Evangelisten Lukas, im 11. Kapitel:
Und Jesus trieb einen bösen Geist aus, der war stumm. Und es geschah, als der Geist ausfuhr, da redete der Stumme. Und die Menge verwunderte sich. Einige aber unter ihnen sprachen: Er treibt die bösen Geister aus durch Beelzebul, ihren Obersten.
Andere aber versuchten ihn und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Er aber erkannte ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet, und ein Haus fällt über das andre.
Ist aber der Satan auch mit sich selbst uneins, wie kann sein Reich bestehen? Denn ihr sagt, ich treibe die bösen Geister aus durch Beelzebul.
Wenn aber ich die bösen Geister durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein.
ich will weiterlesen

Predigt: Wie groß muß der Glaube sein, damit Wunder geschehen? (Markus 9, 17-27 ) 26. September 1999

Liebe Gemeinde,

in der letzten Woche starb Raissa Gorbatschowa, die Ehefrau des ehemaligen Präsidenten der UDSSR, Michail Gorbatschow. Sie war schon länger an Leukämie erkrankt, nun in Deutschland in Behandlung. Ihr Mann, war an ihrer Seite. Der einst mächtigste Mann der Sowjetunion, der mit Perestroika und Glasnost Weltgeschichte geschrieben hat, war hier machtlos, wie jeder Andere. In dieser Zeit des Bangens und Hoffens sagte er in einem Interview: „vielleicht wird uns auch der Herrgott nicht vergessen. In solchen Fällen fängt man an, auch über Gott nachzudenken.“ – Soweit das Zitat ich will weiterlesen

Predigt mit Anspiel anläßlich eines Sport-Gottesdienstes: „Wenn Viola Fiesel foult“ (Lukas 6, 36-42) 27. Juni 1999

Anspiel: Wenn Viola Fiesel Foult

Personen:
Agathe – die Gefoulte
Viola – hat Agathe gefoult (?)
Kathrin – Freundin
Sabine – Trainerin
Klaus – Agathes Ehemann

Szene 1: Agathe sitzt auf der Couch, das dick verbundene Bein hochgelegt. Ein Telefon liegt auf dem Couchtisch. Evtl. Blumen, ähnlicher Nippes.

A:  (jammert etwas wehleidig, als sie ihr Bein etwas auf ihrem Hocker bewegt)  Autscherla! Mensch tut des weh! Eieieiei… ich will weiterlesen

Predigt: Brandblasen und wackelnde Knie (Jesaja 6, 1-10) 30. Mai 1999 – Trinitatis

Liebe Gemeinde,

Jesaja Ben Amoz war ein Israelit, wie viele andere auch. Er lebte in Jerusalem, gehörte zur etwas besseren Gesellschaft. War verheiratet, hatte einige Kinder. Am Sabbat ging er in den Tempel. Für ihn eine Selbstverständlichkeit. Man geht halt hin, um den Gott der Israeliten zu loben, ihm Opfer darzubringen. Auch dieses eine Mal, an das er sich immer wieder erinnern wird. Er war in den Tempel gegangen. Wie immer. Aber als er den Innenhof des Tempels betrat, war alles ganz anders: Er sah nur noch leuchtendes Weiß. Er sah nicht mehr die anderen Menschen, die dort herumstanden, wie an jedem Sabbat. Jesaja sah etwas Anderes, etwas, das man mit den normalen menschlichen Augen nicht erkennen kann: Er hatte eine Visison. Er war verzückt, entrückt, perplex. ich will weiterlesen

Predigt: Hosianna im Tempel (Matthäus 21, 14-17) 2. Mai 1999 – Kantate

Liebe Gemeinde

Es ist Sonntag, in einer Landgemeinde keine 20km von hier. Die schmucke Kirche, sie hat sogar einen tollen Markgrafenaltar,
ist ganz gut gefüllt. In der aller-ersten Reihe sitzt der Pfarrer. Und, einige Stühle seitlich von ihm noch jemand. Ein Mann um die 50. Klein, in sich zusammengesunken, zugleich irgendwie unruhig. Nein, der Meßner ist es nicht. Ein komischer Typ, wohl auch etwas verwahrlost, zumindest unrasiert.
An diesem Tag singt ein Jugendchor im Gottesdienst. Da wird der Mann lebendig: Er klatscht bei den Liedern mit, als einziger, und er schunkelt dazu: hin und her: Der Spaß daran ist ihm deutlich anzumerken. ich will weiterlesen