Radioandachten auf Charivari 98,5 zum Jahresende 2017

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Montag: Stillstand

Guten Morgen
Wir haben den ersten Weihnachtsfeiertag. Obwohl Montag ist, haben alle Läden zu, und auch morgen bleiben die Parkplätze vorm Einkaufszentrum leer. Hach, das liebe ich so an Weihnachten: Dass für ein paar Tage das Einkaufs-Leben stillgelegt ist.
Man kann nicht schnell mal zum Supermarkt gehen, um eine Kleinigkeit zu besorgen.
Selbst wenn ich im Online-Shop bestelle, weiß ich: Bei denen passiert auch nix: Frühestens am Donnerstag wäre mein Paket da.
Stillstand: Eben „Stille Nacht“ und „stiller Tag“.
Mal eine Pause, die ihren Namen verdient.
Die Konsumwelt ist zum Nichtstun verdonnert.
Endlich ist mal Zeit um den Baum zu bewundern, zum Lesen, zum Spielen, zum Besuche machen, einen Blick auf das Kind in der Krippe werfen .
In aller Ruhe. Ohne Stress. Kein „ich muss noch schnell mal…“
Genießen Sie die beiden Feiertage – an denen endlich mal nicht die Kassen, sondern die Glocken klingeln. ich will weiterlesen

Predigt: Die Entdeckung eines verschwunden geglaubten Vaters (1. Johannes 3, 1-2) 1. Weihnachtstag, 25. Dezember 2017

Die Geschichte von Julia, die ihren verschwunden Vater begegnet, interpretiert die Zeilen aus dem 1. Johannesbrief: Wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden.

Julias Geschichte

Julia lebt seit ihrer Kindheit mit ihrer Mutter auf einem kleinen Pferdehof. Einen Vater hat sie nie gehabt. Wenn sie nach ihm fragte, blieb ihre Mutter immer recht einsilbig. Irgendwie war ihr da nichts zu entlocken, was da gewesen war.
Inzwischen ist Julia Mitte zwanzig, und macht nach dem Studium die ersten erfolgreichen Schritte ins Berufsleben. In der Agentur, bei der sie arbeitet, hat sie sich inzwischen auch mit einem netten jungen Mann angefreundet.
So schön das alles klingt: Über der Zukunft von Julia und ihrer Mutter hängen düstere Wolken: Der Pferdehof, an dem Mutter wie Tochter hängen, ist hoch verschuldet. Nur mit Mühe können sie die Futterkosten bezahlen – aber mit ihren Kreditraten sind sie im Verzug. Alle Versuche, mit der Bank zu verhandeln, sind gescheitert. Zum Jahresende soll das Gestüt zwangsversteigert werden. Eine Katastrophe. ich will weiterlesen

Symbolpredigt: Früher war mehr Lametta (Was uns Lametta über Weihnachten lehrt) Heilig Abend, 24. Dezember 2017

Lametta – der Stanniolgewordene Inbegriff des Weihnachtskitsches? Ich bin überzeugt: Die feinen Fäden knüpfen sehr elegant ihre Verbindung zu Gottes Herrlichkeit, seiner Vergebung und mancher Last, die wir mit Weihnachten verbinden.

Früher war mehr Lametta

„Früher war mehr Lametta”, das sagt Opa Hoppenstedt in der berühmten Szene von Loriot: „Weihnachten bei den Hoppenstedts”.
Das ist jetzt schon 40 Jahre her. Und tatsächlich war früher mehr Lametta. Irgendwie ist es aus der Mode gekommen. Ich selber weiß aus meiner Kindheit noch, dass da Lamettafäden am Baum hingen, aber irgendwann waren sie verschwunden. Dennoch gehören diese seltsamen silbernen und goldenen Fäden, zu meinen Kindheitserinnerungen.

Zeitreise

Überhaupt ist Weihnachten ein Fest, an dem man eine Zeitreise unternimmt.
Zurück zu der Atmosphäre, als man selbst Kind war. So viele Erwartungen und Hoffnungen waren mit dem Heiligen Abend verbunden, so viele Wünsche wurden wahr. Auch wenn wir nun erwachsen sind: Ein bisschen von jenem Gefühl erhoffen wir uns doch von diesen Fest, und sind berührt, wenn wir an den Kindern erleben können, dass sie in diesen Tagen das Gleiche empfinden können wie wir damals. ich will weiterlesen

Predigt zur Taufe von Lena: Alles ist möglich dem, der da glaubt (Markus 9, 17-27 ) 3. Advent, 17. Dezember 2017

Wie „groß“ muss der Glaube sein, damit „alles möglich“ ist? Bei der Predigt zu Lenas Taufe geht es um Potentiale, Vertrauen und eine Tür zu Gottes Welt, die einen Spalt breit offen steht. Diese Predigt ist im Hauptgottesdienst gehalten worden und kann mit leichten Veränderungen auch im normalen Gottesdienst verwendet werden.

Predigttext: Mk 9, 17-27

Einer aber aus der Menge antwortete: Meister, ich habe meinen Sohn hergebracht zu dir, der hat einen sprachlosen Geist.
18 Und wo er ihn erwischt, reißt er ihn zu Boden; und er hat Schaum vor dem Mund und knirscht mit den Zähnen und wird starr. Und ich habe mit deinen Jüngern geredet, dass sie ihn austreiben sollen, und sie konnten’s nicht.
19 Er antwortete ihnen aber und sprach: O du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringt ihn her zu mir!
20 Und sie brachten ihn zu ihm. Und sogleich, als ihn der Geist sah, riss er ihn hin und her. Und er fiel auf die Erde, wälzte sich und hatte Schaum vor dem Mund.
21 Und Jesus fragte seinen Vater: Wie lange ist’s, dass ihm das widerfährt? Er sprach: Von Kind auf.
22 Und oft hat er ihn ins Feuer und ins Wasser geworfen, dass er ihn umbrächte. Wenn du aber etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns!
23 Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst: Wenn du kannst! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.
24 Sogleich schrie der Vater des Kindes: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!
25 Als nun Jesus sah, dass die Menge zusammenlief, bedrohte er den unreinen Geist und sprach zu ihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir: Fahre von ihm aus und fahre nicht mehr in ihn hinein!
26 Da schrie er und riss ihn heftig hin und her und fuhr aus. Und er lag da wie tot, sodass alle sagten: Er ist tot.
27 Jesus aber ergriff seine Hand und richtete ihn auf, und er stand auf

Liebe Tauffamilie, liebe Gemeinde,
„alles ist möglich, dem, der da glaubt”, sagt Jesus dem Vater des kranken Jungen, und tatsächlich ist es auch so: Ein Wunder geschieht! Da kann man nur begeistert sein und sich freuen, dass sich etwas zum Besseren wendet, obwohl man es nie für möglich gehalten hätte.

DER TRAUM VOM „ALLES IST MÖGLICH”

„Alles ist möglich, dem, der da glaubt”, der Taufspruch von Lena, den Sie sich ausgewählt haben, ist einer, der grundsätzlich Hoffnung verbreitet, der irgendwie die Morgensonne warm aufgehen lässt und meine Welt als eine sehen lässt, in der alles möglich ist – eine Welt voller Möglichkeiten, voller Wege, die man gehen kann. Eine Welt, in der es bei meinem Plänen, Wünschen und Hoffnungen keine Stopp-Schilder oder Sackgassen gibt. Das wäre doch wunderbar!

Aber oft genug liegt zwischen diesem Traum und dem, was aktuell ist, so einiges im Wege:
– Ein kopfschüttelndes „das geht nicht”
– So eine wegwerfende Handbewegung, gefolgt von „das schaffst du nicht”
– Der Seufzer „das klappt doch nie”
– Die nüchterne Feststellung „dafür fehlen uns leider die Mittel oder Fähigkeiten.” ich will weiterlesen

Drei neue Buchtipps für Advents- und Weihnachtsgeschichten

Da meine Anregungen aus dem Jahr 2015 auf recht positive Resonanz gestoßen ist, habe ich hier drei aktuelle Tipps zu Büchern mit Weihnachtsgeschichten – wieder inklusive einer kleinen Beispiel-Story aus dem jeweiligen Buch..

Frohe Weihnachten: Jesus klingelt: Neue Weihnachtsgeschichten von Susanne Niemeyer

Die Autorin war lange Zeit Redakteurin bei „andere Zeiten“. Sie hat mit 24 Erzählungen sozusagen einen „Adventskalender“ geschaffen. Viele warten mit ungewohnten Perspektiven auf. Zum Beispiel auch der Schneeflockensammler –  Kurze Erzählung von einem einsamen und etwas kauzigen Mann, der Schneeflocken sammelt und in seinem Eisschrank aufbewahrt. Endlich begegnet er einer Frau, die seine Begeisterung für diese Tätigkeit teilt und in den Flocken die Einzigartigkeit und die Zerbrechlichkeit des menschlichen Daseins entdeckt – an diesem Nachmittag, der der letzte seines Leben ist.

Vom Schneemann, der nicht tauen wollte: Besondere Weihnachtsgeschichten von Ute Elisabeth Mordhorst

Dazu zwei Tips, eine kurze und eine lange Erzählung:
In 5 Minuten vorgelesen: „Die Wachsmalkreiden“: Der Nikolaus befreit mit einer raffinierten Geschenkstrategie eine alte schwerreiche Dame aus ihrer Isolation im noblen Villenviertel. – Einfach süß, kurz und unpathetisch.
20 Minuten kostet die Titel-Geschichte  „Herr Klotz taut auf“:  Ein Misanthrop findet in seinem Garten mitten im Juli einen Schneemann, der letztlich sein eigenes Spiegelbild ist. Und dieses Stück Schnee im Garten will einfach nicht schmelzen. Und doch tut sich etwas: Mit der Zeit verwandelt sich Herr Klotz und entdeckt seine eigene warme Seite; und als er sein Herz für seine Nachbarin erwärmt, beginnt auch der Schneemann im Garten zu tauen.

 
Es glockt schon, Vorlesegeschichten für die Gemeinde, Rita Kusch

Eine umfangreiche Sammlung von kurzen Vorlesegeschichten. freundlicherweise im Buch auch mit Vorlesezeit und Themen-Stichworten versehen.

Ein Beispiel: „Doktor Zion“ – Es gibt Verwirrung über ein Kindergottesdienstkind, das eine Krippe samt Arzt malt. Die Leser von „der weiße Neger Wumbaba„ahnen es schon: Dahinter steckt ein klassischer Lied-Verhörer: „Doktor Zion freue dich….“

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Predigt: Wer motiviert hier wen? (Jesaja 63,15 – 64,3) 2. Advent, 10. Dezember 2017

In Jes 63,15f geht Jesaja mit seinem Gott hart und vorwurfsvoll ins Gericht und malt ihm vor Augen, wie er sich dessen Eingreifen auf der Erde erwartet. Muss der Prophet jetzt Gott motivieren – oder ist es doch umgekehrt?

Predigttext: Jesaja 63, 15-64,3
Gott, blick vom Himmel herab und sieh her von deiner heiligen herrlichen Wohnung! Wo ist dein leidenschaftlicher Eifer und deine Macht, dein großes Mitleid und dein Erbarmen? Halte dich nicht von uns fern! Du bist doch unser Vater; denn Abraham weiß nichts von uns, Israel will uns nicht kennen. Du, Herr, bist unser Vater, „Unser Erlöser von jeher“ wirst du genannt.
Reiß doch den Himmel auf und komm herab, sodass die Berge zittern vor dir. Komm wie ein Feuer, das Reisig entzündet, wie ein Feuer, das Wasser zum Sieden bringt. Mach deinen Feinden deinen Namen bekannt, sodass die Völker zittern vor dir, wenn du schreckliche und nie erwartete Taten vollbringst. Komm herab, sodass die Berge erzittern vor dir. Seit Menschengedenken hat man noch nie vernommen, kein Ohr hat gehört, kein Auge gesehen, dass es einen Gott gibt außer dir, der denen Gutes tut, die auf ihn hoffen.

Der energische Anpfiff eines Unzufriedenen

Liebe Gemeinde,
da sitzt die Mannschaft frustriert im Umkleideraum, das Spiel war eine einzige Blamage. Es ist ja schon länger einiges im Argen – aber eine derartige Klatsche hat dann doch keiner erwartet. Entsprechend entlädt sich der Frust des Trainers:

Na ihr Helden! Wo wart ihr denn heute 90 Minuten lang? Also auf dem Platz habe ich euch nicht wirklich wahrgenommen. Lagt ihm im Gedanken noch daheim in euren schicken Villen mit den tollen Pool? Das kann es doch nicht sein! Keine Leidenschaft, keine Energie. Wie wäre es denn, wenn ihr mal wieder eure Leistung abrufen würdet? Ich weiß doch, dass ihr das könnt!
Wenn die Brezenverkäufer im Stadion schlecht drauf sind, ist auch schon schlimm – aber umso mehr sind wir auf euch angewiesen. Wer soll es richten wenn ihr das jetzt richt reißt? Ich will euer Feuer sehen, euren Willen zu Sieg, dass ihr euch nicht zu schade seid, in die Zweikämpfe zu gehen. Ich sage es euch: Dann würde das alles ganz anders aussehen, dann wären die Ränge und die Stadionkassen wieder voll. Und die Fans würden den Namen unseres Vereins mit Respekt aussprechen, weil euch der erste Tabellenplatz gehört. ich will weiterlesen

Schulschlussgottesdienst: Ich brauch ´ne Power-Bank

In diesem Schul-Gottesdienst entwickeln wir, was den Schülern in den Ferien als Quelle der Kraft und Regeneration dienen kann. Dazu gibt es ein Anspiel, an das sich drei „Bekenntnisse“ zu jeder der drei Power-Banks anschließt.
Ein großes Dankeschön an meine Kolleginnen Susanne Heimberger und Katrin Dumann vom Friedrich-Alexander-Gymnasium Neustadt/Aisch, die diesen Gottesdienst mitentworfen haben. Sie Szenen haben mal wieder wunderbar engagierte Schülerinnen der achten Klassen gespielt.

Ablauf:

Musik
Begrüßung
Gebet
Lied: Danke für diesen guten Morgen
Anspiel: Im Media-Markt
Drei Bekenntnisse: Meine Powerbank
Familienurlaub
Bibel
Freunde&Nichtstun
Selbstgelötetes Video
Fürbitten
Vaterunser
Segen
Lied: Möge die Straße…

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Andachten in der Woche vor dem 1. Advent auf Charivari 98,6

Montag: … und unsern bösen Nachbarn auch

Guten Morgen,
es passiert ja immer wieder mal, dass man Liedtexte falsch in Erinnerung hat, und im dümmsten Fall dann auch verkehrt mitsingt.
So ging es mir als Jugendlichen mit dem alten Kirchenlied „der Mond ist aufgegangen“. Da heißt es – so dachte ich – ganz am Ende: „Verschon uns Gott vor Strafen und lass uns ruhig schlafen, und unsern bösen Nachbarn auch“. Das fand ich beeindruckend: Auch dem bösen, vielleicht recht streitsüchtigen Nachbarn trotz Allem eine gute Nacht wünschen. Denn wahrscheinlich ist er genau wie ich ein Mensch, der halt so seine charakterlichen Schwächen hat – aber den Gott dennoch lieb hat.
Ja… und dann habe ich irgendwann gemerkt, dass der Schluss des Liedes in Wirklichkeit ganz anders geht: „und lass uns ruhig schlafen, und unsern kranken Nachbarn auch“. OK, das ist auch ein schöner Wunsch. Und ich singe natürlich auch diesen „richtigen“ Text. Aber jedes Mal erinnere ich mich dann doch an meinen Fehler von damals, und denke: Ja, auch dem bösen Nachbarn, dem Mitmenschen, der mir immer wieder auf die Nerven geht, dem wünsche dennoch eine gute Nacht, und einen guten Tag. ich will weiterlesen

Predigt: Verkündigt es von den Dächern (Matthäus 10, 26-33) 5. November 2017

Am Sonntag nach dem Reformationsjubiläum wird bei uns im Gottesdienst der Reformationstag sozusagen nachgefeiert. Im Predigttext geht es um die Aussendung der Jünger  – und da passt Luther ja ganz gut dazu.

Luther in Worms

Liebe Gemeinde,
nun ist es vorbei, das groß gefeierte Reformationsjubiläum. 500 Jahre Thesenanschlag. Auch im Fernsehen ging es da ja hoch her mit Luther-Filmen, Dokumentationen und Musicals.
Da ist mir etwas aufgefallen: Oft war nicht der Thesenanschlag der zentrale Moment, sondern 4 Jahre später der Reichstag in Worms. Da musste Luther vor dem Kaiser, den Fürsten, und den Vertretern des Papstes antreten und Stellung zu seinen Schriften – unter ihnen auch die 95 Thesen – nehmen. Man verlangte, dass er sie widerrufen solle und somit alles, wofür er stand, als ein bedauerliches Missverständnis ansehen solle. Oder er würde seiner Position treu bleiben – dann würde man ihm zum Ketzer, zum Irrlehrer, erklären was einem Todesurteil gleich käme. Schon 100 Jahre vor ihm hatte man Jan Huss wegen ähnlicher Thesen auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Luther stand damals buchstäblich vor einer Lebens-Entscheidung. Und damit steht er in einer langen Reihe von Christen, die ihre Glaubensüberzeugung offen gesagt haben, und dafür auch das eigene Leben in Gefahr gebracht haben.
Schon die ersten Jahrzehnte des Christentums sind geprägt von Verfolgungen. In der Zeit der Apostel und Evangelisten, weiß man nie im Voraus, wie die Predigt von Jesus Christus aufgenommen wird. Mal geht es gut, so dass Menschen glauben und sich taufen lassen. Aber es kann auch richtig brenzlig und lebensgefährlich werden. ich will weiterlesen

Radioandachten in der Reformationsjubiläumswoche Oktober/November 2017 auf Charivari 98,6

Mal etwas Neues: Diesmal sind die Radioandachten mit einem Musikbett vom Scott Holmes versehen. Außerdem: Die Andachten gibts als PODCAST auch unter www.radioandachtenwelt.de und natürlich im iTunes-Store.

Bücher versperren den Weg

Guten Morgen,
in der Nähe von Venedig habe ich im Sommer die alte Festung „Forte Treporti“ besucht. Sie war einst gebaut worden, um Angreifer der Lagune von Venedig vom Osten her zu beschießen.
Sie steht noch immer, inzwischen als Denkmal. Das Besondere: Das alte Zentralgebäude kann man nicht betreten. Alle Türen und Fenster sind sorgfältig mit Büchern zugeschlichtet. Wie große Regale wirken diese ehemaligen Zugänge.
Bücher, die den Weg in die kriegerische Zentrale versperren. Auch Bibeln sind dabei. Ein wunderbares Bild.
Bücher als Bollwerk gegen militärische Gewalt.
Bibeln, die Widerstand leisten gegen blindes Vergelten.
Gedichte, die Menschen auf dem Weg an die Waffe umkehren lassen.
Vielleicht sollten wir öfter gute Worte lesen, gerne auch welche aus der Bibel. Und dadurch spüren, welche Wege gut sind, und bei welchen genau diese Worte mir sagen, es ist besser, wieder umzukehren.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen ich will weiterlesen